Vrádište setzt unterschiedliche Akzente: die flachen Terrassen der Morava, Weinberge und eine Geschichte religiöser Bauwerke. Für Ihre Reiseentscheidung sind drei Themen konkret greifbar: der Flussraum, die Kirchen und Kapellen sowie Routen mit unterschiedlichem Verlauf. So können Sie abwägen, ob Naturraum, Kulturerbe oder Radfahren den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden soll.
Flusslandschaft und Lage
Vrádište liegt in der Westslowakei, im slowakischen Teil des Dolnomoravský úval und 4 km südöstlich von Skalica. Das Katastralgebiet weist überwiegend ein flaches Relief auf, das von den Terrassen der Morava geprägt ist. Auf einer Insel des Flusses ist ein Rest des ursprünglichen Auwaldes erhalten. Damit gehören sowohl die flache Landschaft als auch ein konkreter Auwaldrest zum Naturbild des Gebiets: Der Fluss prägt hier nicht nur das Relief, sondern ist auch mit diesem erhaltenen Lebensraum verbunden.
Zu den im Gebiet nachgewiesenen geschützten Pflanzen zählen kosatec dvojfarebný, hmyzovník čmeľovitý, vstavač vojenský und hlaváčik jarný. Bei den geschützten Tierarten wurden jašterica obyčajná, vidlochvost feniklový und sova obyčajná nachgewiesen. Diese Pflanzen und Tiere geben dem Naturprofil von Vrádište konkrete Konturen und ergänzen die Landschaftsbeschreibung um botanische und tierische Besonderheiten.
Kirchen, Kapellen und Geschichte
Die Kirche St. Anna wurde 1754 errichtet und um 1900 renoviert und umgebaut. Neben der Kirche entstand 2008 die Lurdská jaskyňa, die Lourdesgrotte. Die Daten markieren deutlich unterschiedliche Bauzeiten: Die Kirche geht auf das 18. Jahrhundert zurück, während die Grotte ein jüngeres religiöses Bauwerk ist. Zusammen geben sie dem kulturellen Profil des Ortes sowohl einen älteren als auch einen jüngeren Akzent.
Die Familie Nováková aus Vrádište errichtete die Kapelle zum Heiligen Kreuz an der Straße nach Skalica, an der Grenze der Katastralgebiete. Eine kanonische Visitation von 1788 erwähnt die Kapelle. Neben ihr befand sich früher ein Wasserreservoir, aus dem in den Wintermonaten Eis für das Eishaus von Skalica entnommen wurde. Diese Geschichte verbindet einen religiösen Ort mit der früheren saisonalen Nutzung des Reservoirs für die Eisversorgung Skalicas.
Auch die Kapelle der seligen Jungfrau Maria gehört zur Baugeschichte von Vrádište. Sie wurde 1899 errichtet und stand ursprünglich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Weinberge und Routen
Die rekreative Radroute 5202 verbindet Kátov, Vrádište, Prietržka und Skalica auf einer Gesamtlänge von 8,5 km. Damit ist sowohl die Verbindung der Orte als auch ein konkreter Streckenmaßstab angegeben. Die touristische Karte zur Route wurde 2016 veröffentlicht; prüfen Sie daher vor der Fahrt die aktuelle Beschilderung.
Eine andere Linienführung bietet die Skalická vinárska cesta. Sie führt durch die Weinberge von Prietržka und Vrádište zu einer Raststelle, jedoch nicht hinab in den bebauten Teil von Vrádište. Die Weinberge von Vrádište werden mit der Marke des roten Weins Skalický rubín verbunden. Bei der Wahl zwischen den Routen können Sie sich an ihren beschriebenen Schwerpunkten orientieren: Die 5202 verbindet vier Orte, während die Skalická vinárska cesta durch Weinberge zu einer Raststelle führt. Für diese Route können sich die genauen Wegbedingungen ändern. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Beschilderung und den Wegverlauf.
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