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Polletitz richtet den Blick auf zwei unterschiedliche Entdeckungen: die romanische Kirche St. Nikolaus in Boletice und eine längere Tour zum Knížecí Stolec. Für die Planung lohnt es sich, Kulturbesuch und Wegzugang auseinanderzuhalten: Die Innenräume der Kirche sind normalerweise geschlossen und nur nach vorheriger Vereinbarung zu besichtigen; der Rundweg zum Gipfel ist an Wochenenden und Feiertagen öffentlich zugänglich, darf aber nur auf der markierten Route begangen werden. Im Militärbezirk finden militärische Übungen statt.

Kirche St. Nikolaus und ihre Geschichte

Die Kirche entstand ursprünglich als romanischer Bau in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Seit dem 3. Mai 1958 ist sie als nationales Kulturdenkmal eingetragen und gilt als ältestes sakrales Denkmal Südböhmens. Im Chorraum sind teilweise freigelegte mittelalterliche Wandmalereien erhalten. Wer die Innenräume besichtigen möchte, sollte den Besuch vorab vereinbaren. Die Kirche wird außerdem für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen sowie Trauungen genutzt.

Spuren des früheren Boletice

In der heute untergegangenen Gemeinde Boletice wurde spätestens seit 1722 in einem Gebäude unterrichtet, das zu einem weitläufigen Pfarrhof bei der Kirche St. Nikolaus gehörte. Eine Beschreibung aus dem Jahr 2021 hält an der ehemaligen Schule Reste der Umfassungsmauern mit Teilen der Fassade beziehungsweise des Putzes sowie erhaltene hölzerne Fensterrahmen fest.

Im 13. Jahrhundert war Boletice das Zentrum einer ausgedehnten königlichen Rychta. Außerdem war der Ort ein bedeutendes Zentrum an der alten Route der Linecká stezka. Diese historischen Bezüge ergänzen den Kirchenbesuch um die Siedlungsgeschichte, ohne den Blick auf die erhaltenen Bau- und Landschaftsspuren zu verengen.

Archäologie und Landschaft

Auf dem Raziberk liegt ein hallstattzeitliches Höhensiedlungsareal aus der älteren Eisenzeit, dessen Entstehung ungefähr auf die Zeit von 750 bis 450 v. Chr. datiert wird. Die Befestigung ist unregelmäßig kreisförmig angelegt und weist zwei parallel verlaufende ringförmige Wälle sowie vorgelagerte Gräben auf.

Der Knížecí Stolec, früher auch Liščí louka genannt, ist 1.236 Meter hoch und liegt im südböhmischen Teil des Böhmerwaldes. Er ist der höchste Berg der Želnavská hornatina und nach dem Smrčina der zweithöchste Berg im Okres Český Krumlov. Auf seinem Gipfel wurde am 11. Juli 2012 ein acht Meter hoher hölzerner Aussichtsturm feierlich eröffnet. Der Militärbezirk Boletice im Umfeld von Boletice ist im Rahmen von Natura 2000 geschützt. Dazu gehören die europäischen Schutzgebiete Boletice und Polná sowie das Vogelschutzgebiet Boletice.

Wander- und Radrouten planen

Der Rundweg zum Knížecí Stolec ist 14 Kilometer lang und überwindet mehr als 400 Höhenmeter. Er ist an Wochenenden und Feiertagen öffentlich zugänglich; Besucher müssen auf der markierten Route bleiben, da das Gebiet militärisch genutzt wird. Für den Militärbezirk Boletice und seine Umgebung sind insgesamt 75,5 Kilometer markierte Wanderwege und 95 Kilometer Radwege ausgewiesen. Diese regionalen Angaben umfassen ein größeres Gebiet als eine einzelne Tour. Da es sich um eine aktive Militärzone handelt, prüfen Sie vor der Abfahrt die Zugangsbedingungen für Ihre geplante Strecke.

Für die Anfahrt zur Kirche ist der Radweg 1254 eine konkrete Routenangabe: Er führt von der Kájovská-Zufahrt über Maniny zur Kirche St. Nikolaus in Boletice. Der Rundkurs Kájovsko–Boleticko ist einschließlich der Abstecher zum Schloss Červený Dvůr und zur Kirche etwa 20 Kilometer lang und verläuft ausschließlich auf bestehenden markierten Radwegen. Prüfen Sie vor der Tour die örtlichen Bedingungen. So lassen sich Kulturziele und Radstrecken als unterschiedliche Bausteine Ihrer Reise planen, ohne eine bestimmte Route oder Zugangsmöglichkeit vorauszusetzen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Český Krumlov.

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