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Rund um Çiftlik treffen verschiedene Kapitel der Vergangenheit auf eine vielgestaltige Landschaft. Besonders konkret wird das am Fundplatz Çiftlik Tepecik: Er liegt in der Melendiz-Ebene, einen Kilometer östlich von Çiftlik. Wer den Aufenthalt plant, kann hier archäologische Themen mit den unterschiedlichen Ortslagen im weiteren Kreisgebiet verbinden.

Tepecik-Çiftlik und seine lange Siedlungsfolge

Keramik- und Obsidianfunde am Çiftlik-Tepecik-Fundplatz weisen auf eine Besiedlung vom Neolithikum bis zur frühen Bronzezeit hin. Im Tepecik-Çiftlik-Höyük wurden insgesamt 14 Schichten festgestellt. Dazu zählen Schichten aus dem präkeramischen und keramischen Neolithikum, dem frühen Chalkolithikum sowie der spätrömisch-frühbyzantinischen Zeit. Die durchgehende Folge vom präkeramischen Neolithikum bis zum Ende des frühen Chalkolithikums macht die Siedlung zu einer Schlüsselstätte für das Verständnis neolithischer Kulturen in der östlichen Vulkankappadokien-Region.

Das Tepecik-Çiftlik-Ausgrabungshaus des Ministeriums für Kultur und Tourismus und der Universität Istanbul befindet sich in der İnönü Caddesi im Yeni Mahalle, 51800 Çiftlik/Niğde. In Çiftlik dienen das Ausgrabungshaus und die Alte Gesundheitsstation als Orientierungspunkte. Die Ausgrabungsarbeiten finden von Juli bis September statt; außerhalb dieser Monate sind das Gelände und das Haus nicht für Besucher geöffnet. Wenn Sie einen Besuch einplanen, klären Sie die Zugangsmöglichkeit vorher direkt.

Archäologische Orte im näheren Umfeld

Bei Kömürcü liegt Göllüdağ Ören Yeri, das als einziges lokalisiertes späthethitisches Zentrum in Zentralanatolien gilt. Die Überreste werden den späthethitischen Stadtstaaten zwischen 1200 und 700 v. Chr. zugeordnet; eine Entstehung im 8. Jahrhundert v. Chr. gilt als wahrscheinlich. Das große, von Mauern umgebene Areal umfasst Siedlungsbereiche sowie Tempel- und Hausfundamente. Innerhalb der Mauern liegt außerdem ein kleiner See. Die verschiedenen Befunde geben dem Ort einen anderen historischen Schwerpunkt als die lange neolithische Schichtenfolge von Tepecik-Çiftlik.

Ebenfalls bei Kömürcü, an den Osthängen des Melendiz-Gebirges in der Gegend von Kozkuyu, befindet sich eine Obsidianlagerstätte. Sie wird als prähistorische Freiluftwerkstatt beschrieben; in der Umgebung liegen Obsidianabschläge. Im weiteren Kreisgebiet, im Dorf Murtaza, steht Murtaza Kalesi auf einem gewaltigen Felsen. Die Burg gilt als etwa 1.000 Jahre alt und weist auch Überreste aus der Bronze- und Eisenzeit auf. Von der Anlage sind das Eingangstor, sechs Türme und die Wehrmauern erhalten.

Landschaft des übergeordneten Reisegebiets

Göllüdağ ist ein 2.172 Meter hoher erloschener Vulkan mit einem Kratersee. Auch der Melendiz Çayı hilft, die größere Landschaft einzuordnen: Er entspringt im Dorf Sultanpınar, durchquert die Melendiz-Ebene, fließt durch İlisu in der Provinz Aksaray und das Ihlara-Tal und mündet in den Mamasın-Stausee. Er gilt als wichtigster Fluss des Landkreises Çiftlik. Diese regionalen Bezüge ergänzen die archäologischen Orte, ohne sie mit dem Ortszentrum gleichzusetzen.

Anreise und Planung des Aufenthalts

Als Anreiseverbindung wird der Weg vom Busbahnhof Niğde mit einem Shuttle zum Eski Garaj und von dort mit Minibussen nach Çiftlik beschrieben; für diese Minibusse werden stündliche Abfahrten genannt. Auch eine direkte Busverbindung von Istanbul nach Çiftlik mit Metro Turizm ist beschrieben. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Verbindungen und Abfahrten. Wenn Sie ein Hotel in Çiftlik suchen und Tepecik-Çiftlik besuchen möchten, klären Sie zuerst die Zugangsmöglichkeit und stimmen Sie Ihre Reisedaten darauf ab.

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