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Wer Gießhübel B. Buchau für Kulturgeschichte oder eine Radtour in Betracht zieht, findet unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Schloss Kysibl steht für mehrere Bauphasen, während zwei Radwege durch das Verwaltungsgebiet der Gemeinde Stružná verlaufen. Dazu kommen einzelne Denkmale mit eigenen Datierungen sowie ausgewiesene Natur- und Landschaftsbezüge. Für die Planung lohnt es sich, diese Themen getrennt zu betrachten: Die Radrouten sind anhand ihrer Streckenorte zu unterscheiden; die historischen Orte erzählen jeweils einen eigenen Abschnitt der Ortsgeschichte.

Schloss Kysibl: Bauphasen und Denkmalschutz

Schloss Kysibl in Stružná wurde vor 1598 errichtet. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde es zu einem weitläufigen dreiflügeligen Barockbau erweitert; 1876–1877 erfolgte der Umbau zu einem pseudorenaissancezeitlichen Palast. Damit lässt sich die Baugeschichte in Errichtung, barocker Erweiterung und späterem Umbau gliedern, statt das Gebäude nur einer Epoche zuzuschreiben. Seit dem 3. Mai 1958 steht das Schloss unter Denkmalschutz. Dieser Zeitpunkt setzt einen eigenen Bezugspunkt neben die Bauphasen: Er betrifft die Schutzstellung, nicht den Zeitpunkt der Errichtung.

Weitere Denkmale im Gemeindegebiet

Am nordwestlich von Stružná gelegenen Friedhof wurde 1926 die Friedhofskapelle des heiligen Josef mit angeschlossener Leichenhalle errichtet. Ihre Datierung und benannte Funktion machen sie zu einem klar umrissenen Teil der Ortsgeschichte. Die spätbarocke Sandsteinstatue des heiligen Johannes von Nepomuk bildet dazu einen anderen Denkmaltyp: Sie wurde 2018 vollständig restauriert und ist frei zugänglich. Wenn Sie die Statue einplanen, prüfen Sie den Zugang vor Ihrer Reise erneut.

Auch das eiserne Kreuz bei Stružná verbindet eine ältere und eine neuere Zeitstufe. Es wurde 1874 an der Stelle eines älteren Kreuzes in einer Allee etwa 550 Meter südöstlich der Gemeinde errichtet. Zwischen 2017 und 2020 wurde auf dem zuvor versetzten Sockel ein neues gusseisernes Kreuz angebracht. Die beiden Zeitangaben unterscheiden die ursprüngliche Errichtung von der späteren Anbringung eines neuen Kreuzes. Eine weitere, deutlich ältere Zeitschicht betrifft die gotische Wasserburg, die sich vermutlich aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Bereich des Teichs am Hang im östlichen Teil von Stružná befand. Ihre Datierung bleibt ausdrücklich wahrscheinlich.

Radrouten und überregionale Orientierung

Radweg 2249 verläuft durch das Verwaltungsgebiet von Stružná auf der Strecke Šemnice – Dubina – Vojenský újezd Hradiště – Žalmanov – Horní Tašovice – Luka – Valeč. Radweg 2288A führt von Horní Tašovice rozcestí über Tašovický mlýn nach Dlouhá Lomnice. Die genannten Ortsfolgen helfen, die beiden Routen auseinanderzuhalten. Vergleichen Sie sie vor der Tour und prüfen Sie den Routenverlauf vor dem Radfahren. Für die überregionale Orientierung verläuft die wichtige Straße I/6 durch das Verwaltungsgebiet und verbindet Karlovy Vary mit Prag. Vor der Fahrt ist ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage sinnvoll.

Natur- und Landschaftsbezüge

Im Gemeindegebiet liegt das Natura-2000-Gebiet Doupovské hory, ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung mit dem Code CZ0424125. Daneben sind die Činovské louky im Katastergebiet von Stružná als bedeutendes Landschaftselement registriert; betroffen sind die Flurstücke 254/1, 281 und 688/1. Die Bezeichnungen verweisen auf unterschiedliche landschaftliche Bezugspunkte: ein Natura-2000-Gebiet und ein registriertes Landschaftselement. Wenn Sie sich für Natur- und Landschaftsschutz interessieren, können Sie diese Unterschiede bei der Einordnung der Gemeinde berücksichtigen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bergstadt Platten, Pechöfen, Schneidmühl, Theusing, Gießhübl-Sauerbrunn, Engelhaus, Waltsch, Welchau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Karlsbad.

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