Cestice liegt westlich von Volyně oberhalb des Tals des Bachs Peklov in der Landschaft Šumavské podlesí. Für die Reiseplanung treffen hier Ortsgeschichte, sakrale Baukunst und das Thema regionaler Imkerei aufeinander. Kirche, Schloss, Kalvárie und die Včelí stezka setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Kirche und Schloss: mehrere Bauphasen
An der Kirche Kostel Stětí Sv. Jana Křtitele lassen sich mehrere Bau- und Ausstattungsphasen unterscheiden. Der Turm stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert. Der östliche Teil der Kirche ab dem Triumphbogen sowie Presbyterium und Chor wurden im Stil der Frühgotik umgebaut. Der hölzerne barocke Hochaltar wurde 1737 vom Schnitzer Jan Hammer geschaffen. Im selben Kirchenbau stehen damit ein früh datierter Turm, frühgotisch umgestaltete Bereiche und ein barocker Altar nebeneinander.
Zámek Čestice ist ein frühbarockes Gebäude aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und steht an der Stelle einer ehemaligen Festung. Vor dem Schloss befindet sich ein steinerner Renaissancebrunnen, der zwischen 1815 und 1827 errichtet wurde. Im Schloss zeigt das Regionalmuseum alte landwirtschaftliche Geräte und historische Gegenstände mit Bezug zu Čestice. So kommt zur Schlossarchitektur ein Einblick in die Landwirtschaft und Ortsgeschichte hinzu.
Kalvárie oberhalb von Cestice
Die Wallfahrtsanlage Kalvárie oberhalb von Cestice ist eine denkmalgeschützte Gruppe von Bauwerken aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die zentrale Kapelle Kaple Povýšení sv. Kříže ist im Stil der italienischen Renaissance gestaltet. Zur Anlage gehören außerdem vier barocke Nischenkapellen mit Passionsbildern. Am Westhang des Hügels steht eine hölzerne Einsiedelei. Renaissancegestaltung, barocke Bildkapellen und Einsiedelei setzen innerhalb der Anlage unterschiedliche architektonische Akzente.
Včelí stezka und Imkereimuseum
Die Včelí stezka beginnt oberhalb von Cestice bei einem Wegkreuz in Richtung Kobylka. Die Strecke von Cestice nach Krušlov ist etwa fünf Kilometer lang und hat 14 Stationen mit geschnitzten Tafeln über das Leben der Honigbiene. Für die Zeitplanung ist die ungefähre Weglänge ein Anhaltspunkt; die Stationen geben dem Weg sein inhaltliches Thema. In Krušlov widmet sich Machův včelín dem Vermächtnis von Josef Mach und der Imkerei. Das Museum umfasst mehr als 80 Schnitzereien und künstlerisch gestaltete Bienenstöcke. Damit begegnet das Bienenthema sowohl als Lehrpfad als auch in einer eigenen Sammlung.
Gruppen ab vier Personen können außerhalb der Öffnungszeiten telefonisch im Voraus eine Führung durch Machův včelín vereinbaren. Zu den wiederkehrenden Veranstaltungen gehört das traditionelle „Ukončení sezóny“ am letzten Sonntag im Oktober. Der Verein Krušlovský včelín z.s., der Machův včelín betreibt, veranstaltet außerdem Imkereikurse. Da sich das Kursprogramm ändern kann, prüfen Sie das aktuelle Veranstaltungs- und Kursprogramm vor der Reise.
Ein Besuch mit landwirtschaftlichem Bezug
Statek U Pichců in Čestice kann nach telefonischer Vereinbarung besucht werden, um verschiedene Nutztiere zu sehen. Das ergänzt die Kultur- und Architekturthemen um einen Besuch mit landwirtschaftlichem Bezug; die telefonische Absprache gehört dabei zur Planung.
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