Všekary lässt sich über mehrere Zeitschichten erschließen: bronzezeitliche Hügelgräberfelder, eine spätbarocke Kapelle und erhaltene Spuren des Erzabbaus geben dem Ort unterschiedliche kulturgeschichtliche Anknüpfungspunkte. Auch die Kirche St. Barbara ist mit einem archäologischen Gebiet verbunden, das Bergbau einschließt. Eine grün markierte KČT-Wanderroute führt nach Všekary und ergänzt die historischen Themen um eine konkrete Tourenoption. Für Ihren Aufenthalt können Sie den Schwerpunkt auf Architektur, Archäologie, Bergbaugeschichte oder eine Wanderverbindung legen.
Archäologie und Bergbau
Die Kirche St. Barbara steht etwa einen Kilometer westlich von Všekary. Das mit ihr verbundene archäologische Gebiet umfasst eine Kirche, einen Bergbaukomplex und ein Bergwerk; die archäologische Ausweisung wurde 2023 aktualisiert. Sakrale und bergbauliche Bestandteile stehen hier in einem gemeinsamen archäologischen Zusammenhang. Nahe der Kirche sind Bergbauspuren vom Ende des 19. Jahrhunderts bekannt, die mit dem Bergwerk Barbořin vrch verbunden werden. Auch ältere Ursprünge sind möglich.
In den Wäldern rund um Všekary sind weiterhin Spuren des Abbaus von Blei- und Zinkerzen erhalten. Die Befunde nahe St. Barbara werden mit Barbořin vrch verbunden und ans Ende des 19. Jahrhunderts eingeordnet; die Waldspuren ergänzen das Bergbauthema um die beiden konkret benannten Erzarten.
Eine weitere archäologische Perspektive bieten Hügelgräberfelder aus der mittleren und jüngeren Bronzezeit, die in Všekary und der näheren Umgebung erhalten sind. Mit ihnen ist ein typischer Brandbestattungsritus verbunden. Brandbestattung bezeichnet eine Bestattungsform mit Einäscherung und gibt den Hügelgräbern neben ihrer Datierung ein weiteres konkretes Merkmal. Sie verweisen damit auf eine deutlich frühere Epoche als die Bergbauspuren vom Ende des 19. Jahrhunderts.
Kapelle St. Johannes Nepomuk
Neben der ehemaligen Schule von Všekary steht die Kapelle St. Johannes Nepomuk. Sie ist spätbarock und wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts während der Herrschaft Maria Theresias erbaut. Die Verbindung mit dieser Herrschaft ordnet die Bauzeit in eine historische Epoche ein. Früher befand sich in der Kapelle unter anderem eine gotische Madonnenstatue aus dem 15. Jahrhundert. Bau und Statue gehören somit zu verschiedenen Jahrhunderten: Die Madonna wird ins 15. Jahrhundert datiert, der spätbarocke Bau entstand im 18. Jahrhundert.
Als digitales Angebot kommt die virtuelle Ausstellung „Galerie Sv. Barbory“ infrage. Prüfen Sie vorab, ob sie aktuell verfügbar ist.
Eine markierte Wanderverbindung
Die grün markierte KČT-Wanderroute führt nach Všekary und schließt an eine blau markierte Route an. Diese führt nach Hradišťany oder Hradec u Stoda. Damit sind zwei Ziele für die anschließende blaue Strecke benannt. Die Routenbeschreibung wurde zuletzt 2021 aktualisiert; prüfen Sie vor der Tour die aktuelle Markierung, damit Sie Ihre Planung daran ausrichten können.
Weitere Reiseziele entdecken: Chocomyšl, Ceska Kubice, Hlohová, Kout Na Šumavě, Mířkov, Chodská Lhota, Pila, Tlumačov
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Domažlice.