Ein 23 Meter hoher Holzturm, markierte Wege und Kirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten geben Horní Čermná klare Themen für einen Aufenthalt. Der Ort liegt im Vorland des Adlergebirges und in einem Tal, das vom Flüsschen Čermná gebildet wird.
Landschaft und Aussicht
Im Katastergebiet von Horní Čermná befindet sich das Natura-2000-Gebiet Moravská Sázava. Die geschützte Fläche umfasst 290,8 Hektar. Zu den dort geschützten Lebensräumen gehören Eschen-Auwälder und Erlen-Auwälder sowie Buchenwälder der Assoziationen Luzulo-Fagetum und Asperulo-Fagetum. Damit ist das Gebiet auch für Reisende interessant, die neben den Bauwerken die Landschaft und ihre geschützten Waldgesellschaften in den Blick nehmen möchten.
Der Aussichtsturm Mariánka ist ein 23 Meter hoher Holzturm aus dem Jahr 2014. Eine stählerne Wendeltreppe führt hinauf zur Aussichtsplattform in 18,8 Metern Höhe. Von dort reicht der Blick auf das Adlergebirge, den Suchý vrch, Lanškroun und die Umgebung; bei guter Sicht sind auch die Gipfel des Riesengebirges zu sehen. Der Turm ist ganzjährig geöffnet. Prüfen Sie vor der Reise den Zugang, und rechnen Sie bei der Aussicht auf die Fernsicht mit wechselnden Sichtverhältnissen.
Wander- und Radwege
Der rot markierte Fernwanderweg Jiráskova cesta verläuft durch das Katastergebiet von Horní Čermná. Im Sommer wird er von Wanderern genutzt, im Winter von Skilangläufern; die Schneeverhältnisse können dabei variieren. Ein gelb markierter Wanderweg führt von Horní Čermná nach Westen zum Wallfahrtsort Mariánská Hora. Ein weiterer gelb markierter Weg verläuft durch das Sázavské údolí zum Gipfel Lázek auf 714 Metern Höhe. Die genannten Wege setzen unterschiedliche Ziele: einmal steht der Wallfahrtsort am Endpunkt, einmal der Gipfel. Prüfen Sie die Wegmarkierungen vor der Tour, da sie sich ändern können.
Auch Radfahren ist durch eine benannte Route vertreten: Die Radroute 4072 führt durch Horní Čermná und verbindet den Ort mit Dolní Čermná, Petrovice, Bystřec und Čenkovice. Wenn Sie diese Verbindung einplanen, gleichen Sie die Routennummer vor der Fahrt ab. So lässt sich die Radoption von den Wanderwegen unterscheiden, ohne beide zu einer gemeinsamen Strecke zusammenzufassen.
Kirchen und Wallfahrtsgeschichte
Bei Mariánská Hora, im Katastergebiet von Horní Čermná, liegt die Wallfahrtskirche der Geburt der Jungfrau Maria. Der heutige Kirchenbau entstand 1875. Vor der Kirche wurde 1886 ein Kreuzweg mit vierzehn Kapellen errichtet. Wallfahrten auf Mariánská Hora finden seit 1885 statt. Während der deutschen Besatzung waren sie verboten; nach der Befreiung wurden sie wieder aufgenommen und finden bis heute statt.
Die evangelische Kirche von Horní Čermná wurde zwischen 1836 und 1839 erbaut. Ihr Turm kam 1884 bis 1885 hinzu. Zur Ausstattung des Innenraums gehört eine im Ersten Weltkrieg gefertigte Orgel mit einem älteren, verzierten Orgelgehäuse. Die Bauzeiten zeigen, dass das heutige Kirchenensemble aus mehr als einer Bauphase stammt. Auch das Kriegsdenkmal in Horní Čermná hat eine eigene jüngere Geschichte: Seine heutige Gestaltung besteht seit 2018.
Aufenthalt planen
Horní Čermná ist gut mit dem Bus erreichbar; prüfen Sie für Ihren Reisetag den Fahrplan. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zunächst festlegen, worauf Sie den Aufenthalt ausrichten möchten: auf die Wanderwege und Aussicht, auf Kirchen und Wallfahrtsgeschichte oder auf eine Mischung dieser Interessen. Die Wege, der Turmzugang und saisonale Angebote sollten Sie jeweils für den geplanten Besuch prüfen.
Das Koupaliště Horní Čermná ist ein ehemaliger Löschwasserbehälter, der als örtliches Freibad genutzt wird. Wenn Sie es einplanen, prüfen Sie vorab, ob es an Ihrem Besuchstag betrieben wird. So bleibt die Badeoption von den ganzjährig geöffneten Aussichtsturm- und Kulturthemen unterscheidbar.
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