Zum Inhalt

Seloutky lässt sich über zwei unterschiedliche Fragen erschließen: Welche Zeitspuren prägen die Ortsgeschichte, und welche Landschaftsmerkmale ordnen den Ort ein? Kapellen, Kriegerdenkmal und Renaissancekelch setzen konkrete historische Bezugspunkte; der höchste Punkt des Katastralgebiets und ein geschütztes Naturdenkmal eröffnen einen anderen Zugang. So können Sie bei der Wahl Ihrer Schwerpunkte zwischen Ortsgeschichte und Landschaft unterscheiden.

Landschaft und Orientierung

Seloutky liegt östlich der letzten Ausläufer der Drahanská vrchovina und am westlichen Rand des Hornomoravský úval. Diese Angaben ordnen den Ort in einen größeren Landschaftszusammenhang ein. Oberhalb von Seloutky liegt der bewaldete Chlum; er ist einer von mehreren Gipfeln des überwiegend bewaldeten Záhoří-Kamms. Mit 412 Metern bildet er zugleich den höchsten Punkt des Katastralgebiets. Die Ortslage und der Höhenpunkt beantworten unterschiedliche Orientierungsfragen: Die eine beschreibt Seloutkys Position gegenüber den genannten Landschaftsräumen, der andere bietet einen konkreten topografischen Bezug. Wenn Sie bei der Wahl Ihres Aufenthalts besonders auf Landschaft und Orientierung achten, lohnt es sich, die großräumige Lage vom Bezugspunkt Chlum zu unterscheiden.

Kapellen mit verschiedenen Zeitmarken

Die Kapelle Mariä Himmelfahrt in Seloutky wurde im Herbst 1802 fertiggestellt und im folgenden Jahr diesem Patrozinium geweiht. Fertigstellung und Weihe markieren zwei aufeinanderfolgende Schritte: Der zeitliche Bezug reicht vom Herbst 1802 bis ins Folgejahr. Die Kapelle des heiligen Sebastian steht oberhalb von Seloutky an einem sanften Hang unterhalb der Všetičkova skála und stand spätestens 1836. Damit unterscheiden sich sowohl die Standorte als auch die zeitlichen Bezugspunkte. Bei Mariä Himmelfahrt sind Fertigstellung und Weihe datiert, bei der Sebastian-Kapelle ist festgehalten, dass sie spätestens 1836 bereits stand.

Ortsgeschichte und ein Museumsbezug

Seloutkys ältester schriftlicher Nachweis stammt aus dem Jahr 1325 und reicht damit weit vor die datierten Bauwerke zurück. Das Kriegerdenkmal wurde am 26. August 1928 anlässlich eines Treffens von Ortsangehörigen feierlich enthüllt. Datum und Anlass geben diesem Erinnerungsort einen konkreten Platz in der Ortsgeschichte. Ein Renaissancekelch aus Seloutky stammt aus dem Jahr 1538 und ist laut Gemeinde derzeit im Erzbischöflichen Museum in Olmütz ausgestellt. Prüfen Sie die Ausstellung vor einem geplanten Museumsbesuch. Mit dem Museum kommt ein historischer Bezugspunkt außerhalb des Ortes hinzu; so verbindet sich Seloutkys Geschichte mit einem konkreten Ausstellungsort in Olmütz.

Natur, Weg und Aussichtspavillon

Das geschützte Naturdenkmal Dolní Vinohrádky bewahrt Populationen wärmeliebender Pflanzen, ihre Pflanzengesellschaften und die daran gebundenen Tiere. Damit richtet sich der Blick auf einen Lebensraumzusammenhang statt auf ein einzelnes Bauwerk. Die 800 Meter lange „Panelka“ verbindet Prostějov mit dem Ortsteil Domamyslice und der Gemeinde Seloutky und führt weiter in Richtung Záhoří. Während dieser Weg eine Verbindung zwischen benannten Orten herstellt, ist der Chlum ein konkreter Höhenbezug innerhalb des Katastralgebiets. An der Špičáková skála ließ das Gemeindeamt Seloutky zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen hölzernen Aussichtspavillon mit Sitzgelegenheiten errichten. Wenn Sie ihn in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie den aktuellen Zustand vor Ort.

Weitere Reiseziele entdecken: Zdětín, Březsko, Mořice, Hrdibořice, Kostelec Na Hané, Nezamyslice, Hacky, Klenovice Na Hané.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Prostějov.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.