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Die Zuckerindustrie, Architektur mit Bezug zu Adolf Loos und zwei historisch unterschiedlich eingeordnete Kreuze geben Hrušovany U Brna ein klares Kulturthema. Dazu kommen das traditionelle Hrušovanské hody sowie Bahn- und Radverbindungen. So verbindet die Reiseplanung Ortsgeschichte mit Fragen zu Festterminen und Anreise.

Zuckerindustrie und Architekturgeschichte

Das ursprüngliche Gebäude der Zuckerfabrik wurde 1882 fertiggestellt; die Fabrik gehörte zu den größten Zuckerfabriken in Mähren. Die Fabrikhalle der Zuckerraffinerie aus dem Jahr 1916 zählt ebenfalls zu den prägenden Bauwerken der Gemeinde. Adolf Loos gilt vermutlich zumindest als Urheber ihrer äußeren Gebäudehülle – die Zuschreibung ist unsicher und auf diesen Teil begrenzt.

Ein weiterer Loos-Bezug ist das Wohnhaus des Zuckerfabrikdirektors Viktor Bauer. Loos entwarf es 1918; es war das erste Gebäude mit Flachdach in Mähren. Bei der Halle bleibt die Zuschreibung dagegen auf die äußere Hülle beschränkt und ist nur wahrscheinlich.

Die Kirche Panny Marie Královny ergänzt diese Baugeschichte um ein jüngeres Gebäude: Sie wurde von 2000 bis 2004 nach einem Entwurf der Architektin L. Vojtová errichtet. Die Innenraumgestaltung entwarf Jiljí Šindlar.

Zwei Kreuze, zwei historische Einordnungen

Das Smírčí kříž aus dem Jahr 1595 ist das älteste erhaltene Denkmal von Hrušovany u Brna. Seine Form gilt als Übergang zwischen Kreuz und Kreuzstein; es trägt ein lateinisches Kreuz sowie eine sechszeilige Inschrift. Das Kamenný kříž wiederum ist das älteste kirchliche Denkmal des Ortes und wird dem Bildhauer Jan Stern aus Židlochovice zugeschrieben. Es wurde zum Gedenken an das Hagelunwetter vom 6. Juli 1781 errichtet, das die gesamte Ernte in der Umgebung zerstörte. Die beiden Einordnungen beziehen sich also auf unterschiedliche Kategorien: das älteste erhaltene Denkmal einerseits und das älteste kirchliche Denkmal andererseits.

Festtradition und Anreise

Die Hrušovanské hody sind ein traditionelles Gemeindefest mit Wurzeln im 19. Jahrhundert. Üblicherweise dauern sie drei Tage und umfassen das Aufstellen des Maibaums, eine Trachtenprozession, eine Messe und eine Tanzveranstaltung. Termin und Programm können sich von Jahr zu Jahr ändern; wenn Sie Ihre Reise darauf abstimmen möchten, prüfen Sie die Daten und den jeweiligen Ablauf vorab.

Der Bahnhof Hrušovany u Brna liegt an den Verbindungen Tišnov–Brno–Hustopeče u Brna, Hrušovany u Brna–Židlochovice und (Brno–)Šakvice–Břeclav. In Bahnhofsnähe befinden sich ein öffentliches Parkhaus und eine Haltestelle für Linienbusse. Da sich Strecken, Dienste und Einrichtungen ändern können, prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan und die Angaben zu den Einrichtungen.

Ein Radweg verbindet Hrušovany u Brna mit Židlochovice. Eine am 27. Januar 2023 aktualisierte Routenbeschreibung führt außerdem am Rand des Vodárenský rybník einen grün markierten Wanderweg vom Bahnhof Hrušovany u Brna in Richtung Židlochovice und weiter zum Aussichtsturm Výhon. Die Beschreibung bezeichnet den Teich als bedeutendes Landschaftselement und nennt Spaziergänge, Erholung und Angeln als Nutzungen der Einwohner. Die Angaben beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Der Radweg verbindet zwei Orte; die Wanderbeschreibung nennt zusätzlich den Start am Bahnhof und die Weiterführung bis Výhon. Prüfen Sie den Routenverlauf vor dem Aufbruch.

Weitere Reiseziele entdecken: Deblín, Otmarov, Veverská Bítýška, Ivančice, Bilovice Nad Svitavou, Lomnice, Hluboké Dvory, Olší.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Brno-Venkov.

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