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Lišice lässt sich über mehrere historische Zeiträume hinweg entdecken: Bei Vyšehrad liegt ein Wallburggelände aus der späten Bronzezeit und der älteren Eisenzeit, die ehemalige Siedlung Tečmín gehört zu einem späteren Kapitel, und der Maler Vincenc Beneš wurde hier 1883 geboren. Wegbeschreibungen, eine längere Route und das Fest Pálení čarodějnic ergänzen die historischen Themen. So können Sie Ihren Besuch nach Interesse planen, ohne die unterschiedlichen Orte und Zeitbezüge miteinander zu verwechseln.

Hügel und Orientierung

Auf der Strecke von Chlumec nad Cidlinou nach Lišice liegt der 267 Meter hohe Liščí kopec etwa 400 Meter vor dem Ortseingang. Für die Orientierung in Richtung Lišičky führt der Zugang von Lišice über eine Plattenstraße und anschließend über die erste befestigte Abzweigung nach Vyšehrad. Dort steht allein eine ehemalige Försterhütte. Diese Wegpunkte geben eine konkrete Orientierung, während der Hügel auf der Zufahrt aus Richtung Chlumec verortet ist.

Vincenc Beneš und die Ortsgeschichte

Vincenc Beneš, ein Vertreter des tschechischen Kubismus, wurde am 22. Januar 1883 in Lišice geboren. Sein Geburtsort gibt dem Ort einen persönlichen Bezug zur Kunstgeschichte. Anlässlich seines 110. Geburtstags wurde am ehemaligen Lišicer Schulgebäude eine Gedenktafel angebracht, gestaltet vom akademischen Bildhauer Jan Holinka aus Pardubice. Die Erinnerung an Beneš ergänzt die archäologischen Themen um die Biografie eines einzelnen Künstlers.

Vyšehrad und Tečmín: zwei historische Zeitbilder

Das ausgedehnte Wallburggelände bei Vyšehrad wird der späten Bronzezeit und der älteren Eisenzeit zugeordnet und ungefähr ins 7. Jahrhundert v. Chr. datiert. Die archäologischen Untersuchungen begannen 1956. Dabei kamen der ausgedehnte Grundriss eines Oppidums sowie Schmiedeeisenwerkzeuge, Tierknochen, Gebrauchskeramik und verkohlte Balken zum Vorschein. Grundriss, Werkzeuge und Alltagskeramik vermitteln dabei unterschiedliche Aspekte der Anlage und ihrer materiellen Spuren.

Die nahe bei Lišice gelegene ehemalige Siedlung Tečmín ist für den Zeitraum von 1299 bis 1454 überliefert. Zu ihr gehörten drei Teiche und ein befestigter Herrensitz. 1571 wurde Tečmín nur noch als Weideland sowie als Wallburg mit Wällen und Graben erwähnt; als Dorf besteht die Siedlung nicht mehr. Der Gegensatz zwischen Siedlung, Teichen und Herrensitz einerseits und der späteren Beschreibung als Weideland und Wallburg andererseits macht die unterschiedlichen historischen Bezüge anschaulich.

Die Route von Vyšehrad erreicht den Rybník Hejlovec. In der Nähe des Teiches wird vermutlich eine Begräbnisstätte verortet. Die unsichere Lage gehört zu diesem historischen Zusammenhang; die Route selbst führt zum Teich.

Route und praktische Planung

Eine längere Route im Gebiet von Lišice ist ungefähr 20 Kilometer lang. Bei dieser Länge lohnt es sich, sie als eigenen Programmpunkt einzuplanen. Trockene Bedingungen werden empfohlen, da auf Waldwegen Forstmaschinen unterwegs sein können. Der Hinweis betrifft die Streckenbedingungen; eine Gehzeit lässt sich aus der Längenangabe allein nicht ableiten.

Fest und Sportfischerei

Das Fest Pálení čarodějnic wurde in Lišice in drei aufeinanderfolgenden Jahren gefeiert: 2024, 2025 und 2026. Wenn der Termin für Ihre Reise entscheidend ist, prüfen Sie die Veranstaltungsdaten vorab.

Die Farma Lišice liegt am Rand der Gemeinde, nahe der Stadt Chlumec nad Cidlinou, und ist vor allem auf Sportfischerei ausgerichtet. Auf dem knapp vier Hektar großen umzäunten Gelände befindet sich ein 1,25 Hektar großer ehemaliger Sandgrubenteich mit einem Bestand an Trophäenfischen. Wenn Sie die Farma in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie die Betriebsmodalitäten vor dem Besuch.

Weitere Reiseziele entdecken: Holohlavy, Sloupno, Kosičky, Písek, Střezetice, Nechanice, Hlušice, Mokrovousy.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hradec Králové.

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