Giresun zeigt Geschichte an sehr unterschiedlichen Orten: an einer Burg mit Innen- und Außenbereich, in einem Museum mit Objekten aus zahlreichen Epochen und an Kirchen mit markanten Bauformen. Auch die nahe Giresun Adası verbindet historische Bauwerke mit einem wichtigen Lebensraum für Vögel. Im weiteren Reiseziel Giresun ergänzen Naturgebiete und Landschaftsziele das Bild.
Burg und Museum in Giresun
Die Burg Giresun Kalesi liegt im Viertel Kale Mahallesi. Ihre Anlage besteht aus einem Innen- und einem Außenbereich; ihre strategische Lage diente der Verteidigung zu Land und zur See. Sie erreichen die Burg zu Fuß oder mit innerstädtischen Burg-Minibussen, die vom Stadtzentrum abfahren. Damit gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten für den Weg zur Anlage: den Fußweg oder die Fahrt mit einem Minibus ab dem Zentrum.
Das Giresun-Museum befindet sich im Zeytinlik-Mevkii, das früher Gogora Mahallesi hieß. Ältere Quellen bezeichnen das Gebäude als Aziz-Nikola-Kirche. Zu sehen sind antike Objekte und Steinreliefs sowie historische Waffen, Kleidungsstücke und Münzen. Die Sammlung umfasst Funde aus der Frühen Bronzezeit und aus hethitischer, hellenistischer, römischer, byzantinischer, seldschukischer und osmanischer Zeit. So stehen im Museum sowohl unterschiedliche Objektarten als auch eine große zeitliche Spannweite im Mittelpunkt.
Kirchen, Viertel und Bauformen
Zeytinlik liegt im Stadtzentrum von Giresun und ist ein städtebauliches Schutzgebiet dritten Grades. Zu den historischen Sakralbauten gehört die Meryem Ana Kaya Klisesi, eine in den Fels gehauene Kirche neben der Askerlik Şubesi im Zentrum. Sie wurde 2013 restauriert. Die katholische Kirche im Viertel Çınarlar Mahallesi entstand zwischen 1850 und 1900. Sie steht in einem Garten, der von Quadersteinmauern umgeben ist; ihr Grundriss ist rechteckig, die Fassade besitzt einen dreieckigen Giebel und an den Ecken stehen gerillte Steinsäulen. Die beiden Kirchen zeigen damit sehr verschiedene bauliche Merkmale: den Fels als Teil der Anlage auf der einen, Grundriss, Giebel und Steindetails auf der anderen Seite.
Ein weiteres Bauwerk ist das Seyyid-Vakkas-Türbe in Giresun. Sein achteckiger Baukörper wird von einer Kuppel abgeschlossen. Das Türbe wird häufig von einheimischen und ausländischen Besuchern sowie von der Bevölkerung der Region besucht. Für die Stadtgeschichte bietet sich so neben den Kirchen auch ein Blick auf eine andere Form historischer Architektur.
Die Giresun Adası und ihre Umgebung
Im näheren Umfeld Giresuns liegt die Giresun Adası. Sie ist vollständig von Mauern umgeben; auf der Insel befinden sich ein Kloster, eine Kirche, ein Turm, eine Kapelle, eine Zisterne und Opfergruben. Zugleich ist sie ein wichtiges Brut- und Lebensgebiet für Vogelarten. Im übergeordneten Reiseziel Giresun liegt die Insel 1,6 Kilometer vor dem Gebiet Gedikkaya im Zentrum; ihre Fläche beträgt 40.000 Quadratmeter, ihre Erhebung 30 Meter über dem Meeresspiegel.
Eine Bootstour vom Hafen Giresun aus führt zur Insel. Prüfen Sie vorab, ob aktuell eine Tour angeboten wird. Bei der Insel geht es damit um zwei verschiedene Besuchsaspekte: die historischen Bauwerke und den Lebensraum der Vögel. Die Beschreibungen der Insel nennen außerdem die früheren Namen Aretias und Khalkeritis sowie ihren Status als archäologisches und natürliches Schutzgebiet der zweiten Schutzstufe.
Naturziele im übergeordneten Reiseziel Giresun
Der Kuzalan-Naturpark ist ein geschütztes Erholungsgebiet im Landkreis Dereli, innerhalb des Dorfgebiets Alancık. Zu den dort möglichen Aktivitäten zählen Naturwandern, Fotosafaris, Fahrradsafaris, ATV-Fahrten, Klettern, Angeln und Vogelbeobachtung. Damit unterscheidet sich das Angebot inhaltlich von den Bauwerken und Sammlungen im Stadtgebiet. Im Naturpark Yedideğirmenler empfangen die umliegenden Dörfer und Landkreise Tagesbesucher. Die Höhle dort weist Tropfsteine, Stalagmiten und ähnliche Formationen auf. Wegen ihres engen Eingangs und des Wasserlaufs kann sie erst nach August und ausschließlich von professionellen Personen besichtigt werden.
Weitere Landschaftsmerkmale setzen eigene Akzente: Das Wasser des Mavi Göl nimmt durch den Einfluss von Kalkstein und des sodareichen Göksu-Bachs besonders im Sommer eine türkise Farbe an. Wetter und Wasserbedingungen können das Erscheinungsbild beeinflussen. Die Kümbet-Hochebene ist über eine asphaltierte Straße mit Giresun verbunden; vor einer Fahrt lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Straßenzustand. In der Stadt selbst ist die Fiyale-Straße als historisches Wegdenkmal eingetragen. Sie führt von der Eşref-Dizdar-Straße im Viertel Kale zum Atatürk-Boulevard an der Küste hinab.
Weitere Reiseziele entdecken: Güre, Piraziz, Sarıyakup Köyü, Tirebolu, Pınarçukuru, Yavuzkemal, Keşap, Sultanköy Köyü.
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