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Eine Eisenhüttensiedlung, ein Stadtmuseum und Wege vom ältesten Stadtteil bis in die Karawanken: Jesenice verbindet unterschiedliche Zugänge zu Geschichte und Landschaft. Besonders anschaulich wird das in Stara Sava, einer Siedlung, deren städtebauliche, technische, architektonische und historische Bedeutung sie als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung auszeichnet.

Stara Sava und die Geschichte der Eisenhüttensiedlung

Stara Sava, früher Fužinarsko naselje Sava, bewahrt ein vollständig erhaltenes Gebäudekernensemble mit den meisten Merkmalen einer Eisenhüttensiedlung aus dem späten 17. Jahrhundert. Zur Anlage gehört die Kasarna: Das spätbarocke Gebäude stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und zählt zu den ältesten erhaltenen Beispielen gemeinschaftlicher Arbeiterwohnungen in Slowenien. Zusammen geben Siedlung und Wohnhaus Einblick in die bauliche und soziale Geschichte der Eisenhüttenarbeit.

Heute dient das Gebiet musealen, kulturellen und touristischen Aktivitäten. Bei Führungen begegnen Besucher historischen Figuren, die einst in der Siedlung lebten und wirkten. Dazu gehören der Hüttenbesitzer Viktor Ruard, seine Ehefrau und Angela Boškin, die erste slowenische Krankenschwester. Die Verfügbarkeit der Führungen sollten Sie vor Ihrer Reise prüfen.

Stadtgeschichte und geologisches Erbe

Ein weiterer Blick auf die Vergangenheit führt zur Kosova Graščina. Das Stadtmuseum vermittelt die Geschichte von Jesenice und zeigt wechselnde Ausstellungen der bildenden Kunst sowie Museumsausstellungen. Die Graščina wurde 1521 von Baron Sigmund Dietrichstein erbaut. Ihre Dauerausstellung zur Stadtgeschichte trägt den Titel „Mladost mesta rdečega prahu“.

Auch die geologische Geschichte erhält in Jesenice einen besonderen Platz. Die Geologische und Paläontologische Sammlung Jože Bedič gilt als größte und bedeutendste Sammlung paläozoischer Fossilien in Slowenien und als eine der herausragendsten in Südosteuropa. Zum geologischen Erbe zählt außerdem der Meteorit Jesenice: Er gilt als der elfte Meteorit weltweit, dessen Umlaufbahn von Astronomen genau berechnet werden konnte.

Wege zu Fuß und mit dem Rad

Der Themenweg „Spomini starih Jesenic“ verbindet mehrere Orte im Stadtgebiet. Er führt von Murova, dem ältesten Stadtteil von Jesenice, über den Čufar-Platz und das Museumsareal Stara Sava bis zum Sportpark Podmežakla. Wenn Sie Jesenice bei einem geführten Rundgang kennenlernen möchten, können Sie einen örtlichen Touristenführer reservieren; bestätigen Sie die Verfügbarkeit beim Tourismusbüro.

Auch Fernwanderwege führen durch das Gebiet. Die Etappen 2 und 3 des Juliana Trail schließen einen Halt in Jesenice ein. Auf dem violetten Weg der Via Alpina führt Etappe 3 von Dovje zur Berghütte Koča na Golici; Etappe 4 setzt sich zur Hütte Prešernova koča am Stol fort. Der Slowenische Bergwanderweg verläuft am Kamm der Karawanken vom Stol zur Kontrollstelle an der Koča na Golici und steigt anschließend ins Tal zum Slowenischen Alpinen Museum in Mojstrana ab. Diese Routen unterscheiden sich in Verlauf und Zielpunkten; bei einzelnen Wegen können saisonale Einschränkungen gelten.

Für eine Radtour stehen ebenfalls verschiedene Angaben zur Auswahl. Die leichte Strecke „Po Jesenicah“ ist 23,1 Kilometer lang und weist 270 Höhenmeter auf. Eine Zubringeretappe des Juliana Bike verläuft über 19,6 Kilometer durch die Gemeinde Jesenice und ist als mittelschwer eingestuft. Außerdem führt die Fernradverbindung D2 durch die Gemeinde. In Jesenice gibt es dafür zwei Einstiegspunkte mit Parkplätzen: bei Stara Sava und an der Sporthalle Podmežakla.

Berglandschaft und saisonale Entdeckungen

Ein Teil der Karsthochfläche Mežakla liegt im Triglav-Nationalpark. Die Hochfläche bietet zu allen Jahreszeiten natürliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten, wobei einzelne Wege saisonal eingeschränkt sein können. Zu ihren markanten Formen gehört die Naturbrücke: Sie ist schätzungsweise 15 Meter lang; der drei Meter breite Bogen ragt bis zu acht Meter über den Grund der Schlucht. Die Snežna jama liegt auf 1.109 Metern Höhe, ist 70 Meter lang und 20 Meter tief. Der Eintritt in die Höhle unterliegt Sicherheitsbedingungen.

Im Javorniški Rovt oberhalb von Jesenice liegt der Zois-Park mit besonderen Pflanzen- und Baumarten sowie drei kleinen Seen. In der Nähe der heutigen Straße zum Javorniški Rovt bilden zwei Wasserfälle am Bach Javornik die Javorniški-Wasserfälle; an einer Dolomitwand entsteht dort Tuff. Auf Belska planina, auch Svečica genannt, reicht der Blick zu den Julischen Alpen. Im Sommer blühen dort Bergblumen auf bunten Wiesen. Bergnarzissenwiesen sind im Mai eine saisonale Naturattraktion, deren Blütezeit je nach Wetter variieren kann.

Winterangebote und lokale Kultur

Im Winter hängen zwei Freizeitangebote von den jeweiligen Bedingungen und Zeiten ab. Die Naturrodelbahn Savske jame in Planina pod Golico ist bei ausreichender Schneemenge 700 Meter lang und vor allem für Familienrodeln geeignet. Öffentliches Eislaufen ist in der Sporthalle Podmežakla laut jeweiligem Hallenplan an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und in den Schulferien möglich. Prüfen Sie die aktuellen Eislaufzeiten und die Schneelage vor der Anreise.

Zur lokalen Esskultur gehört Delavska malca, ein einheitliches Menü aus Jesenice. Es greift Gerichte auf, die nach dem Krieg in neu eröffneten Fabrikkantinen serviert wurden, und Speisen, die Eisenhüttenarbeiter aus anderen Teilen Sloweniens, besonders aus Primorska, nach Jesenice mitbrachten. Später kamen Einflüsse aus den Republiken des ehemaligen Jugoslawiens hinzu. Die traditionellen Čufarjevi dnevi finden jedes Jahr im November statt und präsentieren einheimische sowie andere slowenische Kulturschaffende. Für eine praktische Orientierung befindet sich das Tourismusinformationszentrum Jesenice im Zentrum, gegenüber dem Bahnhof.

Weitere Reiseziele entdecken: Kranjska Gora, Rateče, Mojstrana, Gozd Martuljek, Jesenice, Žirovnica, Hrušica, Zgornja Radovna, Podkoren, Rodine, Planina pod Golico, Breznica.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Slowenien.

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