Wer Hronov besucht, begegnet der Theatertradition der Stadt, dem Erbe des Schriftstellers Alois Jirásek und Wegen hinunter ins Tal der Metuje. Die Ortsgeschichte zeigt sich dabei auf unterschiedliche Weise: im Theater und Museum, in traditioneller Volksarchitektur, an einem ehemaligen Friedhof und in Ausstellungen zu weiteren literarischen Themen. Für die Reiseplanung stellt sich so die Frage, ob Sie Ihren Aufenthalt vor allem Kultur und Architektur widmen oder auch eine Wanderung einbeziehen möchten.
Theater, Festival und Jiráseks Spuren
Das Jiráskovo divadlo ist das dominierende Gebäude am Platz in Hronov und wurde nach einem Entwurf des Architekten Jindřich Freiwald errichtet. Seit 1931 ist es jedes Jahr Veranstaltungszentrum des internationalen Amateurtheaterfestivals Jiráskův Hronov. Wenn Sie Ihre Reise mit dem Festival verbinden möchten, prüfen Sie die Termine für Ihren Besuch. Ebenfalls im Theater, im zweiten Stock, befindet sich das Jiráskovo muzeum. Es befasst sich mit der Geschichte und Volkskunde der Region Hronov sowie mit Leben und Werk von Alois Jirásek.
Das Museum verfügt außerdem über eine interaktive Theaterausstellung für Familien mit Kindern. Besucher können dort verschiedene Theaterberufe ausprobieren und kreativ spielen. Da sich Ausstellungsdetails ändern können, prüfen Sie vorab, welche Angebote während Ihres Besuchs vorgesehen sind. Am selben Platz steht eine barocke Mariensäulengruppe aus dem Jahr 1725.
Volksarchitektur und weitere Kulturthemen
Jiráskův rodný domek verbindet einen konkreten biografischen Ort mit einem Beispiel traditioneller Volksarchitektur vom Ende des 18. Jahrhunderts: Alois Jirásek wurde dort am 23. August 1851 geboren. Die Ausstellung vermittelt die Atmosphäre einer Familienbäckerei, mit volkstümlicher Einrichtung und Bäckereiausstattung, die nicht original ist. So stehen hier Lebensgeschichte und die Darstellung eines traditionellen Handwerks nebeneinander, ohne dass die ausgestellten Arbeitsgeräte aus der damaligen Bäckerei stammen.
Ein weiteres seltenes Denkmal der Volksarchitektur ist der svobodný dvůr. Er befindet sich am Standort einer ehemaligen mittelalterlichen Wasserburg. Neben der Allerheiligenkirche ist der ehemalige Friedhof heute ein Meditationsgarten mit Rosenkranzstationen. Die Orte setzen unterschiedliche Akzente: Hier geht es um Baugeschichte und frühere Nutzung, dort um einen heutigen Garten mit religiösen Stationen.
In der Stará papírna – Čapkův mlýn gibt es eine Ausstellung über die Kindheit der Geschwister Čapek und die Umgebung, die sie zu zahlreichen Märchen inspirierte. Damit ergänzt ein Thema rund um Kindheit und literarische Inspiration die auf Jirásek bezogenen Orte in Hronov.
Quellen und Wanderwege zur Metuje
Die Mineralquellen Hronovka und Regnerka sind alkalisch-eisenhaltige Quellen. Sie treten nahe dem Uferbereich der Metuje aus einer gemeinsamen Quellfassung aus, die 2013 rekonstruiert wurde. In der Nähe informiert eine Tafel über die Quellen; wenn Sie sich bei Ihrem Besuch daran orientieren möchten, prüfen Sie, ob die Information vor Ort verfügbar ist.
Für eine Wanderung ab Hronov führt die mittelschwere Route Kolem Turova do Maršovského údolí über Velký Dřevíč, am Blaník Jiráskova kraje und Turov vorbei, zu einer Hochfläche oberhalb der Siedlung Maršov nad Metují. Anschließend steigt sie in das Tal der Metuje hinab. Die Cesta psa Voříška verläuft größtenteils bergab in Richtung des ehemaligen hronovský mlýn, der früher als Papierfabrik genutzt wurde. In dessen Nähe liegen Jiráskův rodný domek und die Mineralquellen im angrenzenden Park. So lassen sich eine als mittelschwer eingestufte Route mit beschriebenem Verlauf und eine überwiegend bergab führende Richtung als unterschiedliche Wanderoptionen betrachten. Bei Bedarf können Sie vorab Routenbedingungen und Wegweisung prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Litoboř, Černčice, Velké Petrovice, Nový Hrádek, Červená Hora, Velký Třebešov, Nové Mesto Nad Metují, Zaloňov.
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