Neprobylice hat mehrere klar unterscheidbare kulturhistorische Themen: die barock wiedererrichtete Heilig-Geist-Kirche, Hrádek mit mittelalterlichen Resten und die Glockenstube mit Glocken aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Haus Nr. 14 ergänzt das Bild mit einer Fachwerkkammer des 18. Jahrhunderts und wiederverwendeten spätgotischen Steineinfassungen. Hinzu kommen eine naturschutzfachlich wertvolle Aue und Routen mit unterschiedlichen Ortsbezügen.
Heilig-Geist-Kirche: Barock und Baugeschichte
Die Heilig-Geist-Kirche wurde 1741 auf der südlichen Anhöhe von Neprobylice im Barockstil wiedererrichtet. Sie ist als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen; ihre Registernummer lautet 42036/2-538. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche verändert. Ein kommunaler Strategieplan vom Mai 2015 beschrieb sie als baufällig.
Architektonisch ist die Kirche ein einschiffiger, ausgerichteter Bau mit ovalem Grundriss, Querhaus, rechteckig abgeschlossenem Chor und rechteckiger Sakristei. So lassen sich die ovale Grundform und die rechteckig gefassten Bauteile voneinander unterscheiden. Die Beschreibung benennt damit nicht nur einen Baustil, sondern auch die konkrete Gliederung des Kirchenbaus.
Hrádek und die Glockenstube
Hrádek, auch Horní tvrz genannt, stammt aus dem 14. Jahrhundert; erhalten sind nur Keller und Mauern. Als Kulturdenkmal ist Hrádek unter der ÚSKP-Nummer 34635/2-540 geschützt. Für die Einordnung unterscheidet er sich von der Kirche: Bei Hrádek stehen die wenigen erhaltenen Teile einer Befestigungsanlage im Vordergrund, während sich die Baugeschichte der Kirche an ihrer barocken Wiedererrichtung und den Veränderungen des 19. Jahrhunderts zeigt.
Die Glockenstube von Neprobylice ist eine hölzerne Nachbildung aus dem Jahr 1896 auf einem steinernen Sockel. In ihr sind drei originale Glocken aus dem 15. und 16. Jahrhundert erhalten. Im Sockel befinden sich außerdem zwei Renaissance-Grabsteine ehemaliger Besitzer des Dorfes. Die Jahresangaben markieren unterschiedliche Zeitschichten: 1896 bezeichnet die hölzerne Nachbildung, während die Glocken wesentlich älter sind.
Haus Nr. 14 und die Aue des Bakovský potok
Das geschützte Anwesen Haus Nr. 14 ist Teil des Freilichtmuseums Třebíz. Seine Fachwerkkammer stammt aus dem 18. Jahrhundert; hinzu kommen wiederverwendete spätgotische Steineinfassungen. An diesem Anwesen stehen damit zwei unterschiedliche Bauzeiten im Zusammenhang: die Kammer aus dem 18. Jahrhundert und die älteren, erneut genutzten Einfassungen.
Auch die Landschaft ist ein eigener Bezugspunkt in Neprobylice. Die Aue des Bakovský potok ist innerhalb des Katastergebiets als naturschutzfachlich wertvoller Bereich ausgewiesen. Das ergänzt die Baugeschichte um einen Naturaspekt, der sich klar von den Kulturdenkmälern unterscheidet.
Routen nach Ortsbezug und Fortbewegungsart
Zwei Routen lassen sich nach ihrem Bezug zu Neprobylice unterscheiden. Die Route von Tuřany nach Třebíz führt durch den Ort und kann zu Fuß, mit einem geländegängigen Kinderwagen oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. Für den Lehrpfad Podhradím Bílé skály nennt eine Routenbeschreibung aus dem Jahr 2020 Neprobylice als Start und Kvílice als Ziel. Neprobylice liegt also bei der ersten Route auf dem Weg und ist beim Lehrpfad der Ausgangspunkt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routendetails.
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