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Wer eine Ferienwohnung in Radovesnice I sucht, kann den Ort über zwei konkrete Themen einordnen: den Lehrpfad Štítarským údolím am Pekelský potok und Bauwerke mit klar datierten Entwicklungsschritten. Radovesnice I liegt vier Kilometer südwestlich von Kolín. Wegverlauf, Ortsgeschichte und Lagebezug eröffnen so unterschiedliche Blickwinkel auf einen Aufenthalt.

Orientierung am Ort

Der Lehrpfad Štítarským údolím verläuft entlang des Pekelský potok von Štítary am Rand von Kolín über Radovesnice I bis nach Zibohlavy. Für die räumliche Einordnung liefern diese Angaben zwei Maßstäbe: Die Kilometerangabe setzt Radovesnice I in Bezug zu Kolín; die Ortsfolge verortet den Lehrpfad als Verlauf über mehrere benannte Orte. Das ist hilfreich, wenn Sie zwischen dem einzelnen Zielort und der gesamten Strecke unterscheiden möchten.

Ein weiterer Bezugspunkt ist das Denkmal für Ondřej Sovina: Es befindet sich nordöstlich von Radovesnice I an der Straße nach Křečhoř. Während Kolín über Entfernung und Richtung eingeordnet wird, ist das Denkmal über eine Himmelsrichtung und einen Straßennamen verortet.

Renaissance, Barock und frühe Festung

Im Schlosskomplex von Radovesnice I gehört zum Wirtschaftshof ein erhaltenes Renaissancegebäude, der sogenannte alte Schlossbau. Der Begriff Wirtschaftshof verweist auf den betrieblichen Teil eines Schlossensembles; die Lagebezeichnung ordnet den Bau innerhalb des Komplexes ein. Eine andere Baugeschichte zeigt die barocke Getreidescheune: Sie wurde 1790–1791 errichtet und erhielt 1832–1833 einen Anbau als Getreidetrocknerei. Zwischen Errichtung und Erweiterung liegen gut vier Jahrzehnte. Renaissance und Barock ordnen die Gebäude kunstgeschichtlich ein; die Jahreszahlen zeigen bei der Scheune zusätzlich eine spätere Bauphase. So lassen sich Stilzuordnung, Lage im Schlosskomplex und die funktionale Erweiterung als unterschiedliche Aspekte der Ortsarchitektur betrachten.

Für die ältere Ortsgeschichte reicht der Blick weiter zurück: Die Maternové z Květnice ließen Anfang des 16. Jahrhunderts in Radovesnice die erste Festung errichten. Dieser frühe Zeitanker liegt mehrere Jahrhunderte vor den datierten Arbeiten an der Getreidescheune. So ergibt sich eine zeitliche Spannweite vom frühen 16. Jahrhundert bis zu Bau- und Erweiterungsphasen des 18. und 19. Jahrhunderts.

Wasserwerk und technische Baugeschichte

Auch die technische Infrastruktur ist mit Kolín verbunden: Das Wasserwerk von Radovesnice wurde 1897 als dritte Trinkwasserquelle für Kolín errichtet. Im Fassungsbereich des Wasserwerks nahe Radovesnice sind zwei Sammelbrunnen aus dem Jahr 1897 erhalten. Den tiefer gelegenen Brunnen überdeckt ein zwei Meter hohes Mauerwerksgebäude mit steinernen Türgewänden. Damit tritt neben der Baugeschichte des Schlosskomplexes und der Getreidescheune auch die Trinkwasserversorgung als Thema hervor. Die Funktion des Wasserwerks für Kolín und die baulichen Merkmale der Brunnen im Fassungsbereich geben dabei unterschiedliche Einblicke in die technische Geschichte des Ortes.

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