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Die Kirche St. Bartholomäus in Kunžak wurde erstmals 1370 erwähnt. Ihre heutige Gestalt erhielt sie nach den Wiederaufbauten infolge der Brände von 1742 und 1808. Die Baugeschichte reicht damit von der ersten Erwähnung bis zu den späteren Veränderungen des Kirchengebäudes.

Kirche, Denkmal und ältere Bauformen

Der prismatische Kirchturm ist 24,8 Meter hoch und hat fünf Geschosse. Er wurde 1556 angebaut und endet mit einer Renaissancehaube. Hinter der Kirche steht das 1796 im klassizistischen Stil erbaute Pfarrhaus. Diese Bauwerke zeigen unterschiedliche architektonische Schwerpunkte rund um St. Bartholomäus.

Vor dem Kirchturm steht das 1933 errichtete Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs. Es trägt eine Legionärsstatue der in Kunžak geborenen Bildhauerin Karla Vobišová-Žáková (1887–1961). Fünf geschützte Bildstöcke ergänzen das Ortsbild: Zwei befinden sich in der Parkanlage bei der Kirche, drei an ihren ursprünglichen Standorten.

Auch das Blockhaus Nr. 63 ist ein seltenes erhaltenes Beispiel eines älteren Typs des regionalen volkstümlichen Wohnhauses. Unterhalb der Schule steht ein Steinbrunnen aus dem Jahr 1815. Er war ursprünglich der größte Brunnen Kunžaks.

Teichlandschaft und geschützte Natur

Der Teich Komorník wurde 1575 von Zachariáš von Hradec angelegt. Er umfasst 56 Hektar und ist drei Kilometer lang. Im Sommer wird er als beliebte Badegelegenheit genutzt; Badebedingungen und Einrichtungen können variieren.

Eine andere Größenordnung zeigt das etwa einen Kilometer westlich von Kunžak gelegene, 0,11 Hektar große geschützte Naturdenkmal. Dort gibt es ein besonderes Vorkommen des Gemeinen Wacholders; auch dessen Genpool ist geschützt. Komorník und die kleine Wacholderfläche stehen so für unterschiedliche Naturthemen. Die Quelle Javorka liegt an der Bystřická-Straße auf 634 Metern Höhe. Vysoký kámen ist 738 Meter hoch und der höchste Punkt der Umgebung von Kunžak.

Wandern auf dem Czech Canada Trail

Der Wanderweg Czech Canada Trail erreicht Kunžak etwa drei Kilometer vom Krvavý-Teich entfernt über eine ruhige Straße. Vom Kunžak-Abschnitt des Trails führt die Route auf rot markierten Wanderwegen durch eine Schlucht und den Kunžacký-Wald in Richtung Vysoký kámen. Die Landschaft gilt trotz der Auswirkungen des Borkenkäferbefalls als reizvoll. Vor dem Start empfiehlt sich ein Blick auf Wegzustand und Markierungen.

Ortsgeschichte und regionaler Rahmen

Kunžak entstand an einer Kreuzung von Handelswegen. Velké Podolí ist der älteste Teil von Kunžak und bietet damit einen weiteren Anhaltspunkt für die Ortsgeschichte. Zusammen mit den Bauwerken und Denkmälern ergibt sich ein Blick auf verschiedene historische Ebenen des Ortes, von der frühen Entwicklung bis zu konkreten Bau- und Kunstwerken.

Für den größeren regionalen Rahmen: Das Gebiet Česká Kanada wird von Kunžak, Nová Bystřice und Slavonice begrenzt und wurde 1994 zum Naturschutzgebiet erklärt. So lässt sich die Ortsgeschichte auch neben einem Landschaftsraum betrachten, der einen eigenen Schutzstatus hat.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jindřichův Hradec.

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