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Auf einem Hügel über dem Zusammenfluss der Bobrava mit dem Říčanský potok liegt das Schloss Zámek Rosice. Es entstand um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert durch den Umbau einer gotischen Burg. Der Besucherparcours umfasst 21 Räume mit reich verzierten Stuckdecken, dekorativen Wandmalereien und Decken mit Renaissance-Ausmalung. Hinzu kommen zeitgenössisches Mobiliar, Bilder, Jagdtrophäen, Geschirr und weitere historische Alltagsgegenstände. Das Schloss ist als Kulturdenkmal eingetragen und besitzt ein seltenes Ensemble aus Renaissance- und Barockstuckdecken.

Zum Besucherangebot des Schlosses zählt auch ein 1965 errichteter atomarer Schutzbunker. Er setzt einen zeitlichen Kontrast zur älteren Schlossgeschichte: Neben der Architektur und Ausstattung der Burg ist damit auch ein deutlich jüngeres Kapitel Teil des Besuchs.

Wege und Landschaft

Die Naučná stezka Mizející krajina? verbindet Rosice mit Ostrovačice und verläuft auf einer etwa 3,5 Kilometer langen Strecke durch Felder entlang einer grün markierten Wanderroute. Zu ihren Besonderheiten gehören ein Aussichtssteg über einem ehemaligen Teich, ein Tor an der Katastergrenze und eine Raststelle am Bach neben einer überdachten Brücke. Die Route verbindet damit Feldlandschaft mit mehreren markanten Punkten am Weg.

Auch die Rosická obora bietet einen Zugang zur Geschichte der Landschaft: Dort sind bis heute Reste der historischen Wasserversorgung von Rosice erhalten. Dazu zählen mehrere Entlüftungsschächte und ein Haltýř, in dem Wasser gesammelt wurde. Gemeinsam mit der Kamenný most, die über die Bobrava führt, in das felsige Ufer eingeschnitten ist und als bautechnische Besonderheit in Tschechien gilt, erweitert dieses Thema den Blick über Schloss- und Sakralarchitektur hinaus auf die örtliche Bau- und Wassertechnik.

Kapelle, Kirche und Traditionen

Die Kaple Nejsvětější Trojice ist eine barocke Kapelle mit dreieckigem Grundriss und einer Krypta. Zu ihr führt eine Lindenallee mit 80 bis 190 Jahre alten Bäumen; daneben verläuft ein Kreuzweg aus dem Jahr 1773 mit zwölf steinernen Bildstöcken. Die Kapelle gilt als historisches, symbolträchtiges Wahrzeichen von Rosice und ist mit einer jährlichen Wallfahrtstradition verbunden.

Ein eigenes Gewölbedetail bietet die Kirche sv. Martina: Ihr Langhaus besitzt ein Tonnengewölbe mit Stichkappen, seitlichen Gewölbeansätzen, die in die Hauptwölbung einschneiden.

Die Rosické hody sind eine wiederbelebte Volks- und Festtradition. Bei der Ausgabe 2025 zog ein Trachtenumzug vom Schlosshof; in der Kirche sv. Martina fand eine Segnung statt. Wenn Sie einen künftigen Besuch rund um das Fest planen, prüfen Sie die jeweiligen Termine und das Programm, da Ablauf und Format variieren können.

Freizeit und praktische Planung

Das Koupaliště Zátoka Rosice reinigt sein Wasser biologisch mit einem speziellen Substrat aus Dolomitkalkstein. Zum Gelände gehören ein Beachvolleyballplatz und ein Pétanque-Platz. Da sich deren Verfügbarkeit ändern kann, sollten Sie vor dem Besuch prüfen, ob beide Plätze nutzbar sind. Das Koupaliště ist über die Haltestelle Rosice, Trávníky, erreichbar; dort halten die Buslinien 153, 405 und 423. Prüfen Sie den Fahrplan vor Ihrer Fahrt.

Das Včelařské muzeum ergänzt die kulturhistorischen Themen um Imkerei. Zur Ausstattung zählen eine Dauerausstellung und die Bibliothek des Tschechischen Imkerverbands; dazu gehört ein 19.000 m² großes Freilichtmuseum mit modernen und historischen Bienenhäusern. Das Museum wird derzeit renoviert; prüfen Sie vor einem Besuch die aktuelle Zugänglichkeit.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Brno-Venkov.

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