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Kirche, Säulen und historische Wohnhäuser geben Gossengrün (Krajková) mehrere Zugänge zur Ortsgeschichte. Dabei stehen unterschiedliche Fragen im Mittelpunkt: Wie entwickelte sich ein Sakralbau über mehrere Jahrhunderte, woran erinnern die Säulen und welche kulturellen Spuren hinterließen Bau- und Ortsgeschichte? Eine ebenfalls empfohlene Radroute setzt einen anderen Akzent. So können Sie zwischen historischen Bauwerken und einer Radroute als unterschiedlichen Reiseinteressen wählen.

Die Kirche und ihre Baugeschichte

Die erste schriftliche Erwähnung der Kirche „Kostel sv. Petra a Pavla“ stammt aus dem Jahr 1357; ihre Ursprünge sind gotisch. Im 16. Jahrhundert wurde sie im Renaissancestil erneuert, im 19. Jahrhundert erhielt sie einen neuen Turm. Die Baugeschichte umfasst damit mehrere klar unterscheidbare Abschnitte statt eines einzigen Entstehungszeitpunkts. Zur Ausstattung gehören ein Rokokoaltar mit Akanthusornamenten und eine meisterhafte Holzschnitzarbeit italienischer Herkunft aus dem 18. Jahrhundert. Für kulturinteressierte Reisende verbindet die Kirche so Baugeschichte mit kunsthandwerklichen Details.

Säulen und historische Häuser

Unterhalb der Kirche steht die Mariensäule. Gräfin Marie Polixena z Písnice stiftete sie der Stadt 1701; 1922 wurde die Säule erneuert. An der Straße von Krajková nach Květná steht außerdem eine Pestsäule, die an die Epidemie von 1680 erinnert. Eine örtliche Firma reparierte sie 2008 und richtete sie vollständig auf. Die beiden Säulen lassen sich nach ihrem Anlass unterscheiden: Stiftung auf der einen, Gedenken an die Epidemie auf der anderen.

In Krajková sind mehrere wertvolle Fachwerk- und Bohlenhäuser im Stil des oberen Ohře-Gebiets erhalten. Sie wurden nach dem Ortsbrand von 1807 errichtet; dazu gehört der Haasův dvůr, Hausnummer 145. Im Vergleich zur Kirche mit ihren älteren und späteren Bauphasen markieren die Wohnhäuser eine eigene Wiederaufbauzeit nach dem Brand.

Kapelle, Spitzenherstellung und Radroute

Die Svatojánská kaplička ergänzt die sakrale Baugeschichte: Ihr Bau wurde 1761 durch Julius Heinrich von Pissnitz ermöglicht. Eine andere kulturelle Spur ist die Spitzenherstellung. Ihre Tradition entwickelte sich nach dem Niedergang des Bergbaus und spiegelt sich im heutigen Namen des Ortes wider. So umfasst die Ortsgeschichte neben Bauwerken auch eine Handwerkstradition, die nach dem Bergbau entstand.

Die Route „Ve stopách Habartovského pochodu“ ist 21,7 km lang, verläuft überwiegend auf befestigten Wegen und wird auch für Fahrradtouren empfohlen. Für Reisende, die neben Bau- und Ortsgeschichte eine Radoption suchen, ist sie ein eigener, durch Länge und Wegebeschaffenheit beschriebener Akzent.

Anreise zur Kirche

Die Kirche „Kostel sv. Petra a Pavla“ erreichen Sie von Sokolov aus mit den Buslinien 480570 und 480580. Außerdem liegt der Bahnhof Hřebeny 2,5 km entfernt an der Bahnstrecke 145 zwischen Sokolov und Kraslice. Wenn Sie Bus oder Bahn einplanen, prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Schönfeld, Zwodau, Königsberg A. D. Eger, Unterreichenau, Neudorf Bei Tepl, Lanz, Königswerth, Podstrani.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Falkenau An Der Eger.

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