Die Rotunde des heiligen Georg zeigt Skalicas Geschichte in mehreren Bauphasen. Der romanische Bau stammt vermutlich aus der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert und wurde später gotisch und barock umgebaut. Auch seine frühere Funktion war geteilt: Der obere Teil war mit der Befestigungsanlage verbunden und diente der Verteidigung, der untere Teil als Kapelle. So begegnen sich in einem Bauwerk verschiedene Zeiten und Nutzungen.
Kirchen und Baugeschichte
Die Pfarrkirche des heiligen Erzengels Michael wurde in der Spätgotik von einer einschiffigen Kirche zu einer dreischiffigen Basilika umgebaut. Die Franziskanerkirche der Sieben Schmerzen Mariens ist dagegen ein gotischer Bau aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Im Presbyterium ist ein reiches gotisches Netzgewölbe erhalten, in der Sakristei Kreuzgewölbe; Innenausstattung und Mobiliar sind spätbarock gestaltet. Die Bauwerke zeigen damit unterschiedliche Aspekte der Architekturgeschichte Skalicas – vom Wandel des Grundrisses bis zu den Gewölben und der Ausstattung.
Zum Komplex des Franziskanerklosters gehören das Kirchengebäude, der Paradieshof und ein großer Franziskanergarten. Einen anderen Zugang zur Stadtgeschichte bietet die Dauerausstellung des Záhorské-Museums: Sie befindet sich in ursprünglichen Räumen im Obergeschoss, die Dušan Jurkovič ab 1905 als Illusion eines Bauernhauses für ein Museum konzipierte. Die Ľadovňa wiederum ist ein seltenes technisches Denkmal, das die frühneuzeitliche städtische Wirtschaft Skalicas veranschaulicht. Auch die restaurierte Mühle der Brüder Pilárik ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
Skalický trdelník und Wein
Skalický trdelník wird in der Schwarzen Küche des Franziskanerklosters nach traditioneller Art zubereitet. Auch die Vinotéka u františkánov stellt ihn her und verkauft ihn; außerdem bietet sie geführte Verkostungen regionaler Weine an. So stehen bei den kulinarischen Entdeckungen der Stadt sowohl ein traditionelles Gebäck als auch Wein im Mittelpunkt.
Skalický rubín ist ein geschützter roter Wein. Er wird ausschließlich aus den Rebsorten Frankovka modrá, Svätovavrinecké und Modrý Portugal gewonnen; Frankovka modrá muss mindestens 70 Prozent ausmachen. Ebenso genau ist die Herkunft der Trauben umrissen: Sie müssen aus registrierten Weinbergen im Katastergebiet von Skalica sowie in Mokrý Háj, Radošovce, Popudinské Močidlany, Prietržka und Vrádište stammen. Die betreffenden Weinberge liegen am Fuß des Vintoperk und umfassen ungefähr 50 Quadratkilometer. Herkunft und festgelegte Rebsortenzusammensetzung sind damit zwei wesentliche Merkmale dieses Weins.
Stadt und Umgebung entdecken
Der Hafen Skalica am Baťov-Kanal ermöglicht Gästen das Ein- und Aussteigen auf der slowakischen Seite. In der Umgebung von Skalica liegt außerdem das Erholungs- und Tourismusgebiet Zlatnícka dolina am Fuß der Weißen Karpaten. Dort gibt es Möglichkeiten zum Wandern, Sommer- und Wintersport sowie mehrere Radwege; in den Sommermonaten ist auch ein öffentlich zugängliches Naturbad vorhanden. Damit stehen neben den Bauwerken und kulinarischen Themen der Stadt weitere Angebote in der nahegelegenen Landschaft.
Im Katastergebiet von Skalica liegt das Naturschutzgebiet Veterník. Für sein Gebiet ist der Schutz europäisch bedeutender Lebensräume vorgesehen, darunter xerotherme Gebüsche, trockenheitsliebende Gras- und Strauchbestände, Tiefland- und submontane Mähwiesen sowie Auwälder. Auch der Hirschkäfer, der Schlehenspinner und die Großblütige Kuhschelle sollen dort geschützt werden.
Orientierung für Ihren Besuch
Eine Stadtführung durch Skalica dauert normalerweise eine Stunde und umfasst etwa drei Denkmäler, die Sie auswählen. Sie kann auf Slowakisch, Englisch oder Deutsch durchgeführt werden. Wenn Sie eine bestimmte Führungssprache wünschen, bestätigen Sie diese bei der Buchung.
Weitere Reiseziele entdecken: Skalica, Kátov, Kopčany, Lopašov, Vrádište, Holíč, Okres Dunajská Streda, Veľká Mača.
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