Stará Říše bietet einen kulturhistorischen Zugang über die barocke Allerheiligenkirche, kleine religiöse Bauwerke und eine eigenständige Literaturgeschichte. Dazu kommt im weiteren Gebiet eine ausgewogene Mischung aus landwirtschaftlich genutzten Flächen und Wald. Der Tourismus im Gebiet ist hauptsächlich auf den Radtourismus ausgerichtet. Bei der Reiseplanung können Sie daher zwischen der Ortsgeschichte und einer stärker auf das Gebiet bezogenen Perspektive unterscheiden.
Kirche und Ortsgeschichte
Die heutige Allerheiligenkirche ist eine barocke Pfarrkirche an einer Straße. 1758 wurde sie an der Stelle der früheren St.-Petri-Kirche errichtet, die beim Brand des Ortes zerstört worden war. Zur Kirche gehört die Statue des hl. Johannes Nepomuk; die Allerheiligenkirche mit der Statue ist als Kulturdenkmal unter der Kennnummer ÚSKP 18609/7-5216 erfasst. Gegenüber der Kirche steht ein 1758 errichtetes barockes Pfarrhaus. Die Jahreszahl verbindet die Errichtung des Pfarrhauses mit dem Neubau der Kirche am Standort von St. Petri.
Josef Florian gründete in Stará Říše den Verlag Dobré dílo. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs war der Ort zu einem Zentrum des poetischen und bildnerischen Expressionismus geworden. Diese Aspekte geben der Kulturgeschichte eine literarische und eine kunsthistorische Seite: Die Verlagsgründung verweist auf publizistische Arbeit, die historische Rolle des Expressionismus auf Poesie und bildende Kunst. Für Reisende mit Interesse an Literatur oder Kunst ergänzt diese Geschichte die sakralen Bauwerke um einen weiteren kulturellen Schwerpunkt.
Religiöse Kleindenkmäler
Beim Haus Nr. 144 steht die freistehende Nischenkapelle Poklona, die aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt. Am Ortsrand steht ein barocker Bildstock mit der Datierung 1715. Er besitzt eine vierseitige Kapelle mit flachen Nischen und einer pyramidenförmigen Bekrönung. Die Beschreibung macht auch den Aufbau fassbar: Die Kapelle hat vier Seiten, die flachen Nischen gliedern sie, und die Bekrönung bildet den pyramidenförmigen Abschluss. Die Datierungen ermöglichen einen konkreten zeitlichen Vergleich zwischen der Kapelle aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem Bildstock von 1715.
Landschaft, Rad und Anreise
Im Gebiet von Stará Říše sind landwirtschaftlich genutzte Flächen und Waldflächen ausgewogen vertreten. Zahlreiche kleinere Wasserläufe entspringen dort; Wasserflächen gibt es ebenfalls. Die Ortsgeschichte wird an einzelnen Bauwerken greifbar, während diese Flächen- und Gewässermerkmale das Gebiet als Ganzes beschreiben. Wenn Sie neben Kultur auch die ländliche Umgebung in Ihre Reiseentscheidung einbeziehen möchten, hilft diese Unterscheidung bei der Schwerpunktsetzung.
Der Tourismus im Gebiet von Stará Říše ist hauptsächlich auf den Radtourismus ausgerichtet. Damit kommen unterschiedliche Schwerpunkte für den Aufenthalt zusammen: die Bau- und Literaturgeschichte des Ortes sowie die touristische Radreise-Ausrichtung des Gebiets. Sie können abwägen, ob beides zu Ihrer Reiseidee gehört oder ob Sie eines davon stärker gewichten möchten.
In Stará Říše kreuzen sich die Straße I/23 Dráchov–Brno und die Straße II/407 Hladov–Dačice. Der öffentliche Verkehr wird durch Linienbusse gewährleistet. Wenn Sie mit dem Bus planen, prüfen Sie die Fahrzeiten für Ihren Reisetag.
Hotels passend zum Aufenthalt suchen
Wenn Sie nach Hotels in Stará Říše suchen, beginnen Sie mit dem Schwerpunkt Ihres Aufenthalts: Soll die Ortsgeschichte im Mittelpunkt stehen, oder möchten Sie auch den Radreise-Schwerpunkt des Gebiets einbeziehen? Vergleichen Sie Angebote danach, welche Lage zu Ihren eigenen Plänen passt, und prüfen Sie die Verfügbarkeit für Ihre Reisedaten.
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