Ein markanter Höhenpunkt für einen Aufenthalt in Rogašovci ist der Sotinski breg. Mit 418 Metern ist er der höchste Punkt von Prekmurje und Goričko; Einheimische nennen ihn auch Kugla oder Prekmurski Triglav. Der Turm auf dem Berg ist über einen geologischen Lehrpfad erreichbar, der zum Pomurska Mountain Trail gehört. Die Gemeinde Rogašovci gehört zum Goričko Landscape Park und zur Goričko Wine Road.
Wanderwege und Orte in der Natur
Eine weitere konkrete Wanderroute ist die Vrbova pot. Sie beginnt am Slatinski vrelec in Nuskova, verläuft entlang der Ledava zwischen Rogašovci, Sveti Jurij und Večeslavci und führt anschließend nach Pertoča an der Kirche St. Helena vorbei. Damit lässt sich eine Wegstrecke mit einer kulturhistorischen Station verbinden, ohne dafür eine Gehzeit oder weitere Etappen einzuplanen.
Am Slatinski vrelec in Nuskova und entlang des abfließenden Baches sammeln sich charakteristische rot-orangefarbene Eisenoxidablagerungen. Wandernde und Radfahrende finden neben dem Vrelec eine Informationstafel und einen überdachten Rastplatz. Die Ablagerungen geben dem Ort ein gut erkennbares Naturmerkmal; der Rastplatz bietet zugleich einen konkreten Anlaufpunkt an der Vrbova pot.
Der Čarni kamen in Ocinje liegt in ruhiger Waldumgebung direkt an der Grenze zu Österreich. Eine kleine Lichtung mit zwei Holzbänken und einer Informationstafel dient als Rastplatz in der Natur. Die Schotterstraße zum Čarni kamen ist Teil eines grenzüberschreitenden Wanderverbindungswegs zwischen Slowenien und Österreich. Die örtliche Überlieferung erzählt von drei schwarzen Steinen, die einst im Waldgebiet von Ocinje lagen.
Seit November 2023 steht in Serdica eine Klopca ljubezni als Teil eines slowenienweiten Projekts. Wanderer können den QR-Code scannen, um ein personalisiertes interaktives Album zu erstellen. Wer das Album nutzen möchte, kann vor Ort prüfen, ob der QR-Code aktuell funktioniert. Der Serdiški breg ist über eine Zufahrtsstraße und auch zu Fuß erreichbar. Seine Hütte dient häufig als Ort für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen und kann für private Feiern oder Picknicks gemietet werden.
Kirchen, Mühlen und dörfliche Bauwerke
Die Kirche St. Georg in Sveti Jurij hat ihren Ursprung im 12. oder 13. Jahrhundert. Das heutige Gotteshaus bewahrt das ursprüngliche Presbyterium, also den Chorraum, und den ursprünglichen Glockenturm. Die Kirche St. Helena in Pertoča wird in historischen Quellen erstmals 1425 erwähnt. Ihr Presbyterium wurde 2009 nach den Vorstellungen von Marko Ivan Rupnik renoviert. Dabei entstanden unter anderem ein neuer Altar, ein Ambo, ein Taufbecken und ein Tabernakel; gemeinsam mit einem Mosaik bilden sie ein religiös und symbolisch geprägtes Ensemble.
Die Binkoštna Church in Nuskova ist ein bedeutender Teil des religiösen und kulturellen Erbes der Gemeinde Rogašovci. Ihre Gemeinschaft geht auf 1939 zurück, als dort erstmals ein religiöser Gottesdienst stattfand, und zählt zu den ältesten Pfingstgemeinschaften Sloweniens. Die Kirche bietet Besuchern die Möglichkeit, das vielfältige religiöse und kulturelle Erbe von Goričko kennenzulernen.
In Ocinje steht auf dem Friedhof ein hölzerner Glockenturm, der zu den am besten erhaltenen Beispielen des baulichen Erbes in Pomurje gehört. Er wurde schätzungsweise um 1750 erbaut und 2000 in seiner ursprünglichen Gestalt restauriert. Der Farovški vodnjak in Sveti Jurij ist ein bedeutendes erhaltenes Denkmal des örtlichen Kulturerbes und ein gut erhaltenes Beispiel traditioneller dörflicher Architektur. 2010 wurde er umfassend restauriert; nach Einschätzung der Einheimischen ist er mehr als 100 Jahre alt.
Auch die Mühlengeschichte ist in Rogašovci konkret greifbar: Dajčev mlin in Sotina ist ein Komplex aus einem mehrstöckigen Walzenmühlengebäude und einem ebenerdigen Sägewerk an der Ledava. Bis 1959 wurde die Anlage mit Wasserkraft beziehungsweise Wasserturbinen betrieben; anschließend wechselte sie auf elektrischen Antrieb. So stehen in den Orten unterschiedliche historische Zeugnisse nebeneinander: Sakralbauten, dörfliche Architektur und ein Mühlenkomplex mit seiner eigenen Technikgeschichte.
Einen Schwerpunkt für den Aufenthalt wählen
Eine Verbindung beider Interessen bietet die Vrbova pot, die an der Kirche St. Helena vorbeiführt. So können Sie die Auswahl Ihrer Besuche an einem konkreten Wegbezug oder an den eigenständigen Kulturstätten ausrichten.
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