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Der Selimiye-Moschee-Komplex ist ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft des Architekten Sinan. Zur Anlage gehören neben der Moschee auch Bildungseinrichtungen, ein Außenhof und ein überdachter Basar. So richtet sich der Blick auf ein ganzes Ensemble statt auf ein einzelnes Gebäude. Die Moschee hat eine Kuppel mit 31,5 Metern Durchmesser und vier hoch aufragende Minarette – zwei markante Elemente, an denen sich die architektonische Gestaltung besonders gut betrachten lässt.

Museen mit unterschiedlichen Blickwinkeln

Südöstlich der Selimiye-Moschee liegt eine Medrese, die seit 1925 als Museum für türkische und islamische Kunst genutzt wird. Ein Kırkpınar-Raum zeigt Fotografien von Ringern, eine Schaufensterpuppe des Kırkpınar-Ağa und ein Kırkpınar-Hologramm. Im Museumsgarten stehen außerdem Speisewagen aus dem Balkankrieg, eine Kanone und Kanonenkugeln. Wenn Sie sich besonders für einzelne Ausstellungsdetails interessieren, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Angaben: Präsentationen können sich ändern.

Im Selimiye-Vakıf-Museum sind historische Stiftungsobjekte nach Metallkunst, Kalligrafie, Holzkunst, Fliesenkunst und Uhren geordnet. Das Stadtmuseum Edirne setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine Themen reichen von der chalkolithischen Zeit bis zur Gegenwart. Dreidimensionale Silikonfiguren und digitale Bildschirme vermitteln die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt. Für Schülerinnen und Schüler gibt es dort zudem Bildungsprogramme sowie kulturelle und künstlerische Veranstaltungen.

Das Balkan-Geschichtsmuseum behandelt unter anderem die osmanische Herrschaft auf dem Balkan, osmanische Architektur, die Balkankriege, die Belagerung von Edirne und Migration. Zum Gelände gehören ein Empfangs- und Ticketschalter, Parkplätze, ein Ruhebereich und Toiletten. So stehen hier historische Themen und praktische Einrichtungen auf demselben Gelände im Blick.

Ein weiterer Zugang zur Geschichte führt zum Gesundheitsmuseum Sultan II. Bayezid. Es befindet sich in der Darüşşifa des Komplexes im Yeniimaret-Viertel im Zentrum Edirnes; der Sultan-II.-Bayezid-Komplex liegt am Ufer der Tunca. Das Museum rekonstruiert eine 500 Jahre alte osmanische Bimarhane. Die historischen Behandlungsmethoden bezogen Musik, Wassergeräusche, angenehme Düfte und Beschäftigung ein – eine andere Perspektive auf die Geschichte als die Ausstellung von Objekten oder Dokumenten.

Feste, Rituale und regionale Küche

Kakava-Hıdırellez findet jedes Jahr am 5. und 6. Mai in Edirne statt. Die Feierlichkeiten beginnen in Sarayiçi am Ufer der Tunca mit einem großen Feuer. Einwohnerinnen, Einwohner und Besucher versammeln sich bei traditioneller Musik und springen über das Feuer, um Wünsche auszusprechen. Während der Feierlichkeiten gehen Teilnehmende früh am Morgen zum Flussufer und waschen sich mit Wasser das Gesicht. Wenn Sie wegen eines Festes anreisen, prüfen Sie die konkreten Termine und das jeweilige Programm.

Auch Kırkpınar verbindet Sarayiçi mit einer besonderen Tradition: Der Sarayiçi-Kırkpınar-Er-Meydanı ist der historische Austragungsort, an dem der türkische Başpehlivan bestimmt wird. Das Kırkpınar-Ölringerfestival findet jedes Jahr im Sommer statt und dauert sieben Tage. Zum Programm gehören regionale Speisen, Tänze und Musik. Im Unterschied zu den auf den 5. und 6. Mai gelegten Kakava-Hıdırellez-Feierlichkeiten ist Kırkpınar damit als mehrtägiges Sommerfestival beschrieben. Für Ihre Planung ist es sinnvoll, die Veranstaltungstermine vor der Reise zu prüfen.

Zu Edirnes Küche gehört Tava Ciğeri: Dünn geschnittene Leber wird in in Edirne produziertem Sonnenblumenöl gebraten und mit gebratenen roten Paprikaschoten serviert, die für die Stadt typisch sind. Das Gericht können Sie in vielen Restaurants in Edirne probieren; einzelne Angebote können sich ändern. Edirne Kavala Kurabiyesi ist in Souvenirarkaden, Basaren und Filialen der Hersteller erhältlich. Auch hier können sich die konkreten Verkaufsstellen ändern.

Weitere historische Spuren

Der Adalet-Turm ist das einzige erhaltene Gebäude des Edirne-Palasts. Im Archäologie- und Ethnografiemuseum Edirne zählen thrakische Reiterstelen und benannte steinzeitliche Gräber zu den Ausstellungsstücken, darunter Hacılar Dolmen, Arpalık Dolmen und Taşlıca Bayır Höyüğü. Bücher, Dokumente und Materialien zum Vertrag von Lausanne zeigt das Milli-Mücadele- und Lausanne-Museum. Wer historische Orte in einer Besucherroute entdecken möchte, findet auch den Bahnhof von Karaağaç in der Besucherroute 5 von GoTürkiye aufgeführt.

Weitere Reiseziele entdecken: Sarıcapaşa, Keşan, Kemal, Mecidiye, Karaağaç, Enez, Sultan, Yaylaköy, Uzunköprü, Edirne, Demirköy Köyü, Seydiköy, İpsala, Bosna Köyü, Lalapaşa, Gülçavuş Köyü.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marmara.

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