Felsenlandschaft und Feuchtgebiete
Das Naturschutzgebiet Hruboskalsko umfasst 219,2 Hektar und erstreckt sich über die Katastergebiete von Hrubá Skála, Kacanovy, Karlovice und Turnov. Zu ihm gehört der Kernbereich der Felsenstadt Hruboskalské skalní město. Die markanten Felsgruppen Maják, Kapelník und Dračí skály geben der Landschaft konkrete Namen, an denen sich die Erkundung orientieren lässt.
Einen anderen Naturraum bilden die Sedmihorské mokřady. Sie liegen in der Überschwemmungsaue des Flusses Libuňka, in der Gemeinde Karlovice-Sedmihorky im Liberecký kraj. Das Gebiet gilt als biologisch, ökologisch und landschaftlich außergewöhnlich wertvoll. Dort wurden mehr als 120 Vogelarten festgestellt; mit weiterer Beobachtung kann diese Zahl noch steigen. Die geologische Lokalität Sedmihorky ist außerdem als geotouristische Sehenswürdigkeit und als Exkursionsort ausgewiesen.
Wanderwege und Radrunden
Lázně Sedmihorky ist ein Ausgangspunkt für Wander- und Radwege. Eine Orientierung für die Radrunde bietet die Strecke „Malý okruh Hruboskalskem – cesta rájem“: Sie ist 26,5 Kilometer lang und beginnt und endet in Sedmihorky. Der Rad-Rundkurs „Malý okruh Hruboskalskem“ führt zur Burg Valdštejn, zu Aussichtspunkten der Felsenstadt Hruboskalské skalní město, zum Arboretum Bukovina und zum Schloss Hrubá Skála. Bei konkreter Planung empfiehlt es sich, die örtlichen Bedingungen für die Route zu prüfen.
Auch die Wanderwege lassen sich anhand ihrer Richtung unterscheiden. Durch Karlovice verläuft ein blau markierter Weg in Richtung Kozákov, Sedmihorky und weiter zur Felsenstadt Hruboskalské skalní město. Über deren Höhenweg führt der Goldene Weg des Böhmischen Paradieses; entlang der Strecke liegen mehrere Aussichtspunkte mit weiten Blicken in die Landschaft. Wer eine Tour auswählt, kann damit unterschiedliche Schwerpunkte setzen: eine Radrunde mit angegebener Länge oder Wanderwege, die durch ihre Richtungen und Aussichtspunkte Orientierung geben.
Kurgeschichte und historische Orte
Die hydrotherapeutischen Heilbäder Lázně Sedmihorky wurden am 15. Mai 1842 eröffnet; ihr deutscher Name lautet Bad Wartenberg. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Lázně Sedmihorky zu einem bedeutenden kulturellen und gesellschaftlichen Zentrum. Wichtige Persönlichkeiten kamen zu Kur- und Gesellschaftsaufenthalten. Das Denkmal für MUDr. Antonín Šlechta erinnert an den Gründer der Bäder: Es zeigt eine realistische Bronzebüste auf einem massiven Granitsockel mit kleinen seitlichen Brunnen. Enthüllt wurde das Denkmal 1890; geschaffen hat es Josef Václav Myslbek.
Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist die Kirche St. Georg in Přáslavice. Sie wurde im 14. Jahrhundert gegründet und ist der einzige erhaltene Überrest der ehemaligen mittelalterlichen Siedlung Přáslavice, die als Ortsteil von Karlovice geführt wird. In einer in einen Felsblock gehauenen Nische an der örtlichen Straße von der Kirche zum Ortszentrum steht die Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Sie wurde 1763 angefertigt; der Ort ist als Přáslavice, ein untergegangenes Dorf, bekannt. Für die Kirche ist eine Regelung mit Gottesdiensten an jedem dritten Samstag im Monat um 15 Uhr überliefert. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob dieser Termin aktuell gilt.
Das Informationszentrum der CHKO Český ráj befindet sich im Arboretum Bukovina, Sedmihorky 100, in Karlovice-Sedmihorky.
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