In Horšice treffen Baugeschichte und Landschaft aufeinander: Die Kirche des heiligen Matthias führt bis in die Zeit um 1300 zurück, während der Zlatý potok den Ort in zwei Teile gliedert. Dazu kommen bewaldete Hügel, Radwege und Erinnerungsorte mit Bezug zur Geschichte der Region. Wer ein Reiseziel mit Kultur- und Radthemen sucht, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Baugeschichte zwischen Horšice und Újezd
Die Kirche des heiligen Matthias in Horšice ist ursprünglich ein gotischer Bau aus der Zeit um 1300 und wurde später barock umgebaut. Sie wird als unbewegliches Kulturdenkmal geführt. Der zeitliche Wandel gehört damit direkt zur Baugeschichte der Kirche: Auf den gotischen Ursprung folgte eine spätere barocke Umgestaltung.
Auch das Schloss in Újezd verbindet unterschiedliche Bauformen. Es ist ein zweiflügeliger, einstöckiger Bau; an seiner Ostseite steht die Kapelle der heiligen Anna, die später hinzugefügt wurde. In Horšice steht noch die große Scheune, die mit der jüngeren Feste des Ortes verbunden ist. Der rechteckige, zweigeschossige Bau misst etwa 14 × 21 Meter und besitzt ein Mansarddach sowie massive Strebepfeiler. Von der älteren Feste sind dagegen nur unauffällige Geländespuren erhalten. So reicht die örtliche Baugeschichte von einem noch stehenden großen Gebäude bis zu kaum auffälligen Spuren im Gelände.
Der Zlatý potok und die bewaldeten Hügel
Der Zlatý potok fließt durch Horšice und teilt den Ort in zwei Teile. Entlang des Bachs liegen die drei höchsten bewaldeten Hügel von Horšice: Nevěrná mit 571 Metern, Holý vrch mit 569 Metern und Jindřín mit 535 Metern. Auf Jindřín befindet sich außerdem ein Burgwall aus der vorgeschichtlichen Besiedlung der Region. Die Namen und Höhen geben eine konkrete Orientierung zur Landschaft; der Burgwall ergänzt den Naturbezug um einen archäologischen Aspekt.
Radwege und unterschiedliche Streckenverläufe
Die Radroute Nr. 2189 verläuft über Horšice auf der Strecke Loupenská Háj–Horšice–Újezd–Kbelnice. Die Radroute Nr. 2186 hat einen anderen Bezug zum Ort: Sie führt durch das Verwaltungsgebiet von Horšice auf der Strecke Radkovice–Vitouň–Luh. Für die Orientierung macht es also einen Unterschied, ob Horšice ausdrücklich in der Streckenfolge genannt wird oder ob die Route dem Verwaltungsgebiet zugeordnet ist. Prüfen Sie vor einer Radtour die aktuelle Wegweisung.
Šlajsova pětapadesátka bezeichnet eine 50 Kilometer lange Gedenk-Radtour, die anlässlich des Jahrestags von Šlajs' Tod stattfindet. Damit ist sie eine klar umrissene, längere Radoption mit historischem Anlass. Wenn Sie eine Teilnahme planen, prüfen Sie den aktuellen Termin.
Gedenkorte und historische Daten
Das Denkmal in Nevěrná erinnert an den Gendarmerie-Wachtmeister Josef Šlajs. Er wurde am 19. Mai 1945 im Wald oberhalb von Újezd bei der Suche nach deutschen Soldaten schwer verwundet und erlag am 20. Mai seinen Verletzungen. Die Tělovýchovná jednota Sokol Horšice errichtete das Denkmal am 26. August 1945. Die Daten unterscheiden den Tag der Verwundung, den Todestag und die spätere Errichtung des Denkmals.
Ein weiteres Zeichen der lokalen Sakralgeschichte ist das Wegkreuz U křížku an der Straße von Horšice nach Luh. Es wurde am 5. September 2000 wiederhergestellt. Zusammen mit der Kirche des heiligen Matthias und der Kapelle der heiligen Anna ergänzt es die größeren Bauwerke um einen kleineren, straßenbezogenen Erinnerungsort.
Anreise und Gottesdienste
Horšice wird von ČSAD-Bussen bedient. Wenn Sie mit dem Bus anreisen möchten, prüfen Sie für Ihren Reisetag den aktuellen Fahrplan, da sich Verkehrsangebote ändern können. In der Kirche des heiligen Matthias finden regelmäßig sonntags römisch-katholische Gottesdienste der Pfarrei Přeštice statt. Für einen geplanten Gottesdienstbesuch empfiehlt sich ein Abgleich mit dem aktuellen Zeitplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Roupov, Nová Ves U Plzně, Kotovice, Tojice, Radkovice U Příchovic, Dnešice, Dolní Lukavice, Chocenice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Plzeň-Jih.