Zum Inhalt

Ein steinerner Glockenturm aus dem Jahr 1863 und mehrere Erinnerungsorte geben Prusice konkrete historische Bezugspunkte. Dazu kommen die erste Erwähnung des Ortes im Jahr 1228 und Hinweise auf spätere Besitzverhältnisse. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Prusice suchen, können diese Themen bei der Entscheidung helfen, ob Ortsgeschichte, Gedenkorte und ländliche Bauformen zu Ihrem Aufenthalt passen.

Gedenkorte klar unterscheiden

Unter der Dorfglocke in Prusice wurde ein Denkmal für neun Männer errichtet, die nicht aus dem Krieg zurückkehrten. Ein weiteres Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs steht mitten in einem Park in Prusice. Die Bezüge sind verschieden: Das eine erinnert an die neun nicht heimgekehrten Männer, das andere an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Dieser Unterschied hilft, die beiden Erinnerungsorte nicht pauschal zu einem einzigen Kriegsdenkmal zusammenzufassen.

In der Nähe von Prusice steht ein Gedenkkreuz bei einer Stelle, an der während der Napoleonischen Kriege mehrere Soldaten beigesetzt wurden. Ein Steinkreuz befindet sich außerdem in Prusice selbst. Die beiden Kreuzformen sind voneinander zu unterscheiden: Beim Gedenkkreuz ist der Zusammenhang mit den napoleonischen Begräbnissen benannt, während das Steinkreuz ein eigener Bezug im Ort ist.

Jahreszahlen und frühere Nutzung

Prusice wurde in erhaltenen Aufzeichnungen erstmals im Jahr 1228 erwähnt. 1359 schenkte Markgraf Karel den Ort mit Zustimmung von König Jan Lucemburský dem Allerheiligenkapitel auf der Prager Burg. Am Ende des 15. Jahrhunderts gelangte Prusice in den Besitz des Geschlechts Čabelických ze Soutic, das den Ort noch 1541 innehatte. Diese Jahreszahlen beantworten unterschiedliche Fragen: Die erste Erwähnung datiert die Nennung des Ortes; die Schenkung und die späteren Besitzverhältnisse markieren andere Stationen seiner Geschichte. So lassen sich die Angaben chronologisch einordnen, ohne eine Ersterwähnung mit einem Besitzwechsel gleichzusetzen.

Ein konkreter Hinweis auf ein einzelnes Bauwerk ergänzt diese zeitliche Folge: 1677 stand am Bach bei Haus Nr. 9 in Prusice eine kleine Wassermühle. Anders als die Angaben zu Erwähnung und Besitz bezieht sich diese Jahreszahl auf ein bestimmtes Bauwerk an einem genannten Ort. Damit kommt zur Geschichte von Herrschaft und Ortsentwicklung auch ein einzelner historischer Standortbezug hinzu.

Bauformen und Wappenmotiv

Der steinerne Glockenturm stammt aus dem Jahr 1863. Eine Glocke im Wappen von Prusice symbolisiert den Turm. Bauwerk und Wappenmotiv lassen sich so miteinander verbinden: Die Glocke steht im Wappen nicht für einen weiteren Turm, sondern für den Glockenturm des Ortes.

Als weiterer baulicher Bezug zählt Haus Nr. 27 zu den ländlichen Häusern und Ziegelbauten. Die beiden Beispiele geben unterschiedliche Hinweise auf die örtlichen Bauformen: Beim Turm sind Material und Jahr benannt, beim Haus seine Einordnung als ländliches Haus und Ziegelbau. Wer Prusice mit Interesse an Baugeschichte betrachtet, kann dadurch einen datierten steinernen Glockenturm und eine ländliche Hausform voneinander unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Ladvi, Petříkov, Záryby, Nehvizdy, Jenštejn, Konojedy, Zdiby, Veliká Ves

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Praha-Východ.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.