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Durch Zdobín führt ein Radweg; zugleich prägen dichte, waldbeerenreiche Kiefernwälder den größten Teil des Gemeindegebiets. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie Natur und Bewegung ebenso in den Blick nehmen wie Handwerk und Ortsgeschichte. Zu den besonderen Themen des Ortes gehören außerdem ein ganzjährig geöffneter Garten und ein traditioneller Jahrmarkt, dessen Ausgabe für 2026 datiert ist.

Wald, Wasser und Garten

Die Kiefernwälder umgeben den bebauten Ortsbereich nahezu vollständig. Wer sich für Landschaft interessiert, findet hier einen klaren räumlichen Bezug: Wald prägt nicht nur einzelne Stellen, sondern den größten Teil des Gemeindegebiets. Zwei benannte Wasserbezüge ergänzen dieses Bild. Der Zdobínský potok entspringt in Zdobín. Die Quelle Baliharka liegt auf einer nahe gelegenen Wiese und ist eine von fünf Quellen des Flusses Bystřice. Der Bach hat seinen Ursprung im Ort; Baliharka ist zugleich Teil des Quellgebiets der Bystřice.

Einen anderen Naturbezug bietet die Sbírková zahrada Zdobín. Die Anlage ist als zertifizierter Naturgarten klassifiziert und ganzjährig geöffnet. Ihre vielfältige Sammlung umfasst Bäume, Sträucher und Stauden. So stehen neben der weitläufigen Waldlandschaft ein konkret benannter Garten und seine Pflanzensammlung als eigene Besuchsthemen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt danach planen, können Sie zwischen einem größeren Landschaftsraum und einer Gartenanlage mit unterschiedlichen Pflanzenarten unterscheiden.

Radweg und Sandstein bei Ontário

Der Radweg führt durch Zdobín. Ein weiteres Ziel für Bewegung im Freien ist Ontário bei Zdobín, ein Sandstein-Bouldergebiet. Kletterbedingungen und Einschränkungen sollten Sie vor einem Besuch gesondert prüfen.

Für den Zustieg zu Ontário ist Parken am Gasthaus U Tučků beschrieben. Von dort gehen Sie etwa 0,5 km auf einem Weg zu Fuß in den Wald. Da sich örtliche Park- oder Landnutzungsbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vorab. Ontário lässt sich außerdem von Miletínské lázně über den touristischen Weg 04 in Richtung Zdobín erreichen. Kontrollieren Sie vor dem Aufbruch die Wegmarkierung. Die beiden beschriebenen Ansätze unterscheiden sich durch ihren Ausgangspunkt: Der eine beginnt am Gasthaus und nennt eine ungefähre Fußstrecke, der andere führt von Miletínské lázně über einen bezeichneten Weg in Richtung Zdobín.

Handwerk und Ortsgeschichte

Ein früher Zeitrahmen der Ortsgeschichte reicht bis ins Jahr 1261 zurück, als Zdobín zum Besitz des Deutschen Ordens gehörte. Ein Eintrag von 1657 berichtet, dass der Ort während des Dreißigjährigen Krieges bis auf die Grundmauern niedergebrannt wurde. Beide Angaben erzählen von unterschiedlichen Abschnitten der Vergangenheit: der frühen Besitzgeschichte und einer späteren Zerstörung im Krieg.

Auch die handwerkliche Entwicklung lässt sich zeitlich unterscheiden. Der in Wien ausgebildete Perlenmacher Josef Kynčl begann 1862 in Zdobín mit dem Perlenmachergewerbe. Im 19. Jahrhundert war außerdem die Heimweberei verbreitet; dabei wurde Kalmuk gewebt. Um 1900 erreichte die Perlenherstellung ihre größte Blüte, und in jedem Haus wurden Perlen geblasen. 1931 löste die Herstellung gläserner Weihnachtsornamente die zuvor rückläufige Perlenindustrie ab. Die Abfolge reicht damit von Heimweberei und Perlenherstellung bis zu einer späteren Form der Glasverarbeitung.

Der Jahrmarkt als datierter Anlass

Der traditionelle Jahrmarkt des volkstümlichen Handwerks fand am 16. Mai 2026 zum 20. Mal statt. Bei dieser Ausgabe wurden traditionelle Handwerke vorgeführt; außerdem gab es Spanferkel, Würste und weitere Speisen sowie Bier. Die Vorführungen und das Speisenangebot beziehen sich auf die Ausgabe 2026. Wenn Sie den Jahrmarkt bei einem späteren Besuch einplanen, prüfen Sie die dann geltenden Termine und das Programm.

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