Milotice Nad Bečvou bietet zwei konkrete Anknüpfungspunkte für Ihre Ortswahl: den Bečva-Radweg und eine Ortsgeschichte, die vom dreieckigen Dorfplatz bis zum Mühlgraben Struha reicht. Hinzu kommen die Bečva selbst und mehrere Seen. So können Sie Ihren Aufenthalt stärker auf eine Radtour oder auf die historischen Spuren des Dorfes ausrichten.
Radweg, Fluss und Orientierung
Der Bečva-Radweg führt durch Milotice Nad Bečvou von Hustopeče nad Bečvou bis Špičky. Zugleich liegt der Ort am rechten Ufer des mittleren Laufs der Bečva. Für die Wahl eines Radziels stehen damit Route und Flusslage nebeneinander: Der Radweg benennt einen Verlauf durch den Ort, die Uferlage ordnet Milotice am mittleren Flusslauf ein.
Auch die Straße von Hranice über Hustopeče nad Bečvou in Richtung Valašské Meziříčí bietet eine Orientierung: Milotice liegt an dieser Verbindung. Radweg und Straße stehen für unterschiedliche Wegbezüge, die Ihnen bei der Einordnung des Ortes helfen können.
Seen, Schutzgebiet und Angeln
Zwischen der Bahnstrecke der ČD und der Bečva liegen vier Seen mit einer Gesamtfläche von 27,872 Hektar. An den Ufern der Seen 2 und 3 stehen Freizeithütten. Für die Seen 2 bis 5 des Angelreviers Bečva 5A besteht Entwicklungspotenzial für Sportangeln. Wenn Sie Angeln einplanen, prüfen Sie vorab den aktuellen Zugang und die geltenden Genehmigungen.
Das Naturdenkmal Hustopeče-Štěrkáč umfasst auch das Katastergebiet von Milotice Nad Bečvou und schützt den Lebensraum des Käfers Cucujus cinnaberinus. Damit gehören neben Fluss und Seen auch geschützte Lebensräume zum Naturbezug des Ortes.
Geschichte zwischen Dorfplatz und Mühlgraben
Die erste schriftliche Erwähnung von Milotice Nad Bečvou stammt aus dem Jahr 1131. Auch der dreieckige Grundriss des Dorfplatzes mit einer Kapelle gilt als Beleg für das hohe Alter des Ortes. Beide Hinweise setzen unterschiedliche historische Anker: das Jahr 1131 als frühe schriftliche Nennung und den Grundriss als räumliches Merkmal des Dorfes.
Die Kapelle der heiligen Anna wurde 1853 auf Kosten der Gemeinde und mit Unterstützung der Einwohner errichtet. Nahe der örtlichen Kapelle steht ein Granitdenkmal für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Es wurde am 25. Juni 1933 enthüllt; später wurden die Namen der zwischen 1939 und 1945 gefallenen Bürger ergänzt.
Am Haus Nr. 13 liegt die Mühle Milotický mlýn am künstlichen, Struha genannten Mühlgraben. Die Geschichte des Grabens reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. So lässt sich die Ortsgeschichte nicht nur über Dorfplatz, Kapelle und Denkmal betrachten, sondern auch über den benannten Wasserlauf und den Mühlenstandort.
Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche historische Ebenen: 1131 bezeichnet die erste schriftliche Erwähnung, 1853 den Bau der Kapelle und 1933 die Enthüllung des Denkmals. Die später ergänzten Namen beziehen sich auf die Gefallenen von 1939 bis 1945.
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