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Zwei Rundwege, ein öffentlich zugänglicher botanischer Garten und archäologische Spuren geben Dallwitz (Dalovice) verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Besuch. Die Ortsdetails lassen sich dabei gut nach eigenen Interessen ordnen: Möchten Sie auf dem Lehrpfad alle Stationen passieren, sich für Pflanzen interessieren oder die Bau- und Ortsgeschichte erkunden?

Lehrpfad Dalovice: zwei Rundwege

Der Lehrpfad Dalovice bietet zwei Rundwege. Der längere führt an allen zehn Stationen vorbei; der kürzere lässt eine Station aus und verläuft durch das Ortszentrum. Die Wahl hängt damit an zwei konkreten Unterschieden: an der vollständigen Folge der Stationen und am Verlauf durch das Zentrum. Wer alle zehn Stationen einbeziehen möchte, wählt die längere Runde. Für eine Variante mit Ortszentrum ist der kürzere Rundweg die entsprechende Option.

Schlosspark und botanischer Garten

Der Schlosspark von Dalovice, das Neue Schloss und die Büste von K. T. Körner bilden seit 1958 ein eingetragenes unbewegliches Kulturdenkmal. Die Registriernummer lautet 38621/7-779. Im Schlosspark steht außerdem ein Aussichtspavillon. Von dort reicht der Blick in das Tal der Ohře und auf Drahovice, einen Stadtteil von Karlovy Vary. Auch die geschützte Körner-Eiche befindet sich im Schlosspark; ihr Alter wird auf 700 bis 900 Jahre geschätzt.

Der Botanische Garten Dalovice setzt einen anderen Schwerpunkt. Seine Sammlung regionaler Flora aus dem Karlovarský kraj umfasst etwa 170 Pflanzenarten. Daneben gibt es eine Sammlung mit 40 Arten landwirtschaftlicher Kulturpflanzen des Freilandes. Die beiden Sammlungen bieten unterschiedliche Blickwinkel auf Pflanzen: regionale Flora auf der einen, angebaute Kulturpflanzen auf der anderen Seite. Der Garten ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Archäologische Funde und Baugeschichte

Das Tvrziště in Dalovice umfasst die Überreste einer gotischen Festung. Dort werden auch die Fundamente eines quadratischen Wohnturms in situ präsentiert. Bei Ausgrabungen kamen Keramik aus der Jungsteinzeit, etwa 5.000 v. Chr., und weitere Kleinfunde aus unterschiedlichen Epochen bis in die Neuzeit zutage. Die Funde reichen somit zeitlich weit über die mittelalterliche Festung hinaus.

Eine weitere Baugeschichte ist mit dem Starý zámek verbunden: Er begann als Renaissance-Festung aus dem frühen 16. Jahrhundert. Nach einem Brand im Jahr 1899 wurde er zu einem pseudobarocken Schloss umgebaut. Die pseudoromanische Kirche „Panny Marie Utěšitelky“ wurde 1929 erbaut; ihre Vorhalle bildet die ehemalige Gemeindekapelle. Auch die Porzellanfabrik erzählt von einem Wandel: Ihre ursprünglich auf Steinzeug ausgerichtete Produktion wurde um 1830 zunehmend um die Herstellung von Porzellan erweitert.

Wanderung zur Körner-Eiche

Zur Körner-Eiche führt von der Hauptpost aus eine gelb markierte Wanderroute. Die Wanderung ist etwa 3,1 Kilometer lang und dauert rund 47 Minuten. Diese Angaben vermitteln den zeitlichen Rahmen für den Weg zum Baum; Wegbedingungen können sich ändern, daher lohnt es sich, sie vor dem Aufbruch zu prüfen. Die Körner-Eiche ist frei zugänglich, wobei sich auch ihr Zugangsstatus ändern kann. Botanischer Garten, Schlosspark und Wanderung zur Eiche bieten damit jeweils einen eigenen Anlass, die Dallwitzer Ortsdetails zu erkunden.

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