Zum Inhalt

Střevač bietet mehrere Anknüpfungspunkte für eine Reise mit Kultur und Landschaft im Blick: barocke Denkmale, eine dörfliche Denkmalzone, historische Hof- und Kirchenbauten sowie Amphibienlebensräume. Die Kulturorte verteilen sich auf Střevač, Štidla und Nadslav. Für die Reiseplanung hilft es, zuerst zu entscheiden, ob Baugeschichte, Kulturlandschaft oder Natur den Schwerpunkt bilden soll.

Landschaft zwischen Höhenrücken und Geopark

Střevač liegt zwischen zwei lang gestreckten Höhenrücken. Der nördliche Rücken ist mit Nadelbäumen bewachsen und von Wanderwegen durchzogen. Der östliche und nördliche Teil des Gemeindegebiets liegt im UNESCO-Geopark Český ráj. Die Grenze des Geoparks folgt Straßen der Klassen II und III, die durch Střevač, Nadslav und Štidla verlaufen. Im östlichen Teil des Verwaltungsgebiets erstreckt sich die barock komponierte Landschaft Mariánská zahrada; zu ihr gehören die Siedlungen Střevač, Nadslav und Štidla. Für die Reiseplanung lassen sich diese Landschaftsbezüge unterscheiden: Der Höhenrücken ist durch Nadelwald und Wanderwege geprägt, Mariánská zahrada durch ihre barocke Gestaltung.

Der Teich Mordýř und die angrenzenden Feuchtwiesen bieten Lebensraum für Rotbauchunken und weitere Amphibien. Ein weiterer Naturbezug ist das Naturdenkmal Nadslav, das den Lebensraum der stark gefährdeten Rotbauchunke (Bombina bombina) schützt. Damit stehen unterschiedliche Naturthemen im Blick: Lebensräume am Teich und in den Feuchtwiesen sowie der Schutz der stark gefährdeten Art.

Dorfdenkmale und Barock in Štidla und Střevač

Die dörfliche Denkmalzone Štidla wurde durch die Verordnung des tschechischen Kulturministeriums Nr. 413/2004 Sb. vom 24. Juni 2004 ausgewiesen; die Ausweisung ist seit dem 1. Januar 2005 wirksam. Die ländliche Hofanlage Nr. 8 in Štidla ist eine erhaltene Wirtschaftsanlage aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert und bewahrt ihre ursprüngliche bauliche Anordnung. Auf dem Dorfplatz von Štidla steht die spätbarocke Kreuzigungsstatue aus dem Jahr 1780, die als Kulturdenkmal von regionaler Bedeutung gilt. So reicht der Blick auf das bauliche Erbe in Štidla von der ausgewiesenen Dorfzone über die Hofanlage bis zum einzelnen religiösen Denkmal.

Am Südrand von Střevač befindet sich die barocke Kornkammer, die als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt ist. Sie wurde 1690 aus Steinen der damals abgetragenen ursprünglichen Festung errichtet. Damit verbindet der Bau barocke Speicherarchitektur mit einer älteren Bauphase, die sich in der Wiederverwendung des Steins niederschlägt. Die barocke Säule mit der Statue der Immaculata in Střevač stammt aus dem Jahr 1754 und ist ebenfalls als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Das spätbarocke Kalvarienbergensemble entstand im selben Jahr gegenüber dem Gemeindeamt und ist ebenfalls geschützt. Der gemeinsame Jahrgang erlaubt einen Vergleich zweier Formen religiöser Barockkunst: eines Säulenmonuments und eines Ensembles.

Ein gotischer Kirchenbau in Nadslav

Die einschiffige gotische Kirche des heiligen Prokop in Nadslav besitzt einen Friedhof mit steinerner Umfriedung und einen hölzernen Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert. Seit 1964 ist sie als Kulturdenkmal geschützt. Neben den barocken Beispielen in Střevač und Štidla bildet die Kirche einen anderen architektonischen Schwerpunkt; ihre Beschreibung verbindet den Kirchenbau mit dem Friedhof und dem später entstandenen Glockenturm.

Anreise und Unterkunft nach Interessen planen

Busverbindungen und Straßen, die durch das Gemeindegebiet verlaufen, erschließen Střevač. Prüfen Sie für Ihren Reisetag den passenden aktuellen Busfahrplan. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung hilft die Entscheidung, ob Sie den Aufenthalt eher auf die Kulturdenkmale, die Landschaft oder die Naturthemen ausrichten möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Boháňka, Podkost, Holín, Češov, Nevratice, Konecchlumí, Butoves, Volanice

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jičín.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.