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Die Klenice mit ihrer Aue prägt die Landschaft von Kolomuty; archäologische Funde reichen von der Jungsteinzeit bis in die römische Zeit. Dorfanger und Radwege ergänzen die verschiedenen Seiten des Ortes. Wenn Sie Kolomuty als Ziel für einen Aufenthalt erwägen, können Sie so zwischen Landschaft, Ortsgeschichte und unterschiedlichen Routenverläufen wählen.

Klenice und Chlum: zwei Landschaftsaspekte

Der Wasserlauf Klenice und seine Aue sind prägende Elemente der Landschaft. Sie tragen zur Gestaltung des Landschaftsbildes bei, wirken ökologisch stabilisierend und erfüllen eine Erholungsfunktion. Im südlichen Teil des Gemeindegebiets bildet der bewaldete Chlum-Kamm ein bedeutendes Erholungsumfeld für die Einwohner. Beide Landschaftsaspekte gehören zum Bild von Kolomuty, haben aber unterschiedliche Rollen: Die Klenice und ihre Aue prägen die Landschaft, während der Chlum-Kamm ausdrücklich als Erholungsumfeld der Einwohner beschrieben ist.

Zwei Radrouten, zwei Orientierungspunkte

Die Radroute 8148 verläuft durch Kolomuty und entlang der Klenice. Bei der Radroute 8155 stehen andere Orientierungspunkte im Vordergrund: Sie führt durch den Ort zwischen Bakov nad Jizerou und Kosořice und ist in Bakov nad Jizerou an die Greenway Jizera angebunden. So lässt sich zwischen einem Verlauf am Wasserlauf und einer Verbindung mit benannten Orten und Greenway-Anschluss unterscheiden.

Wenn Sie die Routen einordnen, geben diese Angaben unterschiedliche Hinweise: Bei der 8148 ist es der Bezug zur Klenice, bei der 8155 sind es die Verbindung zwischen Bakov nad Jizerou und Kosořice sowie der Anschluss an die Greenway Jizera.

Dorfanger und Ortsbild

Auf der historischen Dorfangeranlage steht die Statue des heiligen Josef in der Mitte. An der Westseite des Angers befindet sich eine gemauerte Kapelle. Ihr Glockenturm ist in Pfostenbauweise ausgeführt. Die Standorte geben eine klare Orientierung innerhalb der historischen Dorfanlage: Die Statue liegt zentral, die Kapelle an der Westseite.

Archäologische Spuren über Jahrtausende

Die Funde aus dem Gebiet von Kolomuty lassen verschiedene Zeitabschnitte erkennen. Aus der Jungsteinzeit stammen Steinwerkzeuge, darunter flache Beile und Dechsel, die etwa 7.000 Jahre alt sind. Ein Gefäß vom Glockenbecher-Typ aus demselben Gebiet deutet darauf hin, dass sich dort vor etwa 4.000 Jahren neue ethnische Gruppen aus Westeuropa niederließen.

Ein Urnengräberfeld der jüngeren Bronzezeit wurde 1923 zufällig beim Pflügen entdeckt. Es ist etwa 3.000 Jahre alt und wird mit der Lausitzer sowie der schlesisch-platěnitzer Kultur verbunden. Aus dem Zeitraum 400–0 v. Chr. stammt ein in Kolomuty gefundenes Gefäß aus römischer Zeit; es befindet sich in der archäologischen Sammlung des Muzeum Mladoboleslavska. Das Glockenbecher-Gefäß deutet auf eine mögliche Niederlassung hin; das Urnengräberfeld wurde beim Pflügen entdeckt und mit der Lausitzer sowie der schlesisch-platěnitzer Kultur verbunden.

Ehemalige Feste und frühe Ortsgeschichte

Am Standort der ehemaligen Feste ist eine etwa zwei Meter hohe Erhebung mit einem 5 × 3 Meter großen, tonnengewölbten Keller erhalten. Die Lage der ehemaligen Feste und der Ortskern sind als archäologisches Fundgebiet erfasst. Daneben gibt es einen frühen schriftlichen Bezug zum örtlichen Adel: Für das Jahr 1311 ist Jan z Kolomut als erstes Mitglied des örtlichen Adelsgeschlechts belegt.

Der Haltepunkt Kolomuty liegt etwa 600 Meter Fußweg vom Ortszentrum entfernt. Er befindet sich rund 50 Meter jenseits der Gemeindegrenze auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Židněves. Für die Anreise ist diese Lage ein nützlicher Orientierungspunkt: Der Haltepunkt trägt den Namen Kolomuty, liegt verwaltungsmäßig jedoch außerhalb der Gemeinde.

Weitere Reiseziele entdecken: Strážiště, Luštěnice, Kosořice, Husí Lhota, Horky Nad Jizerou, Krásná Ves, Obruby, Boseň.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Mladá Boleslav.

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