In Ledenice treffen mehrere historische Zeitschichten aufeinander: von der Kirche St. Laurentius, deren Geschichte um 1300 beginnt, bis zu Ortszeichen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Daneben gehören kleine Wasserflächen im bebauten Gebiet zu den Zielen für Spaziergänge, Angeln und im Winter zum Schlittschuhlaufen. So lässt sich der Ort sowohl über seine Bau- und Ortsgeschichte als auch über seine Teiche kennenlernen.
Teiche und Wege rund um Ledenice
Zu den kleinen Wasserflächen innerhalb des bebauten Gebiets zählen Bagr, Dolní und Horní Hradský, Dolní und Horní Jáma, Lazna, Parčák und Slavíček. Sie werden für Spaziergänge und zum Angeln aufgesucht; im Winter kommt Schlittschuhlaufen als weitere Aktivität hinzu. Damit sind die Teiche nicht nur landschaftliche Namen auf der Karte, sondern auch Ziele für unterschiedliche Jahreszeiten.
Östlich von Ledenice liegt der Adamovský rybník, auch Adamec genannt. Mit vermutlich mindestens acht Hektar gilt er als größter Teich im Gebiet Ledenicko. Er unterscheidet sich damit in Maßstab und Lage von den kleinen Wasserflächen im bebauten Gebiet.
Für die Anreise mit dem Rad führt der Radweg 1050 abseits der Hauptstraße nach Ledenice. Prüfen Sie die Beschilderung vor Ort. Außerdem wurde von Ledenice bis zur Kreuzung mit Ohrazeníčko ein kombinierter Weg für Fußgänger und Radfahrer gebaut. Da sich Wegbedingungen ändern können, empfiehlt sich auch hier ein Blick auf den Zustand vor der Tour.
Baugeschichte und Denkmäler im Ort
Die Kirche St. Laurentius entstand um 1300 an der Stelle einer älteren Kapelle. Der frühgotische Bau hat ein rechtwinklig abgeschlossenes Presbyterium; 1782 kam ein barocker Turm hinzu. An der Kirche lassen sich so eine frühe Bauphase und eine spätere Ergänzung unterscheiden. Die Kirche und das Pfarrhaus sind gemeinsam mit einem Tor und einer Umfassungsmauer als unbewegliches Kulturdenkmal unter der ÚSKP-Nummer 41645/3-219 geführt.
Auf dem Platz von Ledenice steht an der Straße vor dem Schulgebäude ein steinerner Pranger aus dem Jahr 1778. Er gilt als außergewöhnliches Denkmal der Justizgeschichte. In Ledenice stehen außerdem drei Statuen des heiligen Johannes Nepomuk. Eine davon stammt aus dem Jahr 1842 und wurde von einem unbekannten Volkskünstler geschaffen.
Auch die Nutzung älterer Gebäude gehört zur Ortsgeschichte: Das Rathaus befindet sich in einem ehemaligen Betriebsgebäude einer Brauerei, in der seit dem 16. Jahrhundert Bier gebraut wurde. Die ehemalige Burgstelle lag unmittelbar oberhalb des Dolní-Hradský-Teichs. Nach dem Untergang der Burg wurde sie mit Wohnhäusern bebaut. Unterhalb der Burg ist 1376 ein Wildgehege erwähnt, das zu den ältesten adligen Wildgehegen Böhmens gehörte und während der Hussitenkriege zusammen mit der Burg verschwand.
Der Ortsteil Hrad liegt südöstlich des Bachs. Sein Name erinnert an einen ehemaligen Herrensitz und gehört zu den wenigen erhaltenen Hinweisen auf ihn. Diese Ortsbezüge unterscheiden sich von den noch stehenden Denkmälern: Hier verweisen Name und Lage auf eine frühere Geschichte, während Kirche, Pranger und Rathaus konkrete Bauwerke im heutigen Ort benennen.
Marionettenmuseum und Erholungsanlage
Das private Fink-Marionettenmuseum umfasst eine ständige Puppenbühne. Aufführungen nach Familientexten finden auf Anfrage statt. Das Museum kann nach Klingeln oder nach vorherigem Anruf unter 606 925 146 besucht werden; klären Sie die Besuchsmodalitäten vor der Anreise. Der Betreiber repariert bis heute alte Marionetten und stellt neue her. Damit verbindet das Museum eine Aufführungsmöglichkeit auf Anfrage mit der handwerklichen Arbeit an den Puppen.
Der ehemalige Pfarrgarten mit einem kleinen Teich wurde 2004 zu einer parkähnlich gestalteten Erholungsanlage umgestaltet. Zusammen mit den Teichen im bebauten Gebiet ergänzt er die historischen Bauwerke um einen weiteren örtlichen Bezug zum Wasser.
Weitere Reiseziele entdecken: Vlhlavy, Branischen, Borownitz, Holasovice, Libín, Pfaffendorf, Mladošovice, Mydlovary.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres České Budějovice.