Im näheren Umfeld von Hamidiye liegen zwei archäologische Orte mit unterschiedlichem Charakter: die Kuşku Mevki Yapı Kalıntısı und die Ruine Hamidiye Yanık Kale. Daneben führt eine geplante Wanderetappe der Sakar–Istranca-Transroute nach Hamidiye. Die Ruinen sind nahegelegene Einzelorte, während die Transroute eine größere räumliche Perspektive eröffnet.
Zwei nahegelegene Orte mit unterschiedlichem Befund
Etwa 950 Meter südwestlich von Hamidiye liegt im Wald die Kuşku Mevki Yapı Kalıntısı. Sie ist ein Mauerrest aus Bruchsteinen mit Kalkmörtel und als archäologische Stätte ersten Grades eingestuft. Um die Stelle herum befinden sich zahlreiche Keramik- und Ziegelstücke. Mauerwerk und Fragmente sind verschiedene Bestandteile des Befunds: Das Mauerwerk bildet den baulichen Rest, während die Keramik- und Ziegelstücke in seiner Umgebung liegen. Die Richtung und Entfernung ordnen die Stelle ein und unterscheiden sie von der nordwestlich gelegenen Ruine Hamidiye Yanık Kale.
Die Ruine Hamidiye Yanık Kale liegt 2,6 Kilometer nordwestlich von Hamidiye in einem Waldgebiet auf einer beherrschenden Anhöhe. Ihre Burgmauern sind eingestürzt; nur Mauerreste auf Fundamentniveau sind noch erkennbar. Die Ruine ist ungeschützt und schwer erreichbar und wird von Schatzsuchern beschädigt. Bei ihr befinden sich außerdem illegale, von Schatzsuchern angelegte Grabungsgruben. Lage, Erhaltungszustand und Erreichbarkeit gehören hier zusammen: Neben der Anhöhe prägen eingestürzte Mauern und die schwierige Erreichbarkeit den Charakter des Ortes.
Beim Vergleich der beiden Stellen hilft die konkrete Art der Reste: Bei Kuşku stehen der Mauerrest und Keramik- beziehungsweise Ziegelstücke in der Umgebung im Mittelpunkt; bei Yanık Kale sind eingestürzte Burgmauern und Mauerreste auf Fundamentniveau erkennbar. Die Lageangaben beziehen beide Orte auf Hamidiye, aber in unterschiedliche Richtungen und Entfernungen.
Die Istranca-Transroute: geplante Etappe und berichtete Querung
Am 8. Januar 2019 wurde die 25,8 Kilometer lange Wanderstrecke von Kıyıköy nach Hamidiye als erste Etappe der geplanten Sakar–Istranca-Transroute beschrieben. Sie ist ein anderer Maßstab als die einzelnen archäologischen Punkte im näheren Umfeld: Es geht um eine geplante Wanderstrecke zwischen zwei benannten Orten. Die Angabe von 25,8 Kilometern bezieht sich auf diese erste Etappe, nicht auf die gesamte geplante Transroute.
Von dieser Planung zu unterscheiden ist ein Bericht über eine abgeschlossene Sakar–Istranca-Transquerung. Bei dieser Reise wurden drei Landkreise in Kırklareli und zehn zu diesen Landkreisen gehörende Dörfer durchquert; anschließend erreichte die Querung das Gebiet des Landkreises Lalapaşa in Edirne. Die Etappenangabe benennt einen Streckenabschnitt, der Bericht dagegen die Ausdehnung einer vollzogenen Reise.
Für die geplante Istranca-Gebirgsüberquerung waren ausreichende Ortskenntnis und ein sicherer Umgang mit Karte und GPS erforderlich. Teilnehmende sollten außerdem winterfest und ausgebildet sein. Auf der geplanten Überquerung gab es keine Wegweiser oder Markierungen. Diese Bedingungen betreffen die regionale Querung und sind von den beiden archäologischen Orten nahe Hamidiye zu unterscheiden.
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