Habakladrau (Ovesné Kladruby) liegt am Fuß des Podhorní vrch. Geschützte Moorlandschaft und ein erloschener Vulkan geben der Umgebung zwei unterschiedliche Naturthemen. Hinzu kommen Kirchen, ländliche Architektur und Erinnerungsorte aus verschiedenen Epochen. Wer sich für den Ort entscheidet, findet damit sowohl konkrete Naturziele als auch eine vielschichtige Ortsgeschichte.
Moor, Berg und besondere Naturformen
Der Podhorní vrch ist 847 Meter hoch und wird als höchster Berg der Tepelská vrchovina beschrieben. Zugleich ist er ein erloschener Vulkan. Bei Ovesné Kladruby liegt PP Podhorní slatě, wo sich einige der am besten erhaltenen Komplexe von Feucht- und Moorvegetation im Landschaftsschutzgebiet Slavkovský les befinden. Mehrere Orchideen wachsen dort ebenso wie Wald-Läusekraut und das seltene Sumpf-Läusekraut. Auch zahlreiche geschützte Vogel- und Schmetterlingsarten leben im Schutzgebiet.
Eine von der AOPK für ihr Naturprogramm 2026 ausgewiesene Route zu PP Podhorní slatě beginnt am Bahnhof Ovesné Kladruby und ist etwa vier Kilometer lang. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegverhältnisse.
Ein anderes Naturthema sind die Milhostovské mofety. Sie liegen im Katastergebiet von Ovesné Kladruby und sind ein geschütztes Naturdenkmal zum Schutz schwefelhaltiger Gasaustritte. Die kreisförmigen Krater sind meist höchstens 0,5 Meter tief; aus ihnen treten schwefelhaltige Gase aus. Zu den Mofety führt eine 2,5 Kilometer lange, gelb markierte örtliche Route. Im Vergleich dazu beginnt die Route zu Podhorní slatě am Bahnhof und ist etwa vier Kilometer lang: Die beiden Angaben beschreiben also unterschiedliche Wege zu unterschiedlichen Naturzielen. Bei den Mofety sollten Sie örtliche Sicherheitshinweise beachten und die Wegverhältnisse vorab prüfen.
Kirchen, Höfe und Erinnerungsorte
Die Kirche St. Lawrence wurde 1747–1748 in ihre heutige Form umgebaut. Sie ist eine einschiffige Barockkirche mit rechteckigem Grundriss und prismatischem Turm und steht am Ort eines älteren Sakralbaus, der niederbrannte. Eine andere Bauform zeigt das einstöckige Pfarrhaus: Antonín Thurner aus dem Kloster Teplá errichtete es 1830 nach dem Vorbild barocker Wirtschaftshöfe. Die beiden Gebäude verweisen damit auf unterschiedliche architektonische Gestaltungen, ohne dass ihre Geschichte auf dasselbe Bauwerk zurückgeht.
Auch das Kriegerdenkmal verbindet bauliche Einzelheiten mit Ortsgeschichte. Seine ursprüngliche Inschrift wurde wiederhergestellt; hinzu kommen Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs und wieder eine Adlerskulptur. Zur Bildungsgeschichte gehört die Gemeindeschule, die auch Milhostov und Vysočany diente und drei Klassen mit 120 Schülern hatte. Diese Angaben ergänzen die Sakral- und Baugeschichte um öffentliche Erinnerung und Unterricht im Ort.
Das steinerne Renaissance-Bildstöckchen bei Ovesné Kladruby wurde um 1600 an einer Wegkreuzung an der Straße zum ehemaligen Richtplatz auf der Anhöhe Am Galgen errichtet. Es befindet sich in schlechtem Zustand. Seine Kapelle enthält Reliefs der Auferstehung Jesu Christi, der Kreuzigung Jesu Christi mit der Kalvariengruppe und der Geißelung Christi. Ein anderes, knapperes Erinnerungszeichen ist das Sühnekreuz an der Straße von Ovesné Kladruby nach Mrázov: Es trägt weder Inschrift noch Relief.
Zur ländlichen Architektur zählt außerdem das Anwesen „Venkovská usedlost“. Es stammt aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts und gilt als außergewöhnliches Beispiel eines ländlichen Wohnsitzes mit Arkade. Zusammen mit dem Pfarrhaus zeigt es, wie unterschiedlich historische Bauformen in den Ortsbeschreibungen erscheinen: hier ein einstöckiges Gebäude nach dem Vorbild barocker Wirtschaftshöfe, dort ein Anwesen, dessen Arkade sein besonderes Merkmal ist.
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