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Der Stausee Nitrianske Rudno erzählt eine technische Geschichte: Er wurde zwischen 1951 und 1958 am Fluss Nitrica errichtet und ursprünglich zur Wasserversorgung des Wärmekraftwerks Nováky und der Chemiewerke gebaut. Seine Fläche von 89,7 Hektar und das Gesamtvolumen von 4,410 Millionen Kubikmetern geben dem See ein klar beziffertes Maß. Am Wasser treten diese frühere Funktion und saisonale Freizeitmöglichkeiten nebeneinander.

Stausee und Natur erleben

In den Sommermonaten bietet der Stausee Möglichkeiten zum Baden und für Wassersport. Dazu kommen Kulturveranstaltungen, Konzerte und Auto-Moto-Treffen. Sportangler nutzen das Gewässer während der Angelsaisons. So unterscheiden sich die beschriebenen Aktivitäten auch nach ihrem zeitlichen Bezug: Einige gehören zu den Sommermonaten, das Angeln zu den Angelsaisons.

Ein Naturlehrpfad am Stausee widmet sich der örtlichen Flora und Fauna sowie bedeutenden Lebensräumen in den Strážovské vrchy und in geschützten Natura-2000-Gebieten. Er ergänzt den Blick auf das Wasser um naturkundliche Themen. Wer sich besonders für Landschaft und Ausblicke interessiert, findet einen anderen Zugang auf dem Fraňa-Madva-Lehrpfad.

Auf dem Fraňa-Madva-Lehrpfad

Der Fraňa-Madva-Lehrpfad beginnt in Nitrianske Rudno und endet in Nitrianske Sučany. Seine Landschaft umfasst Buchen-, Kiefern- und Eichenwälder, Wiesen sowie Felsformationen mit Ausblicken auf das Rudnianska-Tal. Neben der Höhle Brložná gehört ein kurzer, mit Ketten gesicherter Anstieg zum Weg. Prüfen Sie die Bedingungen dieses Abschnitts vor Ort, bevor Sie aufbrechen.

Auch der traditionelle Fraňa-Madva-Marsch bietet einen konkreten Streckenbezug: Bei der Ausgabe 2026 führte die 11,7 Kilometer lange Route vom Bereich der Madvova studnička in Richtung Nitrianske Sučany. Diese historische Ausgabe lässt sich als eigener Streckenabschnitt betrachten, ohne sie mit dem Verlauf des Lehrpfads gleichzusetzen.

Kirche, Denkmal und Ortsgeschichte

Die römisch-katholische Kirche des heiligen Andrej-Svorad und Benedikt entstand zwischen 1804 und 1816 an der Stelle einer Holzkirche, die durch einen Brand zerstört worden war. Auf dem Kirchengelände befindet sich südlich des Eingangs eine Lourdesgrotte. Dort wurde 1925 auch das Fraňa-Madva-Denkmal errichtet.

Fraňa Madva beschäftigte sich mit Botanik sowie mit dem Sammeln und Erforschen von Heilpflanzen und war als Volksheiler weithin gesucht. Eine weitere örtliche Besonderheit ist Horný kaštieľ, auch Javorčekeje dom genannt; das Haus gilt als das älteste in Nitrianske Rudno. Zur kulturellen Prägung des Ortes gehört außerdem eine Bergbautradition.

Volkskultur und Veranstaltungen

Volksbräuche, Traditionen und traditionelle Handwerke werden in Nitrianske Rudno durch verschiedene Veranstaltungen bewahrt. Die DĽH spod Rokoša interpretiert Lieder aus der Oberen Nitra und richtet den Schwerpunkt besonders auf das Rudnianska-Tal. Das Folkloreensemble Rokôška pflegt seine Folklorearbeit seit 1986 und tritt regelmäßig bei Veranstaltungen in der Region und darüber hinaus auf. Zusammen zeigen diese Gruppen unterschiedliche Bezüge zur regionalen Musik: die besondere Ausrichtung auf das Rudnianska-Tal und die regelmäßigen Auftritte des Ensembles.

Auch das Areal Kaňová gehört zu den Schauplätzen örtlicher Veranstaltungen: Dort fanden 2024 und 2026 Motocrossrennen um den Pokal des Bürgermeisters statt. Wer Kulturgeschichte, Landschaft und saisonale Aktivitäten miteinander vergleichen möchte, findet in Nitrianske Rudno entsprechend unterschiedliche Themen – vom Wasserbau über Naturlehrpfade bis zu Musik und Ortsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Nitrianske Rudno, Bánovce Nad Bebravou, Okres Považská Bystrica, Púchov, Ilava, Nová Bošáca, Okres Trenčín, Partizánske

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentschin.

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