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Wer Sancak als Reiseziel erwägt, findet in den Buban Bacaları einen markanten landschaftlichen Schwerpunkt. Die Formationen liegen in Oğuldere in der Gemeinde Sancak und sind geomorphologische Erscheinungen von natürlicher und landschaftlicher Schönheit. Einheimische und ausländische Besucher kommen besonders im Frühjahr und Sommer zum Fotografieren und wegen der Aussicht.

Buban Bacaları: Kegelformen aus Tuff

Die markanten, kegelförmigen Felsformen der Buban Bacaları entstanden vermutlich dadurch, dass Sturz- beziehungsweise Hochwasser von den Talhängen und Wind die aus Tuff bestehenden Schichten abtrugen. Wer die Formationen betrachtet, kann so die sichtbare Landschaft mit einer geologischen Erklärung verbinden, die Wasser und Wind als mögliche Kräfte nennt. Die vermutete Entstehung bleibt dabei ebenso Teil des Bildes wie die auffällige Kegelform selbst.

Besuch und Anfahrt

Das Gelände der Buban Bacaları ist von der Bingöl-Sancak-Straße bei Sudüğünü erreichbar und liegt dort etwa 10 km östlich der Fernstraße. Die Verbindungsstraße hat einen sehr niedrigen Ausbaustandard und ist an vielen Stellen beschädigt; Straßenverhältnisse können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Fahrt die aktuellen Bedingungen. Für die Planung sind Entfernung und Straßenzustand zwei unterschiedliche Hinweise: Die rund 10 km beschreiben die Lage östlich der Fernstraße, während der niedrige Ausbaustandard die Verbindung selbst betrifft. Richten Sie Ihre Vorbereitung daher nicht allein nach der Entfernungsangabe aus.

Der Historische Urartu-Weg in Sancak

Auch der Historische Urartu-Weg führt durch Sancak. Seine Route verläuft von Karakoçan über Kığı und Sancak bis zu den Karacehennem-Wäldern in Karlıova. Sein Bau durch die Urartäer wird vor etwa 2.800 Jahren vermutet; entdeckt wurde der Weg in den 1980er-Jahren. Die beiden Zeitangaben beschreiben unterschiedliche Stationen: Die vermutete Bauzeit liegt weit zurück, während die Entdeckung in die 1980er-Jahre fällt. So lässt sich der Verlauf durch Sancak mit einer konkreten, aber ausdrücklich geschätzten historischen Einordnung verbinden.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Bingöl

Im übergeordneten Reiseziel Bingöl stehen daneben weitere, eigenständige Themen mit einem anderen Saison- und Kulturakzent. In Bingöl liegen die Hesarek-Skianlagen im Dorf Dikme im Gebiet Hesarek, 34 km vom Zentrum Bingöl entfernt. Sie verfügen über drei Skipisten: eine 1.200 m lange Telesiyej-Piste, eine 1.000 m lange Teleski-Piste und eine 200 m lange Baby-Lift-Piste. Eine kommunale Beschreibung aus dem Jahr 2021 nennt für Hesarek eine Skisaison von vier bis fünf Monaten; ihre Länge kann mit der Schneelage variieren. Dieses saisonale Profil unterscheidet sich von den besonders im Frühjahr und Sommer besuchten Buban Bacaları.

Auch die Zağ-Höhlen in Bingöl eröffnen einen historischen Blick. Sie werden auf den Beginn des 5. Jahrhunderts n. Chr. datiert und der frühchristlichen Spätantike beziehungsweise der spät­römisch-frühbyzantinischen Zeit zugeordnet. Vermutlich nutzten christliche Gemeinschaften die Höhlen als geheime Siedlungs-, Lebens- und Gebetsstätten, als sie unter dem Druck des Römischen Reiches standen. Zu den Höhlen gelangt man von der Straße Bingöl–Solhan–Muş über die abzweigende Dorfstraße Gökçeli–Kuşburnu.

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