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Der höchste Punkt von Nová Bošáca ist der Berg Veľký Lopeník: Er erreicht 912 Meter. Zugleich prägen verstreute Siedlungen die Gemeinde. Als Kopanitsa-Gemeinde liegen sie über die Hänge des Bošácka-Tals verteilt. So zeigt sich Nová Bošáca nicht allein über einen Gipfel, sondern auch über die besondere Siedlungsform. Das Gemeindegebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet Biele Karpaty.

Zwischen Gipfel und Grenze

Nová Bošáca ist eine grenznahe Gemeinde. Auf mährischer Seite grenzt sie an Březová, Lopeník und Vyškovec. Für die Orientierung im Gebiet bieten zwei Routen unterschiedliche Maßstäbe: Die 58 Kilometer lange Radroute „Novohorská“ führt über Nová Bošáca–Šiance bis zur Grenze zur Tschechischen Republik. Der Aussichtsturm Veľký Lopeník ist von Nová Bošáca aus über eine fünf Kilometer lange, blau markierte Route erreichbar. Die Längen geben Ihnen einen konkreten Vergleich für Ihre Planung; prüfen Sie vor der Tour die Zugänglichkeit dieser Route.

Wiesen und besondere Lebensräume

Mehrere Naturdenkmale machen unterschiedliche geschützte Lebensräume zum Thema. Bestinné schützt Grasbestände mit mehreren gefährdeten Pflanzenarten. Blažejová bewahrt eine wertvolle Wiesengesellschaft mit seltenen und gefährdeten Pflanzen, Quellmooren sowie angrenzenden Orchideen- und Heuwiesen. Beim Naturdenkmal Grúň stehen wertvolle Wiesen-, Wald- und Weidegesellschaften mit einem reichen Vorkommen von Orchideen im Mittelpunkt. Lopeníček schützt eine der artenreichsten Fundstellen des gefährdeten gewöhnlichen Knabenkrauts (Orchis morio). Mravcové ist ein wertvolles Quellkalk-Refugium für Orchideenarten und Wirbellose. Für alle fünf Naturdenkmale gilt die vierte Schutzstufe.

Kirche und Erinnerungsorte

Die römisch-katholische Filialkirche der Heiligen Kyrill und Method wurde von 1969 bis 1971 errichtet und am 14. September 1971 konsekriert. Sie dient den Gläubigen der Gemeinde und ihrer Umgebung als geistliches Zentrum. In der Kirche befinden sich kunsthistorisch wertvolle Werke des Nationalkünstlers Vincent Hložník. In der Siedlung Grúň erinnert ein Denkmal an gefallene sowjetische Soldaten: Es umfasst eine Statue und ein Gemeinschaftsgrab, wurde 1945 enthüllt und ist heute ein nationales Kulturdenkmal.

Tradition im Bošácka-Tal

Die traditionelle Kultur des Bošácka-Tals hat sich besonders in mündlicher Folklore, familiären und jahreszeitlichen Bräuchen, der Küche und der Tracht erhalten. Die festliche Frauenkleidung der Sellácky-Tradition besteht aus vier Grundteilen: „rubáč“ und „rukávce“ sowie „okolek“, die hintere Schürze, und „záscere“, die vordere Schürze. Auch die festliche Männerkleidung hat eigene Bezeichnungen für ihre Bestandteile: Dazu gehören ein Hemd, „gate“ beziehungsweise „gace“, eine Hose, eine Weste namens „prucel“ und ein Hut namens „brúsek“.

Zur lokalen Esskultur gehört die Tradition der Bošácka slivovica, deren Herstellung in Nová Bošáca bis heute fortgeführt wird. Beim Slivkový festival 2024 wurden traditionelle Pflaumengerichte angeboten. Für das Fest am 13. Oktober 2018 ist außerdem eine Verkostung und Bewertung von Slivovica im Programm festgehalten. Wenn Sie einen Besuch mit einem Fest verbinden möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.

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