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Zbytiny bietet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: einen kurzen Lehr- und Erlebnispfad, zwei Radwege mit ausgewiesenen Längen sowie Bau- und Brauchtumsgeschichte.

Matýskova stezka und Radwege

Der Lehr- und Erlebnispfad Matýskova stezka führt von Zbytiny zur aufgegebenen Siedlung Mošna. Mit 1,3 km ist er eine kurze Strecke und richtet sich an die ganze Familie. Neun Stationen gliedern den Weg. Das benannte Ziel und die Stationen geben dem Pfad einen eigenen Charakter; seine Länge unterscheidet ihn deutlich von den beiden Radstrecken, die ebenfalls durch Zbytiny führen.

Die Radroute 1055 ist 43 km lang. Sie verläuft von Prachatice über Libínské sedlo und Volary bis Soumarský most. Die Radroute VI führt von Kříž V. u Chrobol über Skříněřov, Tetřívčí potok, Arnoštov und Záhvozdí bis Pěkná und ist 32 km lang. Beide führen durch Zbytiny, nehmen aber unterschiedliche Verläufe und haben verschiedene Endpunkte. Route VI ist 11 km kürzer als Route 1055.

Kirche, Baugeschichte und Brauchtum

Die Kirche St. Vitus ist ursprünglich gotisch und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Nach dem Dorfbrand von 1738 wurde sie wieder aufgebaut. Vom ursprünglichen Bauwerk ist das westliche profilierte Portal erhalten. Damit stehen an der Kirche drei Aspekte der Baugeschichte nebeneinander: die frühe gotische Anlage, der Wiederaufbau nach dem Brand und ein erhaltenes Element des ursprünglichen Gebäudes.

Auch das Brauchtum in Zbytiny hat einen klaren Bezug zur Landwirtschaft. Staročeská konopická ist ein Erntefestbrauch, der mit der Ernte von Flachs, ursprünglich Hanf, verbunden ist. Als alter dörflicher Unterhaltungsbrauch war die Tradition Mädchen und Frauen vorbehalten.

In der Umgebung ist Svatá Magdalena ein Wallfahrtsort. Die Wallfahrt findet jedes Jahr am Sonntag nach dem Fest der heiligen Magdalena am 22. Juli statt. Für die zeitliche Einordnung ist daher die Verbindung aus Festtag und folgendem Sonntag entscheidend, nicht ein unveränderlicher Termin am 22. Juli selbst.

Natur- und Verkehrsgeschichte

Im Katastergebiet Zbytiny zielte ein Schutzgebietsprojekt im NPP Blanice darauf ab, die Lebensbedingungen der kritisch gefährdeten Flussperlmuschel zu verbessern und ihren natürlichen Entwicklungszyklus zu unterstützen.

Auch die Verkehrsgeschichte lässt sich zeitlich einordnen. 1899 erreichte der erste Zug Zbytiny; zugleich wurde die Eisenbahnstrecke Prachatice–Volary eröffnet. Auf der früheren Waldbahn wurde bis 1963 gefahren, anschließend wurde sie stillgelegt.

Für einen Aufenthalt lassen sich damit verschiedene Interessen verbinden: der kurze, familienorientierte Lehrpfad, Radstrecken, die sich nach ihrer Länge und ihrem Verlauf unterscheiden, sowie konkrete Zeugnisse von Architektur, Brauchtum und Verkehrsgeschichte. Die einzelnen Themen bleiben dabei eigenständig – von der Kirche St. Vitus über die Route nach Mošna bis zur Flussperlmuschel im NPP Blanice.

Weitere Reiseziele entdecken: Horní Záblatí, Lčovice, Volary, Babice U Netolic, Šumavské Hoštice, Smedec, Malenice, Ckyne

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Prachatice.

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