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Číčenice lässt sich über zwei Themen erschließen: die Baukultur im Ort und verschiedene Möglichkeiten für Aktivitäten und Ausflüge. Die Kapelle auf dem Dorfanger, ein Haus mit markanter Giebelfassade und die Geschichte einer Schmiede setzen unterschiedliche Akzente. Dazu kommen eine Radrundroute durch Číčenice sowie Wanderziele und Orte im näheren Umfeld.

Kapelle und Dorfanger

Die Kaple sv. Václava steht im Zentrum der Gemeinde auf dem Dorfanger. Das denkmalgeschützte Gebäude ist gemauert und hat einen rechteckigen Grundriss. Aus dem Dachfirst ragt ein achteckiger Laternen-Glockenturm auf. So lassen sich an der Kapelle zwei unterschiedliche Formen betrachten: der klare Grundriss des Gebäudes und der achteckige Aufbau über dem Dach. Beide Merkmale geben der Architektur einen konkreten Bezugspunkt, wenn Sie sich für die Baugeschichte des Ortes interessieren.

Eine andere Bauweise zeigt das Haus čp. 17. Das zweigeschossige Gebäude ist überwiegend in Blockbauweise errichtet; seine Giebelfassade ist zum Dorfanger ausgerichtet. Im Vergleich zur gemauerten Kapelle bietet das Haus einen anderen Blick auf die örtliche Architektur: Hier stehen die Blockbauweise und die zur Dorfangerseite gerichtete Fassade im Vordergrund. Die beiden Gebäude unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Bauform als auch in ihrer Ausrichtung.

Schmiede und Handwerksgeschichte

Die Usedlost čp. 11 s kovárnou wurde vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet und um 1848 umgebaut. Die Schmiede mit der Unterkunft des Gesellen ist ein erhaltenes Beispiel für die Arbeits- und Lebensräume eines Handwerksbetriebs aus dem 19. Jahrhundert. Sie ist außerdem ein unmittelbares Zeugnis für die Entwicklung kommunaler Schmieden in Südböhmen. An diesem Ensemble verbinden sich somit eine unsichere frühe Datierung, ein späterer Umbau und eine konkrete handwerkliche Bedeutung. Für die Einordnung ist nicht allein das Schmiedehandwerk wichtig, sondern auch die Verbindung von Arbeitsraum und Unterkunft.

Anreise, Radfahren und Ausflüge

Der Bahnhof Číčenice liegt an den Strecken 190 České Budějovice–Strakonice–Plzeň, 193 Netolice–Týn nad Vltavou und 197 Číčenice–Nové Údolí. Am Bahnhof gibt es einen Warteraum für Fahrgäste. Da sich Bahn- und Stationsinformationen ändern können, empfiehlt sich vor der Reise ein Blick auf die aktuellen Angaben von České dráhy.

Die Radrundroute „Za krokodýly do Protivína“ führt durch Číčenice und ist etwa 35 km lang. Die Routenverfügbarkeit und die Bedingungen können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor der Fahrt die aktuelle Lage. Das ist eine konkrete Option für Reisende, die Radfahren in ihre Planung aufnehmen möchten, neben den Bau- und Handwerksthemen des Ortes.

Im näheren Umfeld liegt Jaroslav, ein gefluteter Tagebau, den Touristen und Angler aufsuchen. Ebenfalls im näheren Umfeld befindet sich Klús, eine abgelegene Einzelsiedlung, in der Vít Fučík Kudlička lebte. Beide Orte bieten andere Anknüpfungspunkte als die Gebäude im Zentrum: Jaroslav ist ein von Besuchern und Anglern aufgesuchter Ort, Klús ist mit der Lebensgeschichte Kudličkas verbunden.

Als Wanderung werden die Ortsteile Strpí und Újezdec empfohlen. Bei der Planung können Sie so zwischen Baugeschichte, der Radrunde, dem Tagebau Jaroslav und den empfohlenen Wanderzielen unterscheiden. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, lässt sich die Wahl des Reiseziels daran ausrichten, welche dieser Themen für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Hoslovice, Libětice, Svinetice, Třebohostice, Budyně, Úlehle, Truskovice, Strunkovice Nad Volyňkou

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Strakonice.

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