Zum Inhalt

Trpín verbindet Sakralbauten und ältere Wegspuren mit einer Landschaft, die vom Tal des Bachs Křetínka bis zum 699 m hohen Panský vrch ansteigt. Für die Planung stehen damit zwei Blickwinkel nebeneinander: Orts- und Kirchengeschichte einerseits, Hügel, Wälder und Gewässer andererseits. Welche davon Ihre Reise bestimmt, hängt davon ab, ob Sie vor allem historische Bauwerke, die Wallfahrtstradition oder Wege in der Landschaft suchen.

Kirchenbau und religiöse Traditionen

Die heutige Kirche Kostel sv. Václava wurde 1689 geweiht und 1720 endgültig fertiggestellt. In der Kirche befindet sich eine 1840 von František Svítil aus Nové Město na Moravě gebaute Orgel. Neben der Kirche steht ein barocker Glockenturm in Fachwerkbauweise. Zusammen geben Kirche, Glockenturm und Orgel Einblick in unterschiedliche Aspekte der örtlichen Bau- und Kulturgeschichte.

Bei Majdalenka sind das Presbyterium einer untergegangenen Sakralstätte und die Umfassungsmauern des früheren Kirchenschiffs erhalten. Seit dem 17. Jahrhundert finden dort im Juli Wallfahrten mit Märkten statt. In der Kirche Kostel sv. Václava gibt es jährlich Konzerte geistlicher Musik. Wenn Sie eine Wallfahrt oder ein Konzert einplanen, prüfen Sie die aktuellen Termine vor der Reise.

Historische Wege und Ortsgeschichte

Die mittelalterliche Trstenická stezka verlief ungefähr entlang der heutigen Straßenachse Bystré–Trpín und führte über Ústup nach Kunštát. Oberhalb von Trpín wurde die Bildsäule Boží muka zwischen 1730 und 1750 an einer historischen Route errichtet. Am Rand des Horní les, an der Straße nach Hartmanice, sind Reste der Verteidigungsgräben sichtbar. Am Ort U Šanců, auch Švédské šance genannt, wurde im 20. Jahrhundert ein Denkmal errichtet, das den Beinamen U Kamena erhielt.

Auch frühere Ortsfunktionen gehören zur Geschichte Trpíns: Die Rychta war seit jeher ein erbliches Richtergut und trägt bis heute die Hausnummer 1. Die benachbarte Hostejnice, auch Hostenice genannt, diente als Rast- und Übernachtungsplatz für Pferde, während Fuhrleute in der Schenke einkehrten. Diese Spuren erzählen nicht nur von Sakralbauten, sondern auch von historischen Aufgaben und Anlaufpunkten des Ortes.

Landschaft und Wege

Die Landschaft bei Trpín ist für die Böhmisch-Mährische Höhe typisch und umfasst Wälder, Wiesen, Teiche und Bäche. Sie steigt vom östlichen Graben mit dem Tal des Bachs Křetínka bis auf 699 m am Panský vrch an. Tal und Höhenpunkt geben der Landschaft zwei unterschiedliche räumliche Bezugspunkte, während die Wälder, Wiesen und Gewässer ihren Charakter prägen.

Durch Trpín führen touristische Wanderwege; auch die Radroute 5085 verläuft durch den Ort. An der Radroute gibt es einen touristischen Rastplatz. Routenbedingungen, Markierungen und touristische Infrastruktur können sich ändern, deshalb ist es sinnvoll, die aktuelle Situation vor einer Tour zu prüfen. Im Winter eignet sich das Gelände bei Trpín zum Skilanglauf, wobei die Schneeverhältnisse saisonal und wechselhaft sind.

Für die Reisezeit ergibt sich so ein konkreter Unterschied: Die Wallfahrten mit Märkten sind für den Juli genannt, während Langlauf passende Schneeverhältnisse voraussetzt. Kirchen, historische Wegspuren und Ortsgeschichte bieten daneben einen kulturellen Schwerpunkt, der sich unabhängig von diesen saisonalen Themen betrachten lässt.

Weitere Reiseziele entdecken: Lubná, Bystré U Poličky, Janůvky, Tržek, Vendolí, Bělá U Jevíčka, Sloupnice, Dolní Újezd

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Svitavy.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.