Rovensko pod Troskami verbindet eine markante Felsenlandschaft mit einem Ortsbild, dessen Geschichte sich an Glockenturm, Kirche und Platz ablesen lässt. Der Ort gilt als bedeutende Kreuzung von Wanderwegen im Böhmischen Paradies. Eine 9 km lange Rundwanderung führt vom Platz über Borek und Trosky zurück zum Ausgangspunkt. So lässt sich eine Wanderung mit einem Blick auf die historischen Bauwerke im Ort verbinden.
Wandern auf der blau markierten Route
Die empfohlene Route beginnt auf dem Platz von Rovensko pod Troskami und folgt der blau markierten Strecke in Richtung Borek pod Troskami. Sie führt durch Borecké skály; an der Aussicht Svatopluka Čecha richtet sich der Blick auf Trosky. Die Runde verläuft über Borek und Trosky zurück zum Platz. Die Angabe von 9 km bezieht sich auf den gesamten Rundweg, nicht allein auf den Abschnitt in Richtung Borek.
Borecké skály: Felsen und Brutvögel
Das geschützte Naturdenkmal Borecké skály liegt auf dem Gemeindegebiet von Rovensko pod Troskami und Hrubá Skála. Es ist eine Felsenstadt aus oberkretazischen Quadersandsteinen. Durch das Gebiet führt ein markierter Wanderweg mit Aussichtspunkten; auch die blau markierte Route verläuft durch Borecké skály. In den Felsen brüten Turmfalken und Uhus sowie seltene Kolkraben. Geologie, Aussichtspunkte und Brutvögel geben dem Felsgebiet jeweils einen eigenen Charakter.
Der Glockenturm und seine drei Glocken
Der hölzerne Glockenturm stammt aus dem Jahr 1630. Er besitzt drei sogenannte Rebellentenglocken, deren Klöppel nach oben hängen. Die drei Glocken werden durch Treten in Bewegung gesetzt. Während des Läutens ist der Turm jeden Sonntag und an staatlich anerkannten Feiertagen von 11:45 bis 12:15 Uhr zugänglich, ohne Führung und in Anwesenheit der Glöckner. Prüfen Sie diese Besuchsregelung vor der Anreise erneut.
Geschichte am Platz und in der Kirche
Auf dem Platz steht eine barocke Mariensäule aus dem Jahr 1744. Im Zentrum des Platzes befindet sich außerdem die Skulpturengruppe „Rozhovor“ des Bildhauers Josef Drahoňovský. Die Kirche in Rovensko pod Troskami bringt weitere historische Zeitmarken ins Ortsbild: Ihr gotischer Chor stammt aus dem 14. Jahrhundert, das Kirchenschiff wurde 1573 umgebaut. So lassen sich an den Bauwerken unterschiedliche Epochen ablesen, ohne sie zu einem einzigen Bauabschnitt zusammenzufassen.
Handwerk, Dichter und Komponist
Zur häuslichen Handwerkstradition des Ortes gehört das Schleifen böhmischer Granate, von Glas und Halbedelsteinen. Rovensko pod Troskami ist auch der Geburtsort des Komponisten Václav Karel Holan Rovenský; bestattet wurde er in der Kirche von Rovensko. Ein Denkmal im Stadtpark erinnert an den Aufenthalt des Dichters Svatopluk Čech im Sommer 1891. Eine Felsaussicht im Wald Bor oberhalb des Ortes ist nach ihm benannt. An der Route bietet die Aussicht Svatopluka Čecha den Blick auf Trosky.
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