Rudice bietet zwei gut greifbare Anknüpfungspunkte für die Wahl eines Reiseziels: datierte Zeugnisse der Ortsgeschichte und ein von Hügeln und Wäldern umgebenes Tal. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1350. Wenn Sie Ferienwohnungen in Rudice suchen, können Sie an diesen Themen ablesen, ob Sie eher Baugeschichte, Gedenkorte oder die landschaftliche Einordnung in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.
Kirche und Kapelle: verschiedene Zeitstufen
Die dem heiligen Wenzel geweihte Kirche in Rudice ist ein barocker Bau aus dem Jahr 1789. Ihre Glocke wurde 1735 in der Werkstatt des Glockengießers Jan Antonín Ber gegossen, die Orgel stammt aus dem Jahr 1912. Zeitlich liegt die Glocke also vor dem Kirchenbau, die Orgel danach. So reichen die Zeugnisse an der Kirche von einem älteren Glockenguss bis zu einer Orgel aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Eine weitere Station der Baugeschichte ist die Kapelle an der Straße nach Nezdenice. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde später umgebaut. Geschützte Linden stehen neben der Kapelle. Damit treffen an diesem Ort ein älterer, veränderter Bau und ein geschütztes Landschaftselement aufeinander – ein anderer Akzent als bei der barocken Kirche im Dorf.
Gedenken und öffentliche Kunst
Auf dem Dorfplatz von Rudice steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Auf dem Friedhof erinnert ein Denkmal an amerikanische Flieger aus dem Zweiten Weltkrieg; zu ihm gehört ein Teil des Propellers ihres Flugzeugs. Darüber hinaus gibt es in Rudice eine Gedenktafel für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Eine weitere Gedenktafel mit Relief erinnert an gefallene Mitglieder der Fallschirmgruppe CARBON. Die Erinnerungszeichen unterscheiden sich damit sowohl nach Anlass als auch nach ihrer Form.
Mit der dreiteiligen Keramikskulptur Přesličky kommt öffentliche Kunst hinzu. Sie wurde anlässlich des 650. Jubiläums von Rudice aufgestellt. Die Skulptur und die Gedenkzeichen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Hier steht ein Jubiläumsanlass im Mittelpunkt, dort das Gedenken an Gefallene und Opfer des Krieges.
Tal, Schutzgebiet und regionale Einordnung
Rudice liegt in einem von Hügeln und Wäldern umgebenen Tal. Ein großer Teil des Ortes liegt im Landschaftsschutzgebiet Bílé Karpaty, einschließlich der Biosphärenzone. Ethnografisch gehört Rudice zum Gebiet Luhačovické Zálesí. Auch die ältere Besiedlung lässt sich mit einer genau begrenzten Aussage einordnen: Im Gebiet von Rudice ist sie bereits für die Hallstattzeit belegt.
Zur lokalen Geografie gehören auch die Wasserläufe. Das Oberflächenwasser wird über ein Netz von Bächen zur Ovčírka und vom Rudický vrch, der 398 Meter hoch ist, zur Kladenka abgeleitet. Ovčírka und Kladenka sind Nebenflüsse der Olšava. Die beiden Wasserwege führen also in denselben Fluss, nehmen im Gebiet von Rudice aber unterschiedliche Richtungen.
Praktisches für die Planung
In Rudice gibt es Busverkehr. Wenn Sie mit dem Bus anreisen möchten, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Fahrpläne. So können Sie die Anreise mit Ihrem eigenen Zeitplan abgleichen, ohne eine bestimmte Verbindung vorauszusetzen.
Eine lokale Besonderheit ist die Firma TOKO: Sie stellt in Rudice Ovocňák her und verkauft ihn. Wenn Sie einen Besuch bei der Firma erwägen, klären Sie die aktuelle Besuchsmöglichkeit vorab. Auch eine von Jan Vysloužil angefertigte Krippe gibt es in Rudice. Wenn Sie eine Besichtigung planen, sollten Sie die Besuchsmodalitäten vorab klären.
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