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Javorník lädt dazu ein, Geschichte auf zwei Maßstäben zu betrachten: an benannten Bauwerken und an den Spuren, die Befestigung und Bergbau in der Landschaft hinterlassen haben. Dazu kommen eine 8 Kilometer lange Wanderroute und die Radroute 4299 mit benanntem Verlauf. Für die Reiseplanung sind das unterschiedliche Zugänge: Kulturdenkmale zeigen mehrere historische Zeitschichten, während die Routen durch Länge, Verlauf und Landschaftsbezug Orientierung geben.

Kirche, Kapelle und unterschiedliche Zeitschichten

Die Kirche des heiligen Martin in Javorník ist ein eingetragenes Kulturdenkmal. Der Bau stammt aus den Jahren 1707 bis 1708. Am selben Standort stand eine ältere Kirche, die auf 1354 datiert wird und eine Filialkirche von Rudník war. Für die Geschichte des Kirchenstandorts sind damit zwei deutlich auseinanderliegende Bauzeiten zu unterscheiden: die ältere Kirche des 14. Jahrhunderts und der Bau von 1707 bis 1708.

Bei Hausnummer 25 steht eine eingetragene Kapelle mit Pietà. Sie ergänzt die Kirchenbaugeschichte um ein weiteres konkretes Kulturdenkmal mit einer benannten religiösen Darstellung.

Befestigung und archäologische Spuren

Das Tvrziště von Javorník eröffnet einen anderen Blick auf das historische Erbe. Es handelt sich um eine Wasserburg, gekennzeichnet durch einen kegelförmigen Hügel und einen breiten Graben, der von einem nahe gelegenen Bach gespeist wurde. Im östlichen Teil sind ein gotischer Keller und ein möglicher Rest eines Wohnturms erhalten.

Der bebaute Bereich von Javorník ist außerdem als archäologisches Fundgebiet vom Mittelalter bis zur Neuzeit ausgewiesen. Damit stehen konkrete Baureste und eine zeitlich weit gefasste archäologische Einordnung als unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte nebeneinander.

Der Jiřský příkop und die Bergbaugeschichte

Ein weiteres Landschaftselement ist der künstlich angelegte Jiřský příkop. Er ist 675 Meter lang und durchquert den Bergrücken zwischen den Bächen Stránský und Žabí. Im Katastergebiet von Javorník liegt er zwischen Rudník und Jánská hora. Als altes Bergbauwerk weist er Seitengräben und mehrere kleine verschüttete Schächte auf.

An manchen Stellen ist der Jiřský příkop mehr als 30 Meter breit und bis zu 20 Meter tief. Diese Maße ergänzen seine Länge um eine Vorstellung von den Dimensionen, die der Graben an einzelnen Stellen erreicht. Zusammen mit den Seitengräben und Schächten macht das Bergbauwerk die Landschaftsgeschichte zu einem eigenen Thema neben Kirche und Wasserburg.

Wanderroute und Radroute

Die 8 Kilometer lange Route Rudník–Javorník–Hertvíkovice führt durch die Vorgebirgslandschaft und bietet Ausblicke auf Krkonoše. Bei der Wanderung sind Länge, Landschaft und Aussicht konkrete Orientierungspunkte. Die Bedingungen der Route können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrer Tour.

Die Radroute 4299 verläuft von Kunčice nach Pilníkov über Dolní Lánov, Fořt, Rudník, Javorník v Krkonoších und Vlčice. Hier geben vor allem die Routennummer, die Endpunkte und die genannten Orte Orientierung. Damit unterscheiden sich die beiden Optionen in den verfügbaren Planungsangaben: Für die Wanderroute ist eine Länge genannt, während der Verlauf der Radroute über ihre Orte nachvollziehbar ist. Auch bei der Radroute können sich die Streckenbedingungen ändern; prüfen Sie sie vor dem Start.

Weitere Reiseziele entdecken: Rtyne V Podkrkonosi, Stanovice U Kuksu, Jivka, Velehrádek, Velké Svatoňovice, Doubravice U Dvora Králové, Svoboda Nad Upou, Slemeno.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Trutnov.

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