Im mittleren, hügeligen Teil des Nízký Jeseník verbindet Lipina Landschafts- und Kulturbezüge mit Routen durch das Gemeindegebiet. Ein Naturparkanteil, zwei touristische Sitzplätze und eine Kapelle im Zentrum geben Orientierung; Radroute und Naturlehrpfad führen über Lipina hinaus. So können Sie Natur, Ortsgeschichte und Streckenverläufe als verschiedene Seiten eines Aufenthalts betrachten.
Landschaft und Sitzplätze
Etwa 44 Prozent des Gemeindegebiets von Lipina liegen im Naturpark Sovinecko. Der Naturpark wurde zum Schutz des Landschaftscharakters und von Waldkomplexen mit einer der ursprünglichen Vegetation nahen Baumzusammensetzung eingerichtet. Lipinas Lage im Nízký Jeseník und der Anteil innerhalb des Naturparks bieten unterschiedliche Bezugspunkte, um die Landschaft einzuordnen.
2018 wurden in Lipina zwei touristische Sitzplätze errichtet: einer an einem Teich, der andere am Weg zum Oldřichovský kopec. Von dort bietet sich ein schöner Blick auf Haná. So stehen ein Platz am Wasser und ein Sitzplatz mit Blick über Haná als unterschiedliche Anlaufpunkte im Gemeindegebiet zur Verfügung.
Routen durch Lipina
Die 36 km lange Fahrradroute „Za živou vodou“ führt vom náměstí in Šternberk über Dolní Žleb, Horní Žleb, Dalov, Horní Loděnice, Těšíkov und Lipina zurück zum náměstí in Šternberk. Sie verläuft durch welliges Gelände mit größerem Höhenunterschied. Lipina liegt damit auf einem Rundkurs, der mehrere Orte verbindet und in Šternberk beginnt und endet. Die Streckenlänge und das Gelände sind hilfreiche Gesichtspunkte, wenn Sie diese Runde in Ihre Tagesplanung einordnen.
Der Naturlehrpfad Zelená stezka führt von Šternberk über Lipina und Těšíkov bis zur Mineralwasserquelle Těšíkovská kyselka. Im Verlauf unterscheidet er sich von der Radroute „Za živou vodou“: Diese kehrt nach Šternberk zurück, während die Zelená stezka bis zu einer benannten Quelle führt. Die beiden Strecken lassen sich deshalb nach ihrer Form unterscheiden: Rundkurs mit mehreren Orten oder Verlauf bis zu einem Ziel.
Auch der Motorsport hat einen Bezug zum Gemeindegebiet: Die Rennstrecke der Bergrennen Ecce Homo führt durch Lipina. Für die Strecke ECCE HOMO ŠTERNBERK sind 7.800 m Länge und ein Höhenunterschied von 307 m angegeben. Damit stehen neben Radroute und Naturlehrpfad auch konkrete Maße einer Rennstrecke als eigener Streckenbezug im Raum.
Kapelle und Ortsgeschichte
Die gemauerte Kapelle „Navštívení Panny Marie“ steht im Zentrum von Lipina. Sie ersetzte 1838 eine hölzerne Kapelle und wurde 2013 innen und außen vollständig rekonstruiert. Von Šternberk kommend liegt die Kapelle etwa 50 m von der Straße entfernt, an der Abzweigung der Straße nach Těšíkov. Damit verbinden sich ihre Baugeschichte und eine genaue Orientierung im Ortszentrum.
Die früheste überlieferte Nachricht über die Existenz der Gemeinde Lipina stammt aus dem Jahr 1296. Ein weiterer benannter Ort ist die Statue von Ježíš Kristus hinter Lipina nahe der alten Straße Ecce Homo. Sie weist überdurchschnittliche ästhetische und bautechnische Werte auf und ergänzt die Baugeschichte der Kapelle um einen Bezug außerhalb des Ortszentrums.
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