Ein guter Einstieg in Dehtáře sind zwei konkrete Ortsmerkmale: die Kapelle, die den Dorfplatz prägt, und die Teiche, von denen der Onšovický potok zum Jankovský potok fließt. Zusammen führen sie von einem markanten Platz über einen Wasserlauf zur weiteren Landschaft.
Ortsgeschichte und Namensherkunft
Dehtáře ist seit 1379 schriftlich belegt. Die Siedlung entstand durch innere Kolonisation auf zuvor bewaldetem Land. Auch der Name bietet einen eigenen Zugang: Er wird mit Bewohnern in Verbindung gebracht, die Teer herstellten. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, findet damit mehr als eine Jahreszahl: Neben dem ersten schriftlichen Nachweis stehen die Entstehung des Siedlungsraums und die Verbindung zur Teerherstellung. Das sind unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschichte des Ortes.
Kapellen mit eigenen Bauzeiten
Die Kapelle in Dehtáře prägt den Dorfplatz. Sie stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und wurde 2016 instand gesetzt. In Onšovice stammt die Kapelle des heiligen Wenzel aus dem Jahr 1861; die Kapelle in Milotice wird auf die Mitte des 19. Jahrhunderts datiert. Im zeitlichen Vergleich ist die Kapelle in Dehtáře später einzuordnen als die beiden anderen genannten Kapellen. Die Jahresangaben helfen, die Baugeschichte der jeweiligen Orte auseinanderzuhalten.
Auch die unterschiedlichen Rollen der Daten sind für einen Vergleich wichtig: 1379 bezeichnet den schriftlichen Nachweis von Dehtáře; 1861, die Mitte des 19. Jahrhunderts und das frühe 20. Jahrhundert sind Bauzeitangaben für die genannten Kapellen. 2016 steht dagegen für die Instandsetzung der Kapelle in Dehtáře. So lassen sich schriftliche Überlieferung, Bauzeit und spätere Arbeit an einem Bauwerk getrennt betrachten.
Wasserläufe und Landschaftsgrenzen
Der Onšovický potok fließt von den Teichen bei Dehtáře zum Jankovský potok und mündet bei Milotice in diesen. Der größere der beiden Teiche unterhalb von Onšovice heißt Onšovický rybník. Damit sind sowohl ein einzelnes Gewässer als auch ein benannter Wasserlauf Teil der lokalen Orientierung: Der Teich lässt sich innerhalb der beiden Teiche unterhalb von Onšovice einordnen, der Bach durch seinen Verlauf bis zum Zusammenfluss bei Milotice.
Der mit Dehtáře verbundene Jankovský potok ist als nationales Naturdenkmal ausgewiesen. Die Želivka und der Sedlice-Stausee bilden die westlichen und nördlichen Grenzen der Katastergebiete von Dehtáře. Das sind unterschiedliche Arten von geografischen Bezugspunkten: Beim Jankovský potok geht es um eine Schutzgebietsausweisung, bei Želivka und Sedlice-Stausee um Grenzen der Katastergebiete. Für die Orientierung hilft es, Schutzstatus und Grenzverlauf getrennt einzuordnen.
Orientierung für Ihre Reiseplanung
Die vier Ortsteile von Dehtáře liegen nahe der I/34 auf der Strecke zwischen Pelhřimov und Humpolec. Außerdem führt eine rot markierte Wanderroute durch Dehtáře. Die Angaben geben unterschiedliche Anhaltspunkte für Ihre Planung: Die Straße verortet die Ortsteile entlang einer benannten Strecke, die Route betrifft eine Wanderung durch den Ort. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Routenverlauf. Wenn Sie Dehtáře als Übernachtungsziel erwägen, gleichen Sie die konkrete Unterkunftsadresse mit Ihren Plänen ab; der Ortsüberblick hilft zunächst bei der Wahl des Ziels.
Weitere Reiseziele entdecken: Chyšná, Krasíkovice, Střítež Pod Křemešníkem, Kejzlice, Sudkuv Dul, Čejov, Křešín, Lukavec.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Pelhřimov.