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Koruköy Köyü verbindet ein traditionelles Ortsbild mit einem geschützten Küstenraum und einer klar umrissenen Siedlungsgeschichte. Eingeschossige Häuser prägen das Dorf; im Küstenbereich liegt Koruköy innerhalb des Saros-Golf-Sonderumweltschutzgebiets. Die Gründung im Jahr 1938 und die osmanische Siedlung bei Çiftlikaltı ergänzen dieses Bild um zwei historische Perspektiven. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann die Wahl des Reiseziels auch daran ausrichten, ob Bauweise, Migrationsgeschichte oder archäologische Spuren den eigenen Interessen entsprechen.

Küstenbereich im Schutzgebiet

Der Küstenbereich von Koruköy liegt innerhalb des Saros-Golf-Sonderumweltschutzgebiets und ist als Naturgebiet mit nachhaltigem Schutz und kontrollierter Nutzung ausgewiesen. Koruköy zählt außerdem zu den Siedlungen innerhalb dieses Schutzgebiets. Damit gehören Küste und Siedlung in den Landschaftszusammenhang des Saros-Golfs, während die genauere Ausweisung als Naturgebiet ausdrücklich den Küstenbereich betrifft. Diese Einordnung verbindet Schutzgebietsstatus und Naturgebietsausweisung, ohne beide räumlichen Aussagen gleichzusetzen. Das Küstenplanungsgebiet von Koruköy ist über die Edirne–Çanakkale-Autobahn erreichbar.

Traditionelle Häuser und Bauweise

Das traditionelle Ortsbild von Koruköy wird von eingeschossigen Häusern geprägt. Die Wände der traditionellen Häuser bestehen aus Bruchsteinmauerwerk; ihre Satteldächer sind mit alaturka-Ziegeln gedeckt. So lassen sich die Merkmale in zwei Maßstäben betrachten: Die eingeschossige Bauweise prägt das Ortsbild, während Mauerwerk und Dachdeckung die Häuser genauer charakterisieren. Unter den dörflichen Siedlungen im Saros-Sonderumweltschutzgebiet weist Koruköy die höchste Dichte an traditionellen Häusern auf. Zu den konkreten Baumerkmalen kommt damit ein Vergleich auf Siedlungsebene hinzu. Wer sich für ländliche Architektur interessiert, erhält sowohl Angaben zu Material und Dachform als auch eine Einordnung der Dichte traditioneller Häuser im Ort.

Gründung und Migrationsgeschichte

Koruköy wurde 1938 im Zuge eines Bevölkerungsaustauschs von türkischen Migranten aus Rumänien gegründet, die überwiegend aus Ahatköy kamen. Die Jahreszahl benennt den Zeitpunkt der Ortsgründung; die Herkunft aus Rumänien und vor allem aus Ahatköy machen den Migrationshintergrund konkreter. Ahatköy ist dabei als Herkunftsort der Mehrheit zu verstehen, nicht als Herkunftsort sämtlicher Migranten. Diese Gründungsgeschichte ist von der osmanischen Siedlung bei Çiftlikaltı zu unterscheiden, die einen eigenen historischen Bezugspunkt innerhalb der Dorfgrenzen bildet.

Die osmanische Siedlung bei Çiftlikaltı

Die Siedlung bei Çiftlikaltı befindet sich innerhalb der Grenzen des Dorfes Koruköy. Am 9. Juni 2018 stellte die regionale Denkmalschutzbehörde von Çanakkale sie mit Beschluss Nr. 4794 unter Schutz. Auf dem landwirtschaftlich genutzten Gelände finden sich zahlreiche Keramik- und Ziegelreste aus osmanischer Zeit. Bei den Keramikfunden gibt es wenige Beispiele aus der frühen osmanischen Zeit und deutlich mehr aus der späten osmanischen Zeit. Das Fundbild umfasst somit beide Abschnitte, mit einer klar größeren Zahl späterer Keramik. Diese zeitliche Unterscheidung macht die Fundstelle genauer einordenbar, als es die allgemeine Bezeichnung „osmanische Funde“ allein erlauben würde. Çiftlikaltı bildet so einen eigenständigen archäologischen Bezugspunkt innerhalb Koruköys.

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