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Die Lipská hora ist ein 689 Meter hoher, teilweise bewaldeter Phonolithberg bei der Siedlung Lipá. Natur und Dorfgeschichte setzen in Lipá unterschiedliche Akzente: Am Berg stehen geschützte Fels-, Schutt- und Waldlebensräume im Mittelpunkt, im Ort erzählen die Dorfplatzanlage und kirchliche Bauwerke von verschiedenen Epochen. So können Sie den Naturraum und die Ortsgeschichte als getrennte Themen oder als unterschiedliche Schwerpunkte eines Aufenthalts betrachten.

Fels- und Waldlebensräume an der Lipská hora

Das Naturschutzgebiet Lipská hora schützt Phonolithfelsen und Schutthalden. Zu den geschützten Lebensräumen gehören Schuttwälder, wärmeliebende Eichenwälder sowie die Vegetation an Felsen und Schutthalden. Damit werden unterschiedliche Standorttypen erkennbar: Waldgesellschaften stehen neben Lebensräumen auf felsigem und steinigem Untergrund. Die mächtigen, plattig abgesonderten Felsen am Gipfel bieten den geschützten Pflanzen Bärentraube und Graue Nelke Lebensraum. Plattig abgesondert bedeutet, dass die Felsen in Platten gegliedert sind.

Weg zum Gipfel

Zum Gipfel der Lipská hora zweigt an der höchsten Stelle des rot markierten Weges zwischen Medvědice und Lhota ein unmarkierter Weg ab. Der Wechsel von markierter Route zu unmarkiertem Weg ist der entscheidende Orientierungspunkt für die Wegplanung.

Dorfgeschichte und Kirche

Die erste schriftliche Erwähnung von Lipá stammt aus dem Jahr 1352. Die Dorfplatzanlage weist eine Gestaltung auf, die für die Zeit um den Übergang vom 13. zum 14. Jahrhundert typisch ist. Schriftliche Nennung und Platzform eröffnen zwei verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte: die frühe Erwähnung und die charakteristische Anlage des Dorfplatzes.

Die Kirche St. Bartholomäus ist eine Filialkirche der Pfarrei Sutom. Sie stammt aus dem Jahr 1363, war ursprünglich gotisch und wurde 1788 im spätbarocken Stil umgebaut. An einem Gebäude lassen sich so eine gotische Entstehungszeit und ein späterer Umbau unterscheiden. Die Kirche ist nicht zugänglich; regelmäßige Gottesdienste finden dort nicht statt.

Zum Kirchenensemble gehört ein Glockenturm. Die Glocke aus dem Jahr 1576 trägt tschechische Inschriften und befindet sich derzeit in einem Depot. Da sich die Depotaufbewahrung ändern kann, prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Stand. An einer Kreuzung in Lipá befindet sich der Reliefsockel einer barocken Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Die Statue selbst ist beschädigt und wird in einem Depot verwahrt. Der Friedhof von Lipá ist von einer Umfassungsmauer eingefasst.

Anreise nach Lipá

Die Anfahrt nach Lipá ist über die Straße I/15 von Podsedice oder Třebenice sowie über die I/8 von Režný Újezd oder Velemín möglich. Öffentliche Verkehrsverbindungen nach Lipá bestehen von Lovosice aus nur an Werktagen. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchten, prüfen Sie vorab den Fahrplan und richten Sie den Reisetag nach dieser Werktagsbegrenzung aus.

Weitere Reiseziele entdecken: Černouček, Encovany, Petrikovice, Vlastislav, Chudoslavice, Malíč, Ploskovice, Roudnice Nad Labem.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Litoměřice.

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