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In Chanovice führt eine klare Abfolge von historischen Bauwerken zu Themen der Landschaft und des ländlichen Lebens: Das Barockschloss ist von einem Park umgeben, die Kirche Povýšení sv. Kříže steht daneben, und ein Lehrpfad führt vom Schlossareal bis zum Freilichtmuseum. Sie können Ihren Besuch danach ausrichten, ob Sie zuerst die Architektur, den Weg oder die historischen Lebenswelten in den Mittelpunkt stellen möchten.

Schloss und Kirche: zwei historische Schichten

Das Schloss Chanovice ist ein Barockbau; an seiner Stelle stand ursprünglich eine gotische Feste. Neben dem Schloss befindet sich die Kirche Povýšení sv. Kříže, ein barocker Bau aus den Jahren 1751 bis 1764. Sie bewahrt teilweise Elemente des früheren gotischen Heiligtums. Die Baugeschichte zeigt sich damit auf unterschiedliche Weise: Beim Schloss steht der Wechsel von der gotischen Feste zum Barockschloss im Vordergrund, bei der Kirche verbindet sich die barocke Gestaltung mit erhaltenen Teilen des früheren Heiligtums.

Lehrpfad durch Park und Landschaft

Der Lehrpfad „Příroda a lesy Pošumaví“ beginnt an der Kirche Povýšení Svatého Kříže am Schlossareal. Er führt durch den Park über den Hügel Chlum zur Exposition der Volksarchitektur, dem Freilichtmuseum Chanovice. Die Strecke ist 2,2 Kilometer lang, für Fußgänger bestimmt und in beide Richtungen begehbar. An neun Stationen geht es um bedeutende Pflanzen, Tiere und die geologischen Verhältnisse der Umgebung. So können Sie den Weg sowohl nach seinen Naturthemen als auch nach dem Ziel im Freilichtmuseum auswählen. Der 31 Meter hohe Aussichtsturm am Lehrpfad bietet Ausblicke über die Šumava vom Český les bis nach Českokrumlovsko sowie über Blatensko und Brdy. Da sich Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor dem Aufbruch.

Volksarchitektur und ländliches Leben

Im Freilichtmuseum Chanovice sehen Sie historische Formen des dörflichen Wohnens, der Landwirtschaft, der häuslichen Produktion und des Handwerks. Der Zeitraum reicht von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Museum ist zugleich ein Rettungsprojekt für gefährdete Objekte der Volksarchitektur in Südwestböhmen. Wenn Sie sich besonders für historische Lebens- und Arbeitsweisen interessieren, liegt hier ein anderer Schwerpunkt als auf dem Lehrpfad: Dort stehen Pflanzen, Tiere und Geologie der Umgebung im Mittelpunkt, im Museum das Wohnen und Arbeiten auf dem Land.

Veranstaltungen und Besuchsplanung

Auch die Veranstaltungen setzen unterschiedliche Akzente. Beim jährlich stattfindenden Den řemesel werden traditionelle Handwerke präsentiert. Der im Herbst stattfindende Den tradiční potraviny ist ein regionales Fest. Wenn Sie Ihre Reise an einer Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie vorab deren Termine.

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist ein Besuch des Freilichtmuseums für Gruppen ab zehn Personen nach vorheriger Vereinbarung möglich. Stimmen Sie einen solchen Besuch im Voraus ab, da sich saisonale Regelungen ändern können.

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