Zum Inhalt

Slunečná brána, ein großes Sandstein-Felsfenster in einer kleinen Felsenstadt, liegt in der näheren Umgebung von Bynovec. Ein grün markierter Wanderweg führt von Bynovec zu den Sandsteinformationen. Zugleich reicht die Geschichte des Ortes von einer ursprünglich deutschen Rodungssiedlung, deren Gründung vermutlich ins 13. Jahrhundert datiert wird, bis zum Schlossbau um 1700.

Landschaft und Wege

Das gesamte Gemeindegebiet von Bynovec liegt im Landschaftsschutzgebiet Labské pískovce. Östlich des Ortes befindet sich das Naturreservat Čabel; Bynovec selbst liegt im Tal des Bynovecký potok. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche räumliche Bezüge: den Schutzstatus des Gemeindegebiets, die Lage des Reservats östlich des Ortes und die Tallage Bynovecs.

Ein etwa 10 km langer Rundweg führt von Bynovec über Slunečná brána nach Děčín und über Růžová vyhlídka zurück. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Bedingungen. Die Sandsteinformationen bei Slunečná brána sind von Bynovec aus außerdem über den grün markierten Wanderweg erreichbar.

Für eine längere Radstrecke führt eine etwa 40 km lange Route von Děčín nach Hřensko über Janov, Arnoltice und Bynovec weiter bis Slunečná brána. Sie ist mittelschwer und erfordert ein Mountainbike. Da sich die Oberflächenbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor der Abfahrt. Die beiden Strecken unterscheiden sich damit deutlich: Der Rundweg führt als Wanderung zurück nach Bynovec, während die Radroute Děčín und Hřensko verbindet und eine Mountainbike-Anforderung mit sich bringt.

Eine Wanderung nach Labská Stráň führt zunächst mit den Buslinien 432 oder 435 nach Bynovec und anschließend auf dem roten Wanderweg weiter. Prüfen Sie vor der Anreise den Fahrplan.

Schlossgeschichte und historische Bildwerke

Das Schloss Bynovec entstand um 1700 am Standort eines früheren Hofes an der Nordseite des Ortes. Der barocke Bau wurde 1703 bis 1709 errichtet, vermutlich auf Veranlassung von František Karel Clary-Aldringen als einflügelige Sommerresidenz. Zum historischen Schlosskomplex gehörten eine überwölbte Kapelle und ein Ziergarten mit Brunnen. Vom Schloss führte einst eine etwa vier Kilometer lange Allee bis zum Belveder.

Die lebensgroße Sandsteingruppe der Pietà stammt aus dem Jahr 1734 und steht heute in Bynovec; zuvor befand sie sich in einem Kiefernwald an der Straße nach Růžová. Die Kalvariengruppe wird anhand des Chronogramms am Sockel und der Gemeindeschronik auf 1764 datiert. Die barocke Sandsteinskulptur der Immaculata in der Ortsmitte ist ein Kulturdenkmal. Laut einer historischen Beschreibung vermerkte eine heute nicht mehr vorhandene Tafel ihre Aufstellung zur Verehrung der heiligen Maria am 6. Oktober 1724.

Auch die Bildsäule Boží muka trägt eine Jahreszahl: In ihren unteren Teil ist 1812 eingraviert. Die sogenannten Steinkreuze an der 1923 angelegten Kreisstraße von Bynovec nach Růžová stammen aus dem Jahr 1778. Zusammen mit der Schlossgeschichte zeigen diese Datierungen, dass Bynovec nicht nur durch seine Lage, sondern auch durch unterschiedliche historische Zeitspuren geprägt ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Nová Chribská, Malá Veleň, Lobendava, Studanka U Varnsdorf, Líska, Dolní Podluží, Nové Hrabecí, Starý Šachov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Děčín.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.