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Polerady ist ein Ziel für Reisende, die Ortsgeschichte mit Landschaftsbezügen verbinden möchten. Die historischen Hinweise reichen von einer frühen schriftlichen Erwähnung bis zu einer Karte aus dem Jahr 1906; daneben stehen Gedenkbäume und Naturprojekte mit konkreten Standorten und Ausdehnungen. Historische Einzelorte und Landschaftsflächen eröffnen dabei unterschiedliche Blickwinkel auf Polerady.

Ortsgeschichte und Kulturspuren

Die erste schriftliche Erwähnung Poleradys stammt aus dem Jahr 1290: Damals vermachte Bohuslav z Hory das Dorf dem Kapiteldekanat von St. Veit in Prag.

Eine bedeutende gebürtige Persönlichkeit Poleradys war František Josef Řezáč, ein tschechischer katholischer Priester, Pädagoge, Schriftsteller und Politiker. Seine verschiedenen Tätigkeitsfelder bieten mehrere Blickwinkel auf sein Wirken: Religion, Bildung, Literatur und Politik. Wer Ortsgeschichte über einzelne Personen betrachtet, begegnet hier einem Namen, der nicht auf ein einziges Fachgebiet beschränkt ist.

Eine Karte des Karlíner Bezirksamts von 1906 verzeichnet nordöstlich von Polerady viereckige Wälle, die heute nicht mehr vorhanden sind. Sie könnten Überreste eines keltischen Heiligtums gewesen sein, das in der Fachliteratur als „Viereckschanzen“ bezeichnet wird. Die Wälle sind auf der Karte eingezeichnet; die Deutung als Heiligtum bleibt eine Möglichkeit. Am westlichen Ortsrand steht an einer Kreuzung ein barocker Bildstock, der als unbewegliches Kulturdenkmal geschützt ist.

Gedenkbäume und Naturprojekte

In Polerady gibt es drei Gedenkbäume: eine Bergulme im Hof des Hauses Nr. 42 und zwei Winterlinden vor Haus Nr. 31. So stehen einzelne, genau verortete Bäume neben einem Naturprojekt, das sich über größere Flächen und mehrere Himmelsrichtungen erstreckt.

Das Biokorridorprojekt bildet einen etwa 2,5 Kilometer langen Geländestreifen westlich, südwestlich und südlich des Ortes. Dazu gehören vier Tümpel mit einer Gesamtfläche von 1.040 m². Das Projekt wurde 2023 abgeschlossen; eine Nachpflege ist bis November 2026 vorgesehen. Anders ausgerichtet ist der ökologische Korridor LBK6: Er folgt dem Poleradský potok von Polerady aus etwa 800 Meter nach Norden. Die Naturbezüge unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Ausdehnung als auch in ihrer Richtung. Das Biokorridorprojekt erstreckt sich über etwa 2,5 Kilometer und ist damit gut dreimal so lang wie der rund 800 Meter lange Abschnitt des LBK6.

Anreise mit dem Bus

Für die Buslinie 321 sah die PID zum Start am 1. Juli 2026 die Strecke Letňany – Veleň – Brázdim – Sluhy – Mratín – Polerady – Brandýs nad Labem, Bahnhof, vor. Damit führt die angegebene Linienfolge über mehrere Orte bis nach Polerady und weiter nach Brandýs nad Labem. Prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Abfahrten, damit Ihre Planung zum jeweiligen Reisetag passt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Praha-Východ.

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