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Schlossarchitektur und zwei Sakralbauten aus unterschiedlichen Epochen geben Myslibořice einen markanten kulturhistorischen Schwerpunkt. Für einen Aufenthalt eröffnet das mehrere Blickwinkel: Sie können barocke Bauformen neben älteren Spuren betrachten, die Kirchenarchitektur vergleichen und die Geschichte der Teichlandschaft einbeziehen.

Schlossarchitektur und Park

Schloss Myslibořice ist ein barockes, dreiflügeliges, zweigeschossiges Gebäude in U-Form. Es steht an der Stelle einer ehemaligen Festung aus dem 14. Jahrhundert. Die frühere Festung und die barocke Form des Schlosses markieren unterschiedliche Zeitebenen des Ortes. Die drei Flügel, ihre U-Form und die zwei Geschosse geben der Anlage eine klar beschriebene architektonische Gestalt.

Auch der Schlosspark trägt zum Kulturthema bei: Er ist als Kulturdenkmal eingetragen und war ursprünglich von einem Auwald geprägt. Damit steht neben dem Schlossbau auch die historische Landschaftsgestalt im Blick. Die Parkgeschichte ergänzt die Architektur um einen eigenen Aspekt, ohne dass beide dasselbe erzählen.

Kirche des heiligen Lukas

Die Kirche des heiligen Lukas besitzt einen erhaltenen gotischen Kern aus dem 13. Jahrhundert und eine bemerkenswerte barocke Fassade. Die beiden Merkmale machen verschiedene Bauzeiten an einem Gebäude erkennbar. Zu den bemerkenswerten Details gehören außerdem die Glocken aus den Jahren 1550 und 1609. Vor der Kirche stehen vier barocke Statuen: die des heiligen Florian, des heiligen Johannes von Nepomuk, des heiligen Alois und des heiligen Franziskus.

Zum geschützten Areal der Kirche gehören die Kirche selbst, die Friedhofsmauer, der Grabstein von Josef Suk und die Grundstücke des Areals. Wenn Sie sich für Denkmalpflege und Baugeschichte interessieren, bietet diese Zusammenstellung mehr als eine einzelne Fassade: Gebäude, Friedhofsmauer, Grabstein und zugehörige Grundstücke sind gemeinsam Teil des geschützten Bereichs.

Kapelle St. Tekla

Die Kapelle St. Tekla ist ein barockes Kirchlein am Hang und von einem Friedhof umgeben. Im Giebelfeld befindet sich eine Stucktafel mit der Jahreszahl 1755, die einen konkreten zeitlichen Anhaltspunkt für die Betrachtung des Bauwerks liefert. So lässt sich die Kapelle nicht nur über ihre barocke Einordnung, sondern auch über ein genau datiertes architektonisches Detail beschreiben.

An der Südseite der Kapelle entspringt am Hang eine Quelle mit sauberem, als gesund bezeichnetem Wasser. Die Quelle wird vom hydrometeorologischen Institut überwacht. Kapelle, Friedhof und Quelle verbinden hier sakrale Architektur mit einem örtlichen Naturmerkmal.

Landschaft, Teiche und Anreise

Das Gebiet von Myslibořice und seiner Umgebung gehört geomorphologisch zur Českomoravská vrchovina; der größere Teil entfällt auf die Jevišovická pahorkatina. Die durchschnittliche Höhenlage beträgt 483 Meter. Zu den bedeutenden Erhebungen zählen Stříbrná mit 531 Metern und Svatocheň mit 523 Metern. Na Skalním ist mit 556 Metern die höchste Erhebung. Eine große Zahl an Teichen ist typisch für die Region.

Auch eine archäologische Fundgeschichte gehört zu diesem Landschaftsbezug. Im April 2007 wurde am Grund des Teichs von Myslibořice der Fund einer prähistorischen Siedlung gemeldet. Laut dem Archäologen Milan Vokáč vom Muzeum Vysočiny handelt es sich um die erste in der Region Vysočina freigelegte neolithische Siedlung. Diese Einordnung bleibt an die damalige Meldung und die Einschätzung des Archäologen gebunden.

Für die Anreise verbindet die öffentliche Buslinie 796482 Třebíč mit Myslibořice, Biskupice-Pulkov, Rouchovany und Tavíkovice. Der Fahrplan gilt vom 14. Dezember 2025 bis zum 12. Dezember 2026. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt, damit Sie Ihre Anreise anhand der für diesen Zeitraum angegebenen Verbindung planen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Hroznatín, Hornice, Lesůňky, Ostašov, Radkovice U Hrotovic, Moravské Budějovice, Budkov, Radošov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Třebíč.

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